Prozess gegen Sohn von Mette-Marit:Verteidiger fordert Freispruch für Marius Borg Høiby
Die Verteidigung von Marius Borg Høiby fordert seinen Freispruch. Die Staatsanwaltschaft hatte für den Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit eine Haftstrafe beantragt.
Sieben Jahre und sieben Monate – so lange soll Marius Borg Høiby laut Forderung des Staatsanwalts in Haft.
18.03.2026 | 3:04 minIm Prozess gegen Marius Borg Høiby, den Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, hat dessen Verteidiger in Oslo laut übereinstimmenden Medienberichten für einen Freispruch von den Vergewaltigungs-Vorwürfen plädiert. Der Zeitung "Verdens Gang" zufolge sagte Verteidiger Petar Sekulic am Donnerstag:
Es gibt keine Beweise, die dafür sprechen, dass Marius für die Vergewaltigungen verurteilt werden kann.
Petar Sekulic, Verteidiger von Marius Borg Høiby
Dies gelte "in keinem der vier Fälle", so der Verteidiger weiter.
Marius Borg Høiby durfte während des Prozesses in Oslo nicht fotografiert werden. (Archivbild)
Quelle: dpaHøiby soll schlafende Frauen vergewaltigt haben
Die Verteidigung sieht es demnach nicht als erwiesen an, dass Marius Borg Høiby vier Frauen nach norwegischem Recht vergewaltigt hat, während diese laut Anklage schliefen und sich nicht zur Wehr setzen konnten. Videos, die der Angeklagte selbst während der mutmaßlichen Taten gemacht haben soll, seien keine eindeutigen Beweise - und ohne solche stehe Høibys Wort gegen das der Frauen, so Verteidiger Petar Sekulic.
Im Prozess gegen Marius Borg Høiby hat die Hauptbelastungszeugin ausgesagt. Die sogenannte Frogner-Frau hatte den Prozess angestossen.
06.03.2026 | 0:56 minStaatsanwaltschaft fordert mehr als sieben Jahre Haft
Die Staatsanwaltschaft hatte am Mittwoch dafür plädiert, Høiby in 39 von 40 Anklagepunkten zu verurteilen und eine Gesamtstrafe von sieben Jahren und sieben Monaten Haft für Mette-Marits Sohn gefordert. Lediglich für einen Verstoß gegen ein Kontaktverbot solle Høiby freigesprochen werden.
Die Zeit, die er schon in Untersuchungshaft verbracht hat - es sind rund zwei Monate -, soll von der Haftstrafe abgezogen werden. In diesem Punkt sind sich Staatsanwälte und Verteidiger einig. Außerdem verlangt die Anklage ein zweijähriges Kontaktverbot zu einer von Høibys Ex-Freundinnen.
Das norwegische Königshaus steckt in der Krise. Grund: Der Prozess gegen Marius Borg Høiby und die Epstein-Kontakte von Mette-Marit.
03.02.2026 | 1:33 minHøiby bestreitet Vergewaltigungs-Vorwürfe
Der 29-Jährige ist unter anderem wegen vier Fällen von Vergewaltigung nach norwegischem Recht, häuslicher Gewalt gegen zwei Ex-Freundinnen, zahlreicher Verstöße gegen Kontaktverbote, Beleidigung von Polizisten, eines Drogentransports sowie mehrerer Verkehrsdelikte angeklagt.
Einige der Taten hat Høiby eingeräumt. Die Vergewaltigungs-Vorwürfe hatte er aber bestritten. Das Urteil wird erst später erwartet. Høiby bleibt vorerst in Untersuchungshaft.
Urteil erst in einigen Monaten
Alle mutmaßlichen Opfer haben im Prozess ausgesagt. Ihre Anwälte forderten am Mittwoch Entschädigungen in Höhe von insgesamt 1,95 Millionen norwegischen Kronen (rund 177.000 Euro). Das Urteil gegen Marius Borg Høiby wird allerdings erst in einigen Monaten erwartet.
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