Vorwürfe gegen Sohn von Mette-Marit:Høiby-Prozess endet mit Schlussworten der Verteidigung
In Oslo geht der Prozess gegen Marius Borg Høiby, Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, zu Ende. Mit Spannung wird das Plädoyer der Verteidigung erwartet.
Sieben Jahre und sieben Monate – so lange soll Marius Borg Høiby laut Forderung des Staatsanwalts in Haft.
18.03.2026 | 3:04 minVergewaltigung, Missbrauch, Drogen: Fast sieben Wochen lang ist in Oslo über Dutzende Vorwürfe gegen den ältesten Sohn der norwegischen Kronprinzessin verhandelt worden. Mit dem Plädoyer der Verteidiger von Marius Borg Høiby geht der Prozess am Donnerstag voraussichtlich zu Ende.
Die Schlussworte der Verteidigung werden mit Spannung erwartet. Denn die Staatsanwaltschaft hatte am Mittwoch eine lange Haftstrafe für den 29-jährigen Angeklagten gefordert: Demnach soll Høiby für sieben Jahre und sieben Monate hinter Gitter. Die Zeit, die er bereits in Untersuchungshaft verbracht hat - laut Staatsanwaltschaft bislang 63 Tage - soll von der Strafe abgezogen werden.
Marius Borg Høiby durfte während des Prozesses in Oslo nicht fotografiert werden. (Archivbild)
Quelle: dpaHøiby: 40 Anklagepunkte verhandelt
Außerdem verlangte die Anklage ein zweijähriges Kontaktverbot gegenüber einer Ex-Freundin, die norwegische Medien nach dem Osloer Stadtteil Frogner "Frogner-Frau" nennen. Ein Vorfall in ihrer Wohnung hatte die Ermittlungen gegen Mette-Marits Sohn im August 2024 ins Rollen gebracht. Auf sie beziehen sich 20 der 40 Anklagepunkte. Die Frau sowie eine weitere Ex-Freundin werfen Høiby unter anderem häusliche Gewalt vor.
Im Prozess gegen Marius Borg Høiby hat die Hauptbelastungszeugin ausgesagt. Die sogenantne Frogner-Frau hatte den Prozess angestossen.
06.03.2026 | 0:56 minHøiby soll Opfer bei Taten gefilmt haben
Außerdem ist er in vier Fällen wegen Vergewaltigung nach norwegischem Recht angeklagt, in einem Fall mit Penetration mit dem Penis. Die Staatsanwaltschaft ist überzeugt, dass Høiby die Frauen vergewaltigt hat, während sie schliefen. Er soll sie zudem ohne ihr Wissen bei den mutmaßlichen Taten gefilmt haben.
Außerdem werden dem Norweger mehrere Drogen- und Verkehrsdelikte zu Last gelegt.
Das norwegische Königshaus steck in der Krise. Grund: Der Prozess gegen Marius Borg Høiby und die Epstein-Kontakte von Mette-Marit.
03.02.2026 | 1:33 minUrteil erst in einigen Monaten
Staatsanwalt Sturla Henriksbø fordert eine Verurteilung in 39 Anklagepunkten. Lediglich für einen Verstoß gegen ein Kontaktverbot soll Høiby Henriksbø zufolge freigesprochen werden. In diesem Fall soll er die "Frogner-Frau" trotz des Verbots versehentlich angerufen haben.
Alle mutmaßlichen Opfer haben im Prozess ausgesagt. Ihre Anwälte forderten am Mittwoch Entschädigungen in Höhe von insgesamt 1,95 Millionen norwegischen Kronen (rund 177.000 Euro). Das Urteil gegen Marius Borg Høiby wird allerdings erst in einigen Monaten erwartet.
Mehr zu Marius Borg Høiby
Marius Høiby sagt aus:Mette-Marits Sohn: Viel Sex, viele Drogen und viel Alkohol
Sigrid Harms, Oslomit Video2:18Norwegens Königshaus im Fokus:Epstein-Akten, Høiby-Prozess: Druck auf Mette-Marit wächst
Sigrid Harms, Oslomit Video1:32Sohn von Mette-Marit in Oslo vor Gericht:Marius Borg Høiby bestreitet Vergewaltigungsvorwürfe
mit Video2:18Halbzeit im Vergewaltigungsprozess:Marius Borg Høiby: Kindlich, süß, unberechenbar?
Sigrid Harms, Oslomit Video3:07