WHO erklärt Hantavirus-Ausbruch auf Kreuzfahrtschiff für beendet

Kreuzfahrtschiff "MV Hondius":WHO erklärt Hantavirus-Ausbruch für beendet

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Die Weltgesundheitsorganisation hat den tödlichen Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff "Hondius" für beendet erklärt. Die letzte Kontaktperson hat die Quarantäne verlassen.

Das Kreuzfahrtschiff Hondius wird im Hafen von Rotterdam desinfiziert

Zu dem Ausbruch des gefährlichen Virus war es im April während einer Reise der "Hondius" von der Südspitze Argentiniens zu den Kapverden gekommen.

Quelle: 26-2517342 action press

Der jüngste Hantavirus-Ausbruch ist aus Sicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) beendet. Seit dem 25. Mai seien keine neuen Fälle im Zusammenhang mit dem Kreuzfahrtschiff "Hondius" aufgetreten, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf.

X-Post von Ghebreyesus

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Am Donnerstag sei die letzte Kontaktperson negativ auf das Virus getestet worden. Zuvor hatte bereits die US-Gesundheitsbehörde CDC ihre Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Ausbruch eingestellt, nachdem alle potenziell betroffenen US-Bürger ihre 42-tägige Beobachtungsphase ohne eine gemeldete Infektion abgeschlossen hatten.

Menschen in weißen Schutzanzügen mit Masken und blauen Gummohandschuhen auf Treppe

Die WHO sieht den Hantavirus-Ausbruch nach einer Kreuzfahrt vor Südamerika weitgehend unter Kontrolle. Neue Fälle wurden zuletzt nicht gemeldet.

29.06.2026 | 0:33 min

Hantavirus: Drei Todesfälle, darunter eine Deutsche

Insgesamt seien mehr als 650 Kontaktpersonen in rund 30 Ländern identifiziert und beobachtet worden. Die Gesamtzahl der Infektionen liegt nach Angaben der WHO bei 13, darunter drei Todesfälle. Eine der Toten war eine Frau aus Deutschland.

Auch nach dem Ende dieses Ausbruchs werde die WHO weiter in der Hantavirus-Forschung aktiv bleiben, sagte Tedros. Die Organisation koordiniert eine internationale Studie zu der Krankheit. Dies werde bei der Entwicklung von Diagnosemethoden, Medikamenten und Impfstoffen helfen, sagte er.

Christian Sievers und Lars Schaade

"Das ist kein Virus, das sich verbreitet", sagt der Präsident des RKI, Lars Schaade zum Vergleich mit dem Corona-Virus. "Im Moment sieht es gut aus": Alle Kontakte seien ermittelt.

10.05.2026 | 3:23 min

Ursprung des Hantavirus-Ausbruchs wird noch untersucht

Auf einer in Argentinien begonnenen Kreuzfahrt des Schiffes "Hondius" der niederländischen Reederei Oceanwide Expeditions hatten sich mehrere Menschen mit dem Hantavirus angesteckt. Es handelte sich um den südamerikanischen Andes-Typ. Der Ursprung des Ausbruchs wird noch untersucht.

Hantaviren werden hauptsächlich durch Nagetiere übertragen, etwa durch Kotpartikel in aufgewirbeltem Staub. Der sogenannte Andes-Typ des Virus ist jedoch die einzige bekannte Variante, die vereinzelt auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.

A French evacuee from MV Hondius hospitalized in Paris with hantavirus symptoms

Passagiere des Kreuzfahrtschiffes sowie Kontaktpersonen wurden nicht zu Hause isoliert, sondern verbrachten ihre Quarantäne in Krankenhäusern. Das ist eine der Lehren aus der Corona-Zeit.

13.05.2026 | 2:05 min

Rund 150 Menschen aus 23 Ländern waren auf der "Hondius". Wegen des Ausbruchs legte das Schiff im Mai an der Insel Teneriffa an, von wo aus die Menschen an Bord unter speziellen Sicherheitsvorkehrungen in ihre Heimatländer kamen. Schon vor Wochen hatte die WHO das Risiko für die breite Bevölkerung als gering bewertet und bekräftigt, dass keine Gefahr einer großen Ansteckungswelle oder Pandemie bestehe.

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Quelle: dpa, AFP, Reuters
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress am 29.06.2026 um 10:08 Uhr.

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