Hitzewelle: Extremes Wetter in Deutschland und Europa

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Hitzewelle:Heißeste Nacht in Deutschland

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Eine Hitzewelle hat Deutschland fest im Griff. Temperaturen bis zu 40 Grad sind tagsüber möglich, auch nachts kühlt es nicht ab. Der Rekord für die wärmste Nacht wurde eingestellt.

Wichtige Meldungen

Experte: Extreme Hitze gefährdet auch gesunde Menschen

Wegen der aktuellen Hitzephase bereiten sich Krankenhäuser auf mehr Patientinnen und Patienten in den Notaufnahmen vor. Der Klimaschutzbeauftragte der Landesärztekammer Brandenburg, Andreas Grunske, sagt dem RBB, dass Temperaturen von 40 Grad auch gesunde Menschen belasten. Besonders gefährdet seien aber alte und kranke Menschen. Diese seien "tatsächlich auch vom Tod bedroht". Neben der Flüssigkeitszufuhr sei auch zu beachten, dass durch das Schwitzen wichtige Mineralien verloren werden, die durch eine ausgewogene Ernährung wieder zugeführt werden sollten, sagt Grunske.


Plöger: Hitzewellen werden in Zukunft länger

Die derzeitigen Hitzewellen werden sich laut dem Meteorologen Sven Plöger häufen. "Die Temperaturen werden höher und die Phasen werden länger und die Belastung größer", sagt der Meteorologe und Buchautor am Donnerstag im RBB-Hörfunk. Zu der Argumentation einiger, dass Sommer doch schon immer heiß gewesen seien, erklärt Plöger, dass sich Menschen vor allem an Extremereignisse erinnern würden. Gleichzeitig werde es für den Organismus immer schwieriger, sich an den Klimawandel anzupassen, sagt Plöger. Dennoch sei derzeit wenig Bereitschaft da, die Bekämpfung der Erderwärmung anzugehen. "Wenn man das nicht tut, dann wird man immer stärker unter dieser Problematik leiden", betont er.


Meteorologe warnt vor Rekord-Hitze und Hitzegewitter

Deutschland schwitzt seit Tagen und doch steht der Höhepunkt der Hitzewelle noch bevor. "Es ist durchaus wahrscheinlich, dass man diese Hitzewelle am Ende als historisch bezeichnen kann", schreibt Meteorologe Oliver Reuter von der Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach. "Nicht nur, weil der bisherige deutsche Juni-Rekord vermutlich deutlich überboten wird, sondern auch, weil es in dieser Fläche und an drei aufeinanderfolgenden Tagen noch keine Spitzenwerte von über 40 oder gar 41 Grad in Deutschland gab."

"Hinzu kommen im Westen und Nordwesten aber auch erste Hitzegewitter, da die Luft neben der extremen Hitze auch zunehmend mit Feuchte angereichert wird, was die Belastung auf den menschlichen Körper in größeren Landesteilen weiter maximiert", schreibt Reuter. Die Gewitter könnten lokal unwetterartig werden, es seien Starkregen, größerer Hagel und Sturmböen möglich. "Auch die Nächte kühlen kaum noch ab", heißt es. In einigen Ballungszentren könnten die Tiefstwerte bei 25 bis 21 Grad liegen.


Mehrere Fußballverbände schränken Spielbetrieb am Wochenende ein

Die aktuelle Hitzewelle hat Auswirkungen auf den Amateurfußball. Neben dem Württembergischen und dem Bayerischen Fußballverband hat nun auch der Südbadische Fußballverband den Spielbetrieb am Wochenende eingeschränkt. Wegen der erwartet hohen Temperaturen sollen am Samstag und Sonntag alle Verbandspartien nur vor 12.00 Uhr oder nach 18.00 Uhr stattfinden. Alle am Mittag oder Nachmittag geplanten Spiele werden zeitlich auf 18.00 Uhr verschoben. Nach Absprache der beteiligten Teams können Anpfiffe auch noch später oder vormittags erfolgen, heißt es. Der SBFV empfiehlt Vereinen zudem, geplante Freundschaftsspiele zu verschieben oder in den Abend zu verlegen.


