Rapperin legt politische Kehrtwende hin:Wie Nicki Minaj zum Trump-Fan wurde
von Sarah Danquah
Nicki Minaj wollte nie auf den "Trump-Zug" aufspringen. Jetzt nennt sie ihn einen "wunderbaren, gnädigen, charmanten Präsidenten". Wie wurde aus der "Queen of Rap" ein MAGA-Fan?
Rapperin Nicki Minaj zeigt auf X ihre neue "Trump Gold Card" und nennt Trump ihren "wunderbaren, charmanten Präsidenten". Ihre Unterstützung für den Republikaner sorgt online für Diskussionen.
29.01.2026 | 1:19 minAm vergangenen Mittwoch entstand ein skurriles Bild: Rapperin Nicki Minaj und Donald Trump stehen Hand in Hand bei dem "Trump Accounts Summit". Dort nannte sich Minaj selbst den "wahrscheinlich größten Fan" des Republikaners und fuhr fort:
Und der Hass - oder das, was die Leute sagen - berührt mich überhaupt nicht. Im Gegenteil: Er motiviert mich sogar, ihn noch stärker zu unterstützen (…).
Nicki Minaj, US-Rapperin
Nicki Minaj und US-Präsident Donald Trump halten Händchen.
Quelle: APNicki Minaj: Habe "Trump Gold Card" kostenlos bekommen
Kurz nach ihrer Rede veröffentlichte die Rapperin zunächst ein Foto ihrer neuen "Trump Gold Card" auf X, die sie nach eigenen Darstellungen kostenlos bekommen habe.
Die "Trump Gold Card" ist eine Karte mit der sich vermögende Ausländer gegen Zahlung von einer Million US-Dollar ein Aufenthaltsrecht in den USA sichern können. Das System ähnelt der bekannten Green Card.
X-Post von Nicki Minaj
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Nach Angaben der US-Regierung zielt das Programm darauf ab, besonders qualifizierte und vorab überprüfte Arbeitskräfte für Unternehmen in den USA zu gewinnen.
Die von US-Präsident Trump angekündigte "Gold Card" ist seit Dezember erhältlich. Mit ihr können sich Reiche aus dem Ausland ein Aufenthaltsrecht in den USA erkaufen. Preis: Eine Million Dollar.
11.12.2025 | 0:38 minErfolgsrapperin ist illegal in die USA gekommen
Ein guter Deal für Onika Tanya Maraj-Petty, wie Nicki Minaj bürgerlich heißt. Die Rapperin wurde 1982 im karibischen Inselstaat Trinidad und Tobago geboren. Sie kam, eigenen Angaben zufolge, mit fünf Jahren als illegale Einwanderin in die Vereinigten Staaten.
Vor knapp zehn Jahren, während Trumps erster Amtszeit, prangerte die Künstlerin noch voller Mitgefühl die harsche Einwanderungspolitik des Republikaners an.
Die Erfolgsgeschichte Nicki Minaj
Nicki Minaj wurde in den späten 2000ern von dem US-amerikanischen Rapper Lil Wayne entdeckt. Mit ihrem Debütalbum "Beam Me Up Scotty" schaffte sie den internationalen Durchbruch in der Musikindustrie.
Ihr 2010er Erfolgshit "Super Bass" hat auf YouTube über eine Milliarde Streams und erhielt im November 2021 den Diamant-Status. Seither ist Minaj die erfolgreichste Rapperin der Welt und trägt den Spitznamen "Queen of Rap". Insbesondere in der Schwarzen und LGBTQ+-Community fand sie erst mal großen Rückhalt.
Die Dokumentation beschreibt, wie das System Trump funktioniert, und erkundet nah an den Menschen im Land die Folgen der Politik des Präsidenten.
20.01.2026 | 44:06 min2012: Minaj unterstützt Obamas Präsidentschaft
2012, im Wahlkampf Obama vs. Romney, rappte Nicki Minaj: "Ich bin Republikanerin und wähle Mitt Romney." Während die Fanbase empört war, blieb Obama gelassen - der Song spiegle nicht ihre Meinung. Nicki bestätigte ihm das via Twitter.
Danke, Herr Präsident, dass Sie meinen kreativen Humor und Sarkasmus verstehen, die Klugen tun das immer. Liebe Grüße und Unterstützung.
Nicki Minaj via Twitter
Doch Minajs politischen Ansichten veränderten sich scheinbar mit der Corona-Pandemie. Vor allem die Covid-Impfung lehnte sie ab.
Rapperin auf MAGA-Kurs
Im vergangenen Jahr vollendete Minaj dann ihre 180-Grad-Wendung: Ende 2025 teilte die Rapperin erstmals ein Video des Weißen Hauses, das Trumps Anti-Trans und Anti-Einwanderungspolitik anpries.
Als sie dann einen Truth-Social-Beitrag von Trump über die Entführungen von Christen in Nigeria gelobt hatte, erregte Minaj weitere Aufmerksamkeit: Sie wurde vom US-Botschafter bei den Vereinten Nationen eingeladen, um über die Notlage der Christen in Nigeria zu sprechen.
Die US-Rocklegende Bruce Springsteen widmet den Bürgern von Minneapolis eine Protesthymne. Er ruft zum Widerstand gegen die US-Einwanderungsbehörde ICE auf.
29.01.2026 | 0:51 minNicki Minaj featuring Erika Kirk
Im Dezember sorgte die Sängerin mit einem Überraschungsauftritt beim "AmericaFest 2025" von Turning Point USA (TPUSA) für Aufsehen. Die konservative, rechtspopulistische Non-Profit-Organisation wurde 2012 unter anderem von Charlie Kirk gegründet. Da schon sprach Minaj von Trump als "unseren gutaussehenden" Präsidenten und betonte, dass sie großen Respekt und Bewunderung für ihn habe.
Nicki Minaj ist nicht die einzige Rapperin, die sich für Donald Trump ausgesprochen hat. Rap-Kollegen Kodak Black und Lil Wayne haben in der Vergangenheit ebenfalls den Republikaner unterstützt und zu Trumps erster Amtszeit eine Begnadigung für ihre Straftaten erhalten.
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