Schweres Erdbeben in Panama - Entwarnung bei Tsunami-Gefahr

Entwarnung bei Tsunami-Gefahr:Schweres Erdbeben erschüttert Panama

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Ein Erdbeben mit einer Stärke von 7,7 hat Panama erschüttert. Viele Menschen flüchteten aus ihren Häusern und von ihren Arbeitsplätzen. Mindestens 27 Menschen wurden verletzt.

7.7-magnitude earthquake strikes Panama

Die Kathedrale San Juan Bautista in Penonomé wurde beschädigt.

Quelle: epa

Ein Erdbeben der Stärke 7,7 hat in Panama schwere Schäden verursacht. Nach Angaben der Behörden sind mindestens 27 Menschen verletzt worden. Bislang gebe es keine Informationen über Todesopfer, sagte der Leiter des Katastrophenschutzzentrums, René García, der Nachrichtenagentur AFP.

Staatschef José Raúl Mulino sprach am Freitag (Ortszeit) von einer "großen Katastrophe", durch die ganze Straßenzüge eingestürzt seien. Im Onlinedienst X rief Mulino die Bevölkerung auf, Ruhe zu bewahren. Das Beben ereignete sich nach Angaben des US-Geologischen Dienstes (USGS) am Freitag um 12:56 Uhr Ortszeit in Panama. Das Epizentrum lag demnach rund zehn Kilometer westsüdwestlich von Pitaloza Arriba im zentralen Süden des Landes, in einer Tiefe von rund zwölf Kilometern.

Kolumbien nach dem Erdbeben

Auch Kolumbien wurde im August von einem schweren Erdbeben getroffen.

15.08.2026 | 1:49 min

Tsunami-Warnung nach Erdbeben aufgehoben

Der USGS bezifferte die Stärke zunächst auf 7,6, erhöhte sie nachträglich auf 7,7. Das Warnzentrum in Honolulu hatte zunächst eine Stärke von 8,0 und eine Tiefe von 33 Kilometern angegeben. Dutzende Nachbeben wurden registriert.

Das Pazifik-Tsunami-Warnzentrum in Honolulu hatte zunächst vor gefährlichen Wellen an Teilen der Küsten von Panama, Kolumbien, Costa Rica, Ecuador, Peru, Nicaragua, Guatemala, El Salvador und Mexiko gewarnt. Für Teile der panamaischen Küste wurden Wellenhöhen von ein bis drei Metern für möglich gehalten. Stunden später wurde die Warnung wieder aufgehoben.

Menschen beseitigen Trümmer zwei Tage nach dem Erdbeben der Stärke 7,4.

Bei einem Erdbeben in Kolumbien im August dieses Jahres suchten Einsatzkräfte unentwegt nach Verletzten in den Trümmern.

12.08.2026 | 2:26 min

Erdbeben in Panama: Menschen flohen ins Freie

In mehreren Regionen Panamas verließen Menschen aus Angst vor weiteren Erschütterungen ihre Häuser, Arbeitsplätze und Geschäfte. In der Hauptstadt wurden Straßen, Parkplätze und Parks zu öffentlichen Sammelpunkten.

"Es war der größte Schrecken meines Lebens", sagte eine Frau dem panamaischen Fernsehsender TVN, nachdem sie während des Bebens nach ihrem Baby und ihrem Mann gesucht hatte. Ein anderer Augenzeuge berichtete, er habe sich zunächst erschrocken, sei mit den Händen über dem Kopf nach draußen gelaufen und habe sich neben Stützpfeilern in Sicherheit gebracht.

Menschen tragen eine Leiche aus einem durch Erdbeben eingestürzten Gebäude.

Sechs Wochen nach dem Erdbeben in Venezuela gelten immer noch mindestens 17.000 Menschen als vermisst. Mehr als 6.000 starben, viele Häuser sind zerstört. Einige Betroffene leben noch in Zelten.

07.08.2026 | 1:40 min

Betrieb an Flughafen Tocumen kurzzeitig unterbrochen

Die Regierung ordnete die Schließung staatlicher Einrichtungen an und setzte den Nachmittagsunterricht landesweit aus. Der internationale Flughafen Tocumen unterbrach den Betrieb vorübergehend für Sicherheitsüberprüfungen, nahm den Flugbetrieb danach aber wieder auf. Wegen strombedingter Störungen kam es in einigen Gebieten außerdem zu Einschränkungen bei der Trinkwasserversorgung. Der Panamakanal blieb laut Kanalverwaltung in Betrieb.

Nach Angaben panamaischer Medien wurden unter anderem in Penonomé Schäden festgestellt. Die Stadt liegt rund 150 Kilometer westlich der Hauptstadt Panama-Stadt in der Provinz Coclé. Betroffen waren demnach ein Turm der Kathedrale San Juan Bautista, ein Hotel und das Gebäude der Provinzverwaltung. Auch an der Kathedrale von Santiago in der Provinz Veraguas wurden Schäden gemeldet.

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Quelle: dpa, AFP
Über dieses Thema berichtete die ZDFheute Xpress am 10. Oktober 2026 ab 15 Uhr.

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