Gefährliche Lage in den Alpen:Acht Tote bei Lawinen in Österreich
Bei mehreren Lawinenabgängen in Österreich sind am Wochenende mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Behörden warnen vor weiterhin hoher Lawinengefahr in den Alpen.
In Österreich sind bei Lawinenabgängen acht Menschen ums Leben gekommen. Laut den Behörden gab es im Bundesland Salzburg und in der Steiermark insgesamt drei schwere Lawinen.
18.01.2026 | 0:20 minDieses Wochenende zählt zu den tödlichsten der laufenden Lawinensaison in den Alpen: Bei drei Lawinenabgängen kamen allein am Samstag in Österreich laut Behörden acht Menschen ums Leben. Die Skitourengeher wurden außerhalb von Pisten von den Schneemassen verschüttet.
Unter den Opfern sind drei Tschechen, wie die Polizei berichtete. Die Herkunft und die Identität der anderen Toten waren zunächst noch unklar. Behörden und Retter warnen vor einer weiterhin großen Gefahr durch Abgänge.
In jedem Winter werden bei Lawinenabgängen Dutzende Menschen in den Tod gerissen. Aber wie entstehen Lawinen überhaupt?
02.11.2025 | 0:56 minTote im Großartal Teilnehmer von Alpenverein-Kurs
Am Samstagnachmittag war den Angaben zufolge eine Lawine am 2.150 Meter hohen Finsterkopf im Großarltal im Bundesland Salzburg niedergegangen. Sieben Skitourengeher seien dabei verschüttet worden. Vier Mitglieder der Gruppe konnten laut Bergrettung nur noch tot geborgen werden. Dabei handelte es sich laut Polizei um Männer im Alter von 53, 63 und 65 Jahren. Auch eine 60-jährige Frau starb unter den Schneemassen. Die anderen wurden teils schwer verletzt.
Quelle: ZDF
Wie der Österreichische Alpenverein am Sonntag mitteilte, hatte die Gruppe an einem Kurs des Vereins im Rahmen des regulären Winterausbildungsprogramms teilgenommen. "In unseren Kursen stehen Risikokompetenz und Sicherheitsbewusstsein an oberster Stelle. Dieses Unglück schmerzt zutiefst", sagte Jörg Randl, Leiter der Abteilung Bergsport des Österreichischen Alpenvereins.
Die Organisation stehe in engem Kontakt mit den Behörden sowie den Angehörigen der betroffenen Personen. "Die alpine Gemeinschaft trauert mit den Angehörigen", sagte Wolfgang Schnabl, Präsident des Österreichischen Alpenvereins.
Im November 2025 sind im Ortlergebirge in Südtirol fünf deutsche Bergsteiger tödlich in einer Lawine verunglückt. Zwei weitere Männer überlebten das Unglück und wurden ins Krankenhaus gebracht.
02.11.2025 | 1:21 minUnglücke auch bei Bad Hofgastein und im Pusterwald
Kurz zuvor war eine 58-Jährige, die zusammen mit ihrem Ehemann unterwegs war, im Raum Bad Hofgastein vor den Augen ihres Mannes von einer Lawine erfasst worden. Sie starb vor den Augen ihres Mannes unter den Schneemassen.
In der Gemeinde Pusterwald in der Steiermark kam es laut Polizei am späten Nachmittag zu einem weiteren Lawinenunglück. Sieben tschechische Skitourengeher waren in dem Gelände im Murtal unterwegs, als sich eine Lawine löste. Drei von ihnen seien von der Lawine verschüttet worden, so die Polizei. Für sie kam jede Hilfe zu spät. Die vier Begleiter, die nicht erfasst worden waren, seien von den Einsatzkräften aus dem alpinen Gelände gebracht und notfallmedizinisch erstversorgt worden.
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11.04.2023 | 43:37 minOffizielle Stellen warnen vor Lawinengefahr
Eine Sprecherin der Bergrettung betonte:
Die Lawinenlage ist heikel.
Sprecherin der Bergrettung
Alt- und Neuschnee seien schlecht miteinander verbunden, sodass sich immer wieder Lawinen lösten. "Diese Tragödie zeigt schmerzhaft, wie ernst die aktuelle Lawinenlage ist", sagte der Bezirksleiter der Bergrettung Pongau, Gerhard Kremser.
Bei den drei Unglücken war ein Großaufgebot an Rettern im Einsatz. Insgesamt mehr als 200 Helfer und Bergretter haben den Angaben nach geholfen, die Toten zu bergen und die Verletzten in Krankenhäuser zu fliegen.
Auch bei niedriger Warnstufe besteht immer ein Lawinen-Risiko, erklärt Bergführer Stefan Winter bei ZDFheute live. Bergsteiger müssten deshalb ihre Umgebung beobachten, um Gefahren zu erkennen.
02.11.2025 | 8:39 minViele und schwer zu erkennende Gefahren
Nach mehreren Wochen ohne Schneefällen waren in den österreichischen Alpen jüngst regional rund 20 bis 50 Zentimeter Schnee gefallen. Wie der Lawinenwarndienst schreibt, kann das Gewicht eines einzelnen Skifahrers ausreichen, ein Schneebrett auszulösen.
"Lawinengefährdete Gebiete befinden sich in allen Ausrichtungen oberhalb von etwa 2.000 Metern. Diese Gebiete sind zahlreich", heißt es auf der Webseite des Warndienstes. "Sie sind mit Neuschnee bedeckt und daher selbst für das geübte Auge kaum erkennbar."
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