Jüdische Gemeinde Berlin verschiebt Fest wegen Hitze

Die jüdische Gemeinde Chabad Berlin verschiebt ihren Festakt zum 30-jährigen Bestehen und ihr Straßenfest wegen der Wetterlage. Aufgrund der angekündigten extremen Hitze und einer aktuellen Hitzewarnung des Deutschen Wetterdienstes finde das zunächst am Sonntag geplante Fest nun am 30. August statt, teilt die Gemeinde am Donnerstag mit. Das Fest soll am Jüdischen Campus in Berlin gefeiert werden. Anlass seien drei Jahrzehnte jüdisches Leben, Gemeinschaft und Zukunft, heißt es. Die im 18. Jahrhundert begründete orthodoxe jüdische Organisation Chabad-Lubawitsch gibt es heute in 70 Ländern weltweit. In Berlin verfügt sie auch über eine Synagoge und eine Mikwe.


Grüne fordern Fünf-Milliarden-Euro-Programm für Hitzeschutz

Die Grünen fordern ein Fünf-Milliarden-Euro-Programm für einen besseren Hitzeschutz in Deutschland. "Unser Land ist noch immer nicht ausreichend auf ständig neue und länger andauernde Hitzerekorde vorbereitet", sagt Grünen-Fraktionsvize Julia Verlinden am Donnerstag. Fünf Milliarden Euro aus dem Sondervermögen könnten "viele grüne Oasen deutschlandweit entstehen lassen und wirksame Abkühlung für Menschen und Tiere ermöglichen". Dies entspreche 60 Euro pro Bürgerin und Bürger. Verlinden verweist auf wissenschaftliche Erkenntnisse, wonach extreme Hitze insbesondere für alte und pflegebedürftige Menschen, Babys und Kleinkinder, Schwangere und Menschen mit Vorerkrankungen lebensgefährlich ist. Sie schade aber auch der Wirtschaft und verursache zusätzliche Kosten wegen geringerer Produktivität oder höherer Energiekosten. Dürre trockne die Böden aus und gefährde die Wasserversorgung.


Wichtige Meldung

Rekord: Wärmste Nacht seit Messbeginn

Die vergangene Nacht zieht nach vorläufigen Angaben des Deutschen Wetterdienstes mit der wärmsten Nacht in Deutschland seit Beginn der Messungen gleich. Im rheinland-pfälzischen Bad Bergzabern fiel die Temperatur nicht unter 26,2 Grad. Bisheriger Rekordhalter war der Berg Weinbiet in Rheinland-Pfalz, wo die Temperatur am 25. Juli 2019 ebenfalls nicht unter 26,2 Grad gesunken war.

Wichtige Meldung

Wie kühlen wir unsere Städte ab?

Viel Beton, dichte Bebauung, wenig Grün: Im Sommer verwandeln sich Städte in Hitzefallen - für viele Menschen mit gefährlichen Folgen. Ideen für kühle und lebenswerte Städte sind gefragt.

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Starke Hitze erhöht Risiko für Frühgeburten

Die Klimakrise reicht bis in den Kreißsaal: Durch die anhaltende Hitze steigt auch im Norden das Risiko einer Frühgeburt, am kommenden Wochenende werden in Hamburg 36 Grad Celsius erwartet. "Ein besonderes Risiko stellen Hitzeperioden über fünf Tage von bis zu 30 Grad Celsius oder zwei Tage bis zu 35 Grad dar", erläutern Petra Arck und Anke Diemert von der Klinik und Poliklinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE). Mit steigenden Temperaturen steigt insbesondere die Wahrscheinlichkeit für sogenannte späte Frühgeburten zwischen der 34. und 37. Schwangerschaftswoche.

