Zahl der Toten steigt:Kolumbien: "Die nächsten 20 Stunden sind entscheidend"
Nach dem schweren Erdbeben in Kolumbien ist die Zahl der Todesopfer auf 265 gestiegen. Rettungskräfte arbeiteten mit Hochdruck in den Trümmern, um noch Menschen lebend zu bergen.
In Kolumbien hat ein schweres Erdbeben über 200 Menschen das Leben gekostet, Tausende werden noch vermisst. Einzelne Überlebende konnten aus den Trümmern geborgen werden.
13.08.2026 | 2:02 minDie Zahl der Todesopfer des schweren Erdbebens in Kolumbien ist auf 265 gestiegen. Das teilte Präsident Abelardo de la Espriella am Mittwochabend (Ortszeit) mit. Nach seinen Angaben wurden fast 500 Menschen als vermisst gemeldet.
Von Zivilisten betriebene Datenbanken gehen dagegen von mehr als 4.100 Vermissten aus. Insgesamt seien mehr als 25.800 Familien von dem Unglück betroffen, sagte de la Espriella.
Unsere Anstrengungen konzentrieren sich auf die Vermissten.
Abelardo de la Espriella, Präsident von Kolumbien
Nach dem Erdbeben in Kolumbien beginne der "Kampf gegen die Zeit", um unter den Verschütteten noch Lebende zu finden, sagt ZDF-Korrespondent Timm Kröger.
13.08.2026 | 1:57 minPräsident ernennt einen neuen Katastrophenmanager
Nach Kritik an seinem Krisenmanagement setzte der rechtsgerichtete Präsident einen neuen Leiter der Katastrophenschutzbehörde (UNGRD) ein. Staatschef de la Espriella ist erst seit wenigen Tagen im Amt. Der bisherige Verantwortliche war von der linken Vorgängerregierung ernannt worden.
Der neue Leiter, David Tamayo, sagte, dass Such- und Rettungsteams aus den USA, Israel, Ecuador und El Salvador die Bergungsarbeiten unterstützen würden. Die Teams würden die örtlichen Einsatzkräfte nach mehrtägigem Dauereinsatz ablösen, damit diese sich erholen könnten, sagte er.
Laut Außenminister Omar Bula sind humanitäre Hilfsgüter aus verschiedenen Staaten unterwegs - und nicht nur aus Ländern, die der Regierung ideologisch verbunden sind wie jene vier, aus denen Suchteams entsendet werden. "Wir arbeiten mit anderen Ländern zusammen, ohne dabei ideologische oder politische Erwägungen anzustellen, und nehmen ihre Hilfe dankbar an", sagte Bula. Unter anderem kündigte die linksgerichtete Regierung Mexikos Hilfslieferungen an.
Ein schweres Erdbeben hat in Kolumbien mehr als 200 Menschen das Leben gekostet. Viele Anwohner werden weiterhin vermisst – die Suche nach Verschütteten ist ein Kampf gegen die Zeit.
12.08.2026 | 2:26 minRettungskräfte arbeiteten mit Hochdruck
Die ersten 48 bis 72 Stunden nach einem Erdbeben gelten als entscheidend für die Rettung Verschütteter. Der Bürgermeister von Cali, Alejandro Eder, sagte am Mittwoch, Rettungskräfte fänden weiterhin Hinweise auf Menschen, die unter den Trümmern am Leben seien.
Die nächsten 20 Stunden sind entscheidend, um Menschen lebend zu finden und zu retten. Jede Minute ist wichtig.
Alejandro Eder, Bürgermeister von Cali
Das Beben der Stärke 7,4 hatte am Montag den Westen Kolumbiens erschüttert. Besonders betroffen sind Cali, Pereira, Manizales und Quibdo. Internationale Hilfe ist inzwischen angelaufen. Die USA stellten mehr als 15 Millionen Dollar bereit.
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