Erster Herbststurm:Sturmtief richtet Schäden an - Verletzte und Zugausfälle
Der erste Herbsturm der Saison hat in Teilen Deutschlands für Behinderungen im Bahnverkehr gesorgt. Auf einem Volksfest in Rheinland-Pfalz wurden zwei Menschen schwer verletzt.
Die Wettervorhersage aus der 19 Uhr-heute-Sendung
22.10.2026 | 1:14 minDer erste Herbststurm über Teilen Deutschlands nimmt an Fahrt auf - es gibt Verletzte und im Bahnverkehr Behinderungen.
Im Norden von Rheinland-Pfalz stürzte am Freitagnachmittag laut Polizei ein Gestell um. Sie sprach von zwei Schwerverletzten. Einer von ihnen schwebe in Lebensgefahr und sei in ein Krankenhaus geflogen worden. In Baden-Württemberg prallte ein Regionalzug gegen einen Ast.
Das Gestell wurde nach Einschätzung der Ermittler vermutlich von einer starken Windböe umgeweht. In dem Bereich in der Stadt Nastätten fand ein Volksfest statt.
Bei den Schwerverletzten handelte es sich den Angaben zufolge um zwei Festbesucher. In ersten Berichten der Polizei war von einem Baugerüst die Rede. Rettungskräfte waren vor Ort, die Einsatzstelle wurde abgesperrt. Nastätten liegt im Rhein-Lahn-Kreis in der Nähe der Grenze zu Hessen.
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Wo es besonders stürmisch wird
Deutschland steht ein stürmisches Wochenende bevor. Ab dem Nachmittag können nach Prognosen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) Sturmböen im Westen Deutschlands bis zu 90 Kilometer pro Stunde erreichen, in exponierten Lagen kann der Wind orkanartig werden. Für den Brocken im Harz hat der Wetterdienst eine Unwetterwarnung herausgegeben.
Die Nacht auf Samstag werde vor allem im Norden und der Mitte windig bis stürmisch, sagt DWD-Meteorologe Thore Hansen. Tagsüber schwächt sich der Wind am Samstag ab - um später wieder zuzunehmen.
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Ast schlägt gegen Scheibe von Regionalbahn
Erste Auswirkungen sind bereits am Nachmittag zu spüren gewesen. In der Nähe von Pforzheim in Baden-Württemberg wurde laut Polizei eine Regionalbahn mit Hunderten Fahrgästen an Bord von einem Ast an der Windschutzscheibe getroffen. Der Zug hielt auf der Strecke. Verletzte gebe es keine.
In Karlsruhe war der Bahnverkehr am Hauptbahnhof wegen eines Sturmschadens am Abend zwischenzeitlich komplett eingestellt worden. Ein Gegenstand sei am Bahnsteig 2 in die Oberleitung geflogen, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei. Reisende hätten von einem "massiven Funkenschlag" berichtet. Verletzt worden sei niemand. Zur Sicherheit wurde die Oberleitung abgeschaltet und von Experten überprüft. Dann wurden alle Gleise wieder freigegeben, wie die Bundespolizei mitteilte.
Das Herbstwetter wirkte sich auch in Nordrhein-Westfalen auf den Bahnverkehr aus. Auf der Strecke zwischen Stolberg und Aachen Rothe Erde kam es laut einem Bahnsprecher zu einem Oberleitungsschaden als Folge des Sturms. Die Strecke sei deshalb in beide Richtungen gesperrt worden.
Zwischen Neuss Hauptbahnhof und Meerbusch-Osterath waren die Gleise wegen eines umgestürzten Baums ebenfalls nicht befahrbar. Eine weitere Einschränkung zwischen Duisburg-Ruhrort und Oberhausen wegen eines umgestürzten Baums sei ebenfalls schon beseitigt, so der Sprecher. "Alles Sturmschäden", so der Sprecher.
Klare Nächte, feuchte Luft: Im Herbst sind die Bedingungen für Nebel besonders günstig. Meteorologin Christa Orben erklärt, wo und wie die winzigen Wassertröpfchen entstehen.
14.10.2026 | 0:34 minWas dem Norden droht
Besonders starker Sturm wird an der Nordsee erwartet, am Sonntag muss dort mit Böen bis zu 100 Kilometern pro Stunde gerechnet werden, wie der DWD vorhersagt.
Reisenden könnte das stürmische Wetter Probleme bei der Abreise von manchen Ostfriesischen Inseln bereiten, wenn an diesem Wochenende die Herbstferien in Niedersachsen enden. Einige Reedereien kündigten bereits mögliche Einschränkungen oder gar Ausfälle im Fährverkehr an.
Stürmisch soll es auch in Nordrhein-Westfalen werden. Die Städte Köln und Aachen etwa halten die Menschen an, Waldgebiete, Parkanlagen, Friedhöfe und Alleen zu meiden. In Dortmund schließen der Zoo und der Westfalenpark aufgrund der Wetterlage heute früher als üblich.
Der DWD empfiehlt, am Freitag und Samstagnacht frei stehende Objekte zu sichern, darunter Möbel - aber auch Zelte und Abdeckungen zu befestigen.
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