Grimme-Preis für ZDF-Korrespondentin Golineh Atai

Verleihung am 24. April in Marl:ZDF-Korrespondentin Golineh Atai erhält Grimme-Preis

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Die Preisträger des 62. Grimme-Preises stehen fest. ZDF-Korrespondentin Golineh Atai wird für ihre "Besondere Journalistische Leistung" mit dem Fernsehpreis ausgezeichnet.

Golineh Atai im Schaltgespräch it der heute

Die Grimme-Preisträger 2026 stehen fest und ausgezeichnet wird auch die ZDF-Journalistin Golineh Atai. Sie erhält den Preis in der Kategorie "Besondere Journalistische Leistung".

12.03.2026 | 0:29 min

Die Gewinnerinnen und Gewinner des 62. Grimme-Preises stehen fest - das ZDF erhält elf Auszeichnungen. Das gab die Grimme-Preis-Jury am Donnerstag bekannt. Neben den 16 Grimme-Preisen gibt es drei weitere Auszeichnungen. Der 1964 erstmals vergebene undotierte Preis gilt als wichtigster deutscher Fernsehpreis.

ZDF-Korrespondentin Atai: "Besondere Journalistische Leistung"

Der Preis für die "Besondere Journalistische Leistung" geht in diesem Jahr an die Leiterin des ZDF-Auslandsstudios in Kairo, Golineh Atai, für ihre "ruhig erzählten und analytisch herausragenden Berichte aus der arabischen Welt". Seit über vier Jahren berichtet die Journalistin aus verschiedenen Ländern von Nordafrika bis zur arabischen Halbinsel. Dabei stärkt sie die Auslandsberichterstattung des ZDF, etwa mit Beiträgen im heute journal oder in Dokumentationen des auslandsjournals.

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Zahlreiche Auszeichnungen für das ZDF

Auch weitere Grimme-Preise gehen an das ZDF: In der Kategorie "Fiktion" entschied sich die Jury unter anderem für den ZDF-Spielfilm "Tschappel" sowie für die Serie "Die Affäre Cum-Ex" (beide ZDF). Den Spezial-Preis in der Fiktion erhält der Film "Unterwegs im Namen der Kaiserin" (ZDF) für die "zeitgemäße Dekonstruktion des Sisi-Hypes".

Grimme-Preise in der Kategorie "Unterhaltung" gehen an die ZDF-Wissenschaftssendung "Maithink X - Die Show (2025)" mit Mai Thi Nguyen-Kim. Für "smypathisch - die show" (ZDF/funk) erhält zudem Webvideo-Produzentin Marie Lina Smyrek nach 2023 bereits den zweiten Grimme-Preis für "eine besonders gelungene und wegweisende Verbindung aus Fernsehhandwerk und Internetkultur".

Show
:MAITHINK X - Die Show

Dr. Mai Thi Nguyen-Kim arbeitet spannende Themen faktenbasiert, aber unterhaltsam auf. Ein Muss für Fans des kritischen Denkens.
MAITHINK X - Die Show

In der Kategorie "Kinder & Jugend" wählte die Jury unter anderem den Spielfilm "Ellbogen" (ZDF) aus. Die Studierendenjury entschied sich für die Medical-Drama-Serie "Krank Berlin" (ZDFneo/Apple TV+), der Publikumspreis der Marler Gruppe geht an die Animations-Serie "Lenas Hof" (ZDF).

Weitere Auszeichnungen gehen an die ZDF-Dokumentationen "Das leere Grab" und "Sudan: Ein Krankenhaus im Schatten des Krieges" (ZDF/DW/Arte). 2025 hatte das ZDF fünf Grimme-Preise erhalten.

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ARD und RTL2 erhalten ebenfalls Preise

Die ARD erhält vier Grimme-Preise. Mit dabei sind der Spielfilm "Die Nichte des Polizisten" und die Serie "Tatort - Dunkelheit" in der Kategorie "Fiktion". Der Spielfilm "Grüße vom Mars" (ARD) wird in der Kategorie "Kinder & Jugend" ausgezeichnet. Einen Spezial-Preis in dieser Kategorie gibt es für die Protagonisten und die Idee der Dokumentation „Der talentierte Mr. F“. Auch die Dokumentation "Petra Kelly - Act Now!" (ARD/Arte) wird mit einem Grimme-Preis gekrönt.

Mit dem Zweiteiler "Hass Hetze Hoffnung" über den Mord an einer chinesischen Studentin in Ostdeutschland ist erstmals der Privatsender RTL2 dabei.

Frank Elstner wird geehrt

Der Deutsche Volkshochschul-Verband würdigt mit seiner Besonderen Ehrung in diesem Jahr den ehemaligen Moderator Frank Elstner als "kreativen Pionier, als respektvollen und einfühlsamen Gesprächspartner und als jemanden, der gezeigt hat, dass Unterhaltung, Bildung und gesellschaftliche Verantwortung im Fernsehen keine Widersprüche sind".

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Wichtige Themen vielfältig dargestellt

Die ausgewählten Produktionen zeigten, "wie vielfältig im deutschen Fernsehen aktuelle Themen der Zeitgeschichte wie Rassismus, Rechtsradikalismus und die prekäre Lage des Gesundheitssystems, aber auch neuere deutsche Geschichte erzählt werden", erklärte die Direktorin des Grimme-Instituts, Çigdem Uzunoglu.

Bei genauerer Betrachtung fielen aber auch thematische Lücken auf: "Die Kriege in Europa und im Nahen Osten kommen nicht vor, ebenso die Klimakrise. Fehlt es hier an Mut?"

Die Preisverleihung findet am Freitag, 24. April 2026, in Marl statt. 3sat zeigt eine Zusammenfassung der Verleihung am Freitag, 24. April 2026, um 22.25 Uhr in seinem Programm und in der 3satMediathek.

Quelle: epd, KNA, ZDF
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress in dem Beitrag "Korrespondentin Atai wird ausgezeichnet" am 12.03.2026 um 13:25 Uhr.

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