Sturzflut in Nepal: Erneut zwei Überlebende gerettet

Nepal:Zehn Tage nach Sturzflut: Erneut zwei Überlebende gerettet

|

Zehn Tage nach der Sturzflut im Himalaya werden weiterhin Tausende Menschen vermisst. Aber es gibt auch noch Hoffnung: Erneut wurden zwei Überlebende gerettet.

Ein von der nepalesischen Armee bereitgestelltes Foto zeigt die Rettung eines chinesischen Überlebenden (2. von rechts) aus einem Tunnel des Wasserkraftprojekts „Upper Trishuli 1“ im Distrikt Rasuwa, Nepal, am 5. September 2026.

In Nepal ist ein Mann nach zehn Tagen aus einem verschütteten Tunnel gerettet worden. Es wird vermutet, dass noch weitere Arbeiter von der Sturzflut eingeschlossen wurden.

05.09.2026 | 0:22 min

Zehn Tage nach der verheerenden Sturzflut im Himalaya haben Rettungskräfte in Nepal erneut zwei Überlebende gerettet. Das Militär bestätigte die Rettung eines chinesischen Staatsbürgers aus einem Tunnel im Distrikt Rasuwa. Der Mann werde medizinisch untersucht, berichtete die Zeitung "The Kathmandu Post".

Rettungskräfte seien etwa 225 Meter tief in den Stollen eines Wasserkraftwerks vorgedrungen, um den Mann zu bergen. Die Suche nach Vermissten in den Tunnelsystemen werde fortgesetzt. Rettungskräfte gehen davon aus, dass am Oberlauf des Flusses Trishuli mindestens 900 Menschen in Tunneln, die im Zusammenhang mit sechs Wasserkraftprojekten stehen, eingeschlossen wurden.

Spendenaufruf ZDF Notfallhilfe Nepal

Quelle: ZDF

In der an Tibet grenzenden Provinz Bagmati sei zudem eine Frau in ihren 60ern in einem verschütteten Haus entdeckt worden, sagte ein Polizeisprecher. Die Frau sei zur Behandlung nach Kathmandu geflogen worden.

Vier Überlebende in den letzten zwei Tagen gerettet

Erst am Freitag hatten Rettungskräfte in Nepal zwei Menschen lebend aus dem Tunnel eines Wasserkraftwerks geholt. Ihre Rettung verstärkte im Land die Hoffnung, weitere Menschen in den Wasserkraftanlagen finden zu können.

Die beiden geretteten Männer befinden sich laut Angaben des Militärs in einem stabilen Zustand.

Neun Tage nach der verheerenden Sturzflut in Nepal konnten zwei Arbeiter aus dem eingestürzten Tunnel eines Wasserkraftwerks gerettet werden.

04.09.2026 | 1:01 min

Bisher wurden mehr als 1.300 Todesopfer infolge der Katastrophe bestätigt. In Nepal stieg die Zahl nach Polizeiangaben auf 1.344. Die Zahl der Vermissten wird mit knapp 4.900 beziffert. Die Zahl der Todesopfer in Tibet wurde zuletzt mit 31 angegeben. Dort wurden noch 531 Menschen vermisst.

Die Katastrophe hatte sich im Grenzgebiet zwischen Nepal und der chinesischen Region Tibet ereignet, als nach einem Gletscherabbruch eine Lawine aus Eis, Gestein und Schlamm ins Tal raste und ganze Ortschaften zerstörte.

Quelle: dpa, Reuters
Über dieses Thema berichten mehrere Sendungen - unter anderem heute Xpress am 05.09.2026 um 11:18 Uhr.

Mehr zum Thema

  1. Auf diesem von der nepalesischen Armee zur Verfügung gestellten Foto retten Soldaten am Freitag, dem 4. September 2026, einen Arbeiter lebend aus einem Tunnel; der Einsatz findet im Rahmen einer laufenden Rettungsaktion beim Wasserkraftprojekt Trishuli-3A im nepalesischen Distrikt Rasuwa statt.

  2. Angehörige der Armee gehen an einem landenden Hubschrauber vorbei, der bei Sturzfluten gerettete Bewohner an Bord hat; Aufnahme aus einem Armeelager in der Ortschaft Battar Bazar im nepalesischen Distrikt Nuwakot vom 27. August 2026.
    Interview

    Deutsche Hilfsorganisation berichtet:Sturzflut in Nepal "kam ohne jede Vorwarnung"

    mit Video5:09

  3. Feuerwehr- und Rettungskräfte führen am 29. August 2026 nach einem Erdrutsch Such- und Rettungsarbeiten nahe dem zerstörten Grenzübergang Gyirong in Tibet durch.

    Naturkatastrophe in Nepal und Tibet:China zensiert Informationen über Sturzflut in Tibet

    Elisabeth Schmidt, Peking
    mit Video2:14

  4. Alpen, Berchtesgarden: Der Blaueisgletscher liegt im oberen Blaueiskar.

    Nach Katastrophe im Himalaya:Wie wahrscheinlich ist eine Sturzflut in den Alpen?

    mit Video0:22