Die UKE-Expertinnen raten Schwangeren, bei anhaltend hohen Temperaturen die Sonne zu meiden. Wenn möglich, sollten sie sich in klimatisierten Räumen aufhalten oder regelmäßig Pausen im Schatten einlegen. Körperliche Aktivitäten sollten in die frühen Morgen- oder Abendstunden gelegt werden. Symptome wie Schwindel, Übelkeit, starke Müdigkeit, Kopfschmerzen oder ein schnellerer Herzschlag könnten Anzeichen für eine Überhitzung oder einen Hitzschlag sein. In solchen Fällen sollten sofort Maßnahmen zur Abkühlung ergriffen werden: "Hier helfen kalte Duschen oder Fußbäder", rät Arck.


Großbrand bei Neustrelitz: Hitze erschwert die Bekämpfung

Großbrand bei Neustrelitz: Hitze erschwert die Bekämpfung

Der Waldbrand auf einem munitionsbelasteten früheren Schießplatz bei Neustrelitz wächst auf 80 Hektar. Direkt löschen können die 160 Kräfte nicht - und Hitze erschwert die Lage.

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Wegen Hitze: Dresden verhängt Wasserentnahmeverbot

Wegen Hitze, Trockenheit und Niedrigwasser in den Bächen und Flüssen verhängt die Landeshauptstadt Dresden ein Wasserentnahmeverbot. Die Untere Wasserbehörde verhängt das Verbot einer Mitteilung der Stadt zufolge vom gestrigen Mittwoch an. Bis Ende Oktober dürfen Eigentümer und Anlieger nach derzeitigem Stand deshalb kein Wasser aus den "oberirdischen Gewässern" der Stadt entnehmen. Die "extrem niedrigen Wasserstände werden nach den derzeitigen Wetterprognosen auch in den kommenden Wochen nicht durch Niederschläge ausgeglichen werden können", heißt es weiter. "Um den Naturhaushalt zu schützen", sei die Entscheidung deshalb getroffen worden, sagt René Herold, Umweltamtsleiter der Stadt. Bei Missachtung des Verbots droht ein Bußgeld in Höhe von mindestens 50 Euro, teilt die Stadt weiter mit.


Deutsche Bahn bietet kostenlose Stornierung wegen Hitze

Wer angesichts der erwarteten Hitze in der zweiten Wochenhälfte eine geplante Bahnreise nicht antreten will, kann diese nun kostenfrei stornieren. Die Deutsche Bahn bietet erstmals eine sogenannte Hitze-Sonderkulanz an, wie der bundeseigene Konzern mitteilte. "Wer seine Reise bei dieser Extrem-Wetterlage nicht antreten möchte, bekommt sein Geld zurück." Die Möglichkeit gilt demnach für Tickets für eine Fernverkehrsreise bis einschließlich 30. Juni, die bis zum 23. Juni gekauft wurden. Das umfasse auch Spar- und Supersparpreis-Tickets. Fahrgäste mit digitaler Fahrkarte können diese den Angaben der Bahn zufolge online stornieren. Wer mit analogem Ticket unterwegs ist, kann sich an eine DB-Verkaufsstelle vor Ort wenden.

Die hohen Temperaturen sind auch für die Bahn eine Belastung. Zwar sind die Zeiten vorbei, in denen die Klimaanlagen in den Fernzügen bei großer Hitze öfter ausfallen. Die Technik in der deutlich verjüngten Flotte funktioniert inzwischen auch bei großer Hitze. Anfälliger ist dafür die Infrastruktur der Bahn. Weichen sowie Leit- und Sicherheitstechnik können bei den hohen Temperaturen und stundenlanger direkter Sonneneinstrahlung Schaden nehmen. Das kann zu weiteren Problemen auf dem ohnehin stark störanfälligen Netz der Bahn führen. Zudem steigt das Risiko für Böschungsbrände, die ebenfalls Schaden anrichten können. Außerdem können Starkregen, Gewitter und Sturmböen ebenfalls zu Problemen führen.

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Hitze für den Körper: "Extremer Stress"

"Gefährliche" Mittagssonne meiden, für Sonnenschutz und kühle Räume sorgen sowie Schatten suchen und auf Alkohol verzichten, da "Gefahr der Dehydrierung" bestehe, rät Allgemeinmediziner Malik Steinmetz.

