Kuba erneut komplett ohne Strom - zum dritten Mal in 2026

Schwere Energiekrise:Kuba erneut komplett ohne Strom - zum dritten Mal in 2026

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Auf Kuba ist das Stromnetz im ganzen Land aus unbekannter Ursache zusammengebrochen. Es ist der achte landesweite Stromausfall seit Oktober 2025 und der dritte in diesem Jahr.

Ein Mann schaut während eines landesweiten Stromausfalls am 6. Juli 2026 in Havanna auf sein Handy

Seit Monaten fällt in Kuba immer wieder der Strom aus.

Quelle: AFP

Auf der Karibikinsel Kuba ist am Montag das Stromnetz erneut landesweit zusammengebrochen. Die Ursachen des vollständigen Ausfalls werden untersucht, wie die staatliche Stromgesellschaft UNE auf X mitteilte.

Die Behörden begannen langsam mit der Wiederherstellung der Versorgung. Zunächst würden wichtige Einrichtungen wie Krankenhäuser und Zentren für die Lebensmittelproduktion wieder mit Strom versorgt, teilte der Netzbetreiber UNE mit. Bis zum späten Nachmittag konnte jedoch nur ein Prozent des Bedarfs der Hauptstadt Havanna gedeckt werden.

Menschen gehen während eines Stromausfalls in Havanna, Kuba, eine Straße entlang – 25. Mai 2026.

Kuba hat die internationale Gemeinschaft dringend um Hilfe gebeten. Durch die Treibstoffblockade der USA drohe eine humanitäre Katastrophe, so der Außenminister vor dem UN-Sicherheitsrat.

27.05.2026 | 0:18 min

Kuba sieht US-Ölembargo als Ursache

"Die lebenswichtigen Dienste bleiben trotz dieser komplexen Lage geschützt, die durch die Energieblockade, der wir ausgesetzt sind, zusätzlich verschärft wird", erklärte Energieminister Vicente de la O Levy.

Unterdessen warf Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel den USA vor, sie wollten "soziale Unruhen schüren, indem sie Kubas Treibstoffversorgung abwürgen". "Die Arbeit der Elektriker inmitten einer völkermörderischen Energieblockade ist heldenhaft", schrieb er auf X.

13.05.2026, Kuba, Havanna: Menschen fahren mit einem amerikanischen Oldtimer durch eine Barrikade, die von Anwohnern errichtet wurde, die gegen anhaltende Stromausfälle in Havanna protestieren.

Hunderte Menschen haben im Mai im kubanischen Havanna gegen immer wiederkehrende Stromausfälle protestiert. Seit der US-Blockade von Treibstofflieferungen hat sich die Energiekrise verschärft.

14.05.2026 | 0:26 min

Veraltetes Stromnetz am Limit

Der Zusammenbruch ist der jüngste Rückschlag für die Insel, die bereits unter einer schweren Energie-, Treibstoff- und Medikamentenknappheit leidet. Seit Monaten kommt es zu stunden- und tagelangen Stromausfällen.

Die Regierung in Havanna macht die Sanktionen der USA für die Krise verantwortlich. Zuletzt hatte US-Präsident Donald Trump ein Ölembargo gegen Kuba verhängt. Washington versucht mit verschiedenen Druckmaßnahmen, eine wirtschaftliche und politische Öffnung des Karibikstaats nach seinen Vorstellungen zu erzwingen.

Außenansicht des Hotels Melia Cohiba in Havana, Kuba.

Die USA haben neue Sanktionen unter anderem gegen Kubas Präsidenten Díaz-Canel verhängt. Die Wirtschaft vor Ort ist schwer angeschlagen. Verschiedene Hotelketten ziehen sich aus dem Land zurück.

05.06.2026 | 0:26 min

Allerdings steht das kubanische Stromnetz wegen jahrzehntelanger mangelnder Investitionen unter Druck. Große Teile der veralteten Infrastruktur sind in einem schlechten Zustand. Deshalb fallen immer wieder Kraftwerke aus und müssen notdürftig repariert werden.

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Quelle: dpa, Reuters, AP, AFP
Über dieses Thema berichtete das gemeinsame Morgenmagazin von ZDF und ARD am 07.07.2026 ab 5:30 Uhr.

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