Explosion in Monaco: Unternehmer aus Ukraine unter Verletzten

Ukrainischer Oligarch verletzt:Heftige Explosion in Wohngebäude in Monaco

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Das Fürstentum Monaco wird am späten Abend von einer starken Explosion erschüttert. Drei Menschen werden schwer verletzt - darunter ein Unternehmer aus der Ukraine.

Polizisten aus Monaco patrouillieren in der Nähe des Ortes einer Explosion in einem Wohnhaus in Monaco, nahe der französischen Grenze.

Bei einer Explosion am Eingang eines Wohnhauses in Monaco wurden zwei Erwachsene und ein Kind verletzt. Unter den Verletzten ist ein ukrainischer Unternehmer. Die Motive sind noch unklar.

30.06.2026 | 0:17 min

Bei einer heftigen Explosion am Eingang eines Wohngebäudes in Monaco soll Medienberichten zufolge einer der reichsten Unternehmer aus der Ukraine verletzt worden sein. Insgesamt wurden nach Behördenangaben drei Menschen verletzt, zwei von ihnen laut Medien lebensbedrohlich.

Den Berichten nach handelt es sich bei dem aus der Ukraine stammenden Mann um einen Immobilienunternehmer, verletzt wurden auch eine Frau und ein Jugendlicher. Von offizieller Seite wurden die Identitäten nicht bestätigt. Weitere Personen erlitten Berichten zufolge Schnittverletzungen und Schocks.

Multimillionär unterliegt Sanktionen aus Kiew

Aus Ermittlerkreisen will die Nachrichtenagentur AFP erfahren haben, dass es sich bei dem ukrainischen Oligarchen um den in Monaco lebenden Multimillionär Wadym Jermolajew handeln soll. Er unterliegt seit Dezember 2023 Sanktionen aus Kiew. Medienberichten zufolge wurde Jermolajew von der ukrainischen Regierung sanktioniert, weil er ungeachtet der russischen Besatzung seinen Alkoholhandel auf der Halbinsel Krim fortführte.

Drei Verletzte wurden in Krankenhäuser gebracht, wie der monegassische Staatsminister Christophe Mirmand dem französischen Sender BFMTV sagte. Die Explosion ereignete sich seinen Angaben nach am Abend gegen 21.00 Uhr. Ob es sich dabei um einen Anschlag handelte, wollte er zunächst nicht bestätigen.

Ein Ereignis dieser Art hat sich im Fürstentum noch nie ereignet.

Christophe Mirmand, Monacos Regierungschef

Verdächtiger auf der Flucht

Medienberichten zufolge flog ein Sprengstoffpaket in die Luft. Kurz vor dem Vorfall soll eine Person an dem Ort von Überwachungskameras dabei gefilmt worden sein, wie sie einen Rucksack abstellte und anschließend floh, wie BFMTV unter Berufung auf die monegassische Sicherheitsbehörde sowie die Regionalzeitung "Monaco-Matin" berichteten.

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Die verdächtige Person sei auf der Flucht, hieß es zunächst. Medien zeigten ein von den Kameras aufgenommenes Bild eines rennenden Mannes mit einem dunklen Hut.

Das betroffene Gebäude befindet sich Mirmand zufolge an einem Platz nahe der Grenze zu Frankreich. Der Verdächtige soll demnach zu Fuß in Richtung der französischen Stadt Beausoleil gelaufen sein.

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Suche nach Täter läuft

Zahlreiche Rettungskräfte seien am Abend vor Ort gewesen, berichtete "Monaco-Matin". Mirmand sprach von etwa 50 Feuerwehrleuten und mehr als 80 Beamten vor Ort.

Auch französische Rettungskräfte trafen nach Angaben aus Kreisen von Frankreichs Innenministerium als Verstärkung ein. Es sei zudem eine polizeiliche Zusammenarbeit eingerichtet worden, um den flüchtigen Täter aufzuspüren.

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Fürst Albert II.: "Schock" für Monaco

Fürst Albert II. von Monaco schrieb in einer Mitteilung in der Nacht, dass die "kriminelle Explosion" "einen Schock für die gesamte monegassische Gemeinschaft" darstelle. Alle zuständigen staatlichen Dienste seien derzeit mobilisiert, in enger Zusammenarbeit mit den französischen Behörden.

Wir vertrauen darauf, dass sie die Umstände dieser Tragödie so schnell wie möglich aufklären, die Verantwortlichen identifizieren und auf allen Ebenen die notwendigen Antworten liefern werden.

Fürst Albert II. von Monaco

Der Bürgermeister der südfranzösischen Stadt Nizza, die rund 20 Kilometer von dem Fürstentum entfernt liegt, bezeichnete den Vorfall in einem Beitrag auf der Plattform X als einen "Anschlag". Es sei eine "Tragödie, die Monaco erschüttert", schrieb Éric Ciotti. Er bekundete volle Unterstützung für die Sicherheits- und Rettungskräfte, die im Einsatz seien. Die drei Verletzten werden in Krankenhäusern in Nizza versorgt. 

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Quelle: dpa, AFP
Über dieses Thema berichtete die Sendung heuteXpress am 30.6.2026 um 8:45 Uhr in dem Beitrag "Drei Schwerverletzte nach Explosion in Monaco".
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