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Sport- und Freizeit-Events wegen Hitze abgesagt

In ganz Deutschland reagieren Veranstalter, Vereine und Kommunen auf die enorm hohen Temperaturen. Zahlreiche Open-Air-Events wurden abgesagt - etwa der für Sonntag geplante Halbmarathon in Hamburg, für den 24.000 Läuferinnen und Läufer angemeldet waren. "Es ist vermutlich die schwerste Entscheidung, die wir in der Geschichte dieser Veranstaltung treffen mussten", heißt es auf der Homepage. Der Bayerische und der Württembergische Fußballverband sagen sämtliche Fußballspiele für das kommende Wochenende ab. Schulen reagieren vielerorts und verkürzen den Unterricht oder geben komplett hitzefrei. In manchen Regionen gelten aufgrund von Wasserknappheit und Waldbrandgefahr Bewässerungs- und Grillverbote.


Wichtige Meldung

DWD: Freitag könnte Allzeit-Hitzerekord knacken

Die seit Tagen anhaltende Hitzewelle steuert auf Rekordtemperaturen zu und wirbelt das Leben in Deutschland durcheinander. Zwar wird der Juni-Rekord am Donnerstag mit "hoher Wahrscheinlichkeit" noch nicht geknackt werden, wie Jens Winninghoff vom Deutschen Wetterdienst (DWD) der Deutschen Presse-Agentur sagt. Allerdings dürfte es nach seinen Worten am Tag darauf wohl so weit sein. Die bisher höchste gemessene Temperatur an einem Juni-Tag liegt bei 39,6 Grad und wurde am 30. Juni 2019 in Bernburg (Sachsen-Anhalt) registriert. Ganz so weit soll das Thermometer heute noch nicht steigen, der DWD erwartet Höchstwerte nur knapp über 39 Grad, vor allem im Westen und Südwesten. Im Norden steigen die Temperaturen demnach auf 27 bis 33 Grad, sonst auf 34 bis 37 Grad. Auf einigen Nordseeinseln wird es laut DWD mit 22 Grad deutlich angenehmer. 

Spannend werde es am Freitag, sagt Meteorologe Winninghoff voraus. Dann rechnet der Experte vor allem im Westen und Südwesten Deutschlands mit Höchstwerten von 40 bis 41 Grad. "Der Juni-Rekord wird mit großer Sicherheit fallen." Am Samstag wandere der Schwerpunkt der Hitze dann in den mittleren Landesteil und den Osten, bevor er am Sonntag die Mitte und die Osthälfte erreiche. Nur die Küstenregionen dürften von der extremen Hitze weitgehend verschont bleiben. Verantwortlich für die derzeitige Hitze sei zunehmend heiße bis extrem heiße Luft, die aus Südwesteuropa nach Deutschland ströme.

Drei Badetote bei Biblis, ein Toter an Badesee in Heddesheim

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Drei bei Biblis vermisste Männer sind tot aus dem Rhein geborgen worden. Einsatzkräfte fanden sie mehrere Kilometer entfernt. Auch in Heddesheim gab es einen tödlichen Badeunfall.

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Hitze treibt Nachfrage nach Ventilatoren in die Höhe

35 Grad und mehr: Die Hitzewelle bringt die Menschen in Deutschland zum Schwitzen – und steigert das Bedürfnis nach einer Abkühlung. Beliebt sind vor allem Ventilatoren in allen Größen, Planschbecken, Mineralwasser, Obst und Eis, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei mehreren Unternehmen zeigt. Gefragt sind laut Obi, Bauhaus und dem Branchenverband BHB vor allem mobile Klimageräte, Ventilatoren und Kinderplanschbecken. Bei einzelnen Produktgruppen könne es aufgrund der hohen Nachfrage vorübergehend zu eingeschränkten Beständen kommen, sagt ein Sprecher von Bauhaus. Ventilatoren würden meist zeