Erdbeben in Kolumbien:Frau 30 Stunden eingeklemmt - Happy End nach Bergungsaktion
Nach einem 16-stündigen Rettungseinsatz kann in Kolumbien eine Frau aus den Erdbebentrümmern gerettet werden. Doch die Zahl der Vermissten nach dem schweren Beben bleibt hoch.
Die Gerettete war im zweiten Stock des einstmals fünfstöckigen Gebäudes eingeklemmt gewesen.
Quelle: APBewegende Rettung nach dem schweren Erdbeben in Kolumbien: Fast 30 Stunden lang war Diana Troncoso eingeklemmt zwischen den Trümmern eines Gebäudes in der Stadt Cali, ehe die Feuerwehr die 31-Jährige unter dem Applaus und den Freudenrufen der Bevölkerung retten konnte.
"Wir haben hart gearbeitet in einem ziemlich komplexen Szenario", erläuterte Feuerwehrmann Santiago Sánchez gegenüber dem TV-Sender Caracol nach dem insgesamt rund 16-stündigen Rettungseinsatz. Dabei habe sich das Bergungsteam "sieben oder acht Meter" von oben nach unten vorarbeiten müssen, um Troncoso zu befreien. Sie war im zweiten Stock des einstmals fünfstöckigen Gebäudes eingeklemmt.
Nach dem Erdbeben in Kolumbien gibt es mehrere hundert Tote und tausende Verletzte. Rettungskräfte suchen nach Vermissten in den Trümmern. Der nationale Notstand wurde ausgerufen.
11.08.2026 | 2:35 minKolumbien: Suche nach Vermissten geht weiter
Am Montagabend (Ortszeit) hatte die Feuerwehr erstmals Kontakt zu der Frau herstellen können, der dann nicht mehr abriss. Troncosos Zustand sei "den Umständen entsprechend gut", informierte Sánchez. Sie wurde nach der Rettung medizinisch behandelt.
Dianas Eltern konnten während der Rettung Kontakt zu ihrer Tochter herstellen und ihr Mut zusprechen.
Es ist etwas Wunderschönes. Ich werde immer dankbar sein.
Álvaro Troncoso, Vater der Geretteten
Der Kampf der Feuerwehrleute um Menschenleben geht jedoch weiter. Man gehe von 24 Personen aus, die allein in diesem einstigen Haus von den Trümmern begraben worden seien, sagte Feuerwehrmann Sánchez. Zahlreiche Menschen gelten nach dem Erdbeben in den betroffenen Regionen als vermisst.
Nach dem schweren Erdbeben in Kolumbien steigt die Anzahl der Toten auf mindestens 180 Menschen. Über 2.000 Menschen werden vermisst.
11.08.2026 | 1:32 minMindestens 181 Tote nach Erdbeben am Montag
Präsident Abelardo de la Espriella sprach am Dienstag von mindestens 181 Toten, 2.595 Verletzten und mindestens 195 Vermissten. Von Zivilisten betriebene Datenbanken legten dagegen nahe, dass die Zahl der Vermissten bei bis zu 4.000 liegen könnte. De la Espriella erklärte weiter, es seien mindestens 1.136 Häuser zerstört worden.
Das Epizentrum des Bebens der Stärke 7,4 am Montagmorgen lag in der Region Chocó, die als eine der ärmsten Kolumbiens gilt. Soldaten, Rettungskräfte und Angehörige suchten in Trümmern nach Verschütteten und bildeten Menschenketten, um Mauerteile wegzuschaffen, wie Reporter der Nachrichtenagentur AP beobachteten.
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