Feuer in Griechenland:Waldbrände bedrohen Region um Athen
Die Waldbrand-Lage in Spanien und Frankreich scheint sich zu entspannen. Die Region um die griechische Hauptstadt Athen hingegen hat die höchste Alarmstufe ausgerufen.
Vor allem westlich der griechischen Hauptstadt Athen wüten Waldbrände.
Quelle: dpa / Lefteris Partsalis
Bei starkem Wind breiten sich in Griechenland aktuell mehrere große Waldbrände aus. Die größten Fronten liegen rund 60 Kilometer westlich von Athen entfernt, die gewaltigen Rauchwolken sind von der Hauptstadt aus deutlich zu sehen. Zuletzt wurden in den betroffenen Regionen am Morgen vorsorglich erneut mehrere Ortschaften evakuiert.
Hitze, Trockenheit und starke Winde mit mehr als 100 Stundenkilometern haben in Griechenland und der Türkei mehrere Waldbrände entfacht.
30.07.2026 | 1:30 minEvakuierung übers Meer
In der Bucht des Ortes Porto Germeno wurden zwölf Menschen durch die Küstenwache vom Strand aus über das Meer gerettet, wie die Zeitung "Kathimerini" berichtete. Dort verbrannten auch mindestens zehn Häuser, wie der Sender Ertnews zeigte. Starker Wind begünstigt, dass sich die Flammen rasend schnell ausbreiten. In der Region sind 325 Feuerwehrleute sowie Freiwillige, 92 Fahrzeuge, 18 Löschflugzeuge und sieben Hubschrauber im Einsatz, wie die Feuerwehr auf der Plattform X mitteilte.
Auch die Polizei ist im Dauereinsatz, um den Verkehr in der Region nahe der beliebten Halbinsel Peloponnes zu regeln. Im Norden der Peloponnes brennt es ebenfalls an zwei Fronten.
Starker Wind verhindert das Löschen
Über 300 Einsatzkräfte seien im Gebiet von Porto Germeno in der Region Viotia gegen die Flammen im Einsatz, teilte die Feuerwehr mit. "Das Feuer hat das Meer erreicht, Häuser sind mit Sicherheit beschädigt worden", sagte ein Feuerwehrsprecher der Nachrichtenagentur AFP.
Der Wind sei "sehr stark", führte der Feuerwehrsprecher aus. Die Einsatzkräfte versuchten Löschflugzeuge zu verwenden, aufgrund der schwierigen Bedingungen seien einige der Maschinen jedoch zu einem anderen Brand auf der Halbinsel Peloponnes verlegt worden. Dem Wetterdienst des Nationalen Observatoriums von Athen zufolge wurden am Samstag Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Stundenkilometern gemessen.
Griechenland hat Wege gefunden, die Waldbrandgefahr einzudämmen. So wird etwa regelmäßig Unterholz weggeräumt, Brandschneisen sollen verhindern, dass Feuer sich ausbreiten können.
30.07.2026 | 2:52 minVerbesserte Situation auf Kreta
Den großen Waldbrand im Süden der Urlaubsinsel Kreta hat die Feuerwehr mittlerweile im Griff. Allerdings seien weiterhin rund 220 Feuerwehrleute im Einsatz, berichtete "Kathimerini". Wegen der starken Winde seien Löscharbeiten aus der Luft immer noch nicht möglich, gleichzeitig heizten die Windböen bestehende Glutnester an, so dass immer neue kleinere Brände aufflammten. Unterdessen laufen die Untersuchungen zur Brandursache; es wird gemutmaßt, dass das Feuer durch Schäden an Strommasten entstanden sein könnte.
Für sämtliche Brände im Land können Meteorologen bislang keine Entwarnung geben - es soll weiterhin sehr stark winden. Am Samstag gilt für die Region um Athen und die Südhälfte der Insel Euböa mit Stufe 5 der höchste Grad der Waldbrandgefahr. Die zweithöchste Stufe umfasst Teile Kretas, der Halbinsel Peloponnes und Ägäisinseln wie die Kykladen und Chios sowie Lesbos in der östlichen Ägäis.
Jean-Marie Magro (Arcachon/Frankreich), Christoph Prössl (London), Moritz Pompl (Athen) und Jakob Schaumann (Madrid) zu den verheerenden Waldbränden in Frankreich und Spanien
31.07.2026 | 5:47 minWichtiger Hinweis in eigener Sache
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