IT-Sicherheit: Fast jede zweite E-Mail 2025 war Spam

Bericht zu IT-Sicherheit:Fast jede zweite E-Mail weltweit war 2025 Spam

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Fast jede zweite E-Mail weltweit war 2025 eine Spam-Nachricht. Das geht aus dem nun veröffentlichten Spam- und Phishing-Report 2025 des Softwareunternehmens Kaspersky hervor.

Ein Spam-Mailpostfach ist zu sehen.

Fast jede zweite-Email weltweit im Jahr 2025 war Spam - enthielt also unerwünschte Werbung oder Bedrohungen wie Phishing. Das zeigt ein Bericht des IT-Sicherheitsspezialisten Kaspersky.

11.02.2026 | 0:27 min

Im vergangenen Jahr enthielten laut dem Spam- und Phishing-Report 2025 des IT-Sicherheitsunternehmens Kaspersky 45 Prozent aller E-Mails unerwünschte Werbung, Drohungen, Betrug, Phishing oder Malware. Das ist fast jede zweite E-Mail. Dabei erhielten Privat- und Unternehmensanwender insgesamt mehr als 144 Millionen schädliche und potenziell unerwünschte E-Mail-Anhänge. Das entspreche einer Zunahme von 15 Prozent gegenüber 2024.

E-Mail-Phishing sollte nicht unterschätzt werden, betont Roman Dedenok, Anti-Spam-Experte bei Kaspersky:

Jeder zehnte Angriff auf Unternehmen beginnt mit Phishing; ein großer Teil davon entfällt auf fortgeschrittene, andauernde Bedrohungen.

Roman Dedenok, Anti-Spam-Experte bei Kaspersky

Eine Frau loggt sich auf einem Tablet ein. Die Felder "Nutzername" und "Passwort" sind ausgefüllt.

Passwörter sind lästig. Viele nutzen nur ein oder zwei verschiedene für Mail, Banking und Online-Shopping. Welches Risiko damit verbunden ist und wie man sich davor schützen kann.

01.02.2026 | 2:48 min

Spam: Betrüger greifen zu immer neuen Mitteln

2025 sei eine zunehmende Raffinesse bei zielgerichteten E-Mail-Angriffen zu beobachten gewesen, heißt es. Selbst kleinste Details würden in diesen Kampagnen sorgfältig ausgearbeitet - von der Gestaltung der Absenderadressen bis hin zur gezielten Anpassung der Inhalte an reale Unternehmensereignisse und interne Prozesse.

Cybersicherheit: Neue Bedrohung durch generative KI

Die Region mit dem höchsten Anteil an E-Mail-Antivirus-Erkennungen (30 Prozent) war laut Kaspersky die Asien-Pazifik-Region, gefolgt von Europa (21 Prozent). Dahinter lagen Lateinamerika (16 Prozent) und der Nahe Osten (15 Prozent) sowie Russland und die in der GUS zusammengeschlossenen ehemaligen Mitgliedsstaaten der Sowjetunion (12 Prozent) sowie Afrika (6 Prozent).

Auch rückt das Thema Künstliche Intelligenz (KI) ins Zentrum. Anti-Spam-Experte Dedenok erklärte, dass die breite Verfügbarkeit generativer KI die Bedrohung deutlich verstärkt habe.

Da Angreifer mit minimalem Aufwand überzeugende, personalisierte Phishing-Nachrichten in großem Umfang erstellen können, indem Tonalität, Sprache und Kontext automatisch auf einzelne Zielpersonen zugeschnitten werden.

Roman Dedenok, Anti-Spam-Experte bei Kaspersky

Instagram, Login, Passwort

Die Deutschen nutzen laut einer Analyse des Hasso-Plattner-Instituts weiterhin einfachste Passwörter. Insbesondere simple Zahlenfolgen sind beliebt - und besonders unsicher.

26.01.2026 | 0:30 min

WhatsApp und Telegram sind häufige Ziele von Angriffen

Im Trend bleibe zudem, dass Angreifer E-Mail-Nutzer dazu verleiteten, die Kommunikation auf Messenger-Dienste zu verlagern oder betrügerische Telefonnummern anzurufen. So versuchten sie beispielsweise, Empfänger auf gefälschte Webseiten umzuleiten, auf denen diese zur Angabe ihrer Kontaktdaten aufgefordert würden. Es folge ein telefonischer Kontakt.

2025 zählten Accounts auf WhatsApp und Telegram zu den häufigsten Zielen von Phishing- und Betrugsangriffen. Betrüger versuchten unter anderem, WhatsApp-Konten zu übernehmen, indem sie Nutzer zur Abstimmung bei angeblichen Kinderwettbewerben aufforderten. Diese gefälschten Abstimmungsseiten würden auch in deutscher Sprache beobachtet.

Ein Mann sitzt am Rechner und tippt auf einer Tastatur.

Auf einen flächendeckenden Hackerangriff wäre Deutschland nicht vorbereitet. Bei Krankenhäusern, Schulen und Kommunen gebe es Schwachstellen, warnt BSI-Chefin Claudia Plattner.

11.11.2025 | 1:49 min

So schützen sie sich vor Spam- und Phishing-Angriffen

Doch wie schützt man sich beim Verdacht auf betrügerische Aktivitäten im Mail-Postfach? Vier Tipps:

  • Bei unerwarteten Einladungen zu Online-Plattformen grundsätzlich wachsam sein - selbst dann, wenn sie scheinbar von vertrauenswürdigen Absendern kommen.
  • Vor dem Öffnen eines Links, die Absenderadressen gründlich prüfen.
  • Telefonnummern aus verdächtigen E-Mails niemals anrufen.
  • Support-Kontakte im Zweifel ausschließlich über die offizielle Webseite des jeweiligen Anbieters kontaktieren.

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mit Video2:37
Eine Frau tippt auf einem Smartphone.
Quelle: KNA
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress in dem Beitrag "Fast jede zweite E-Mail im Jahr 2025 Spam" am 11.02.2026 um 18:43 Uhr.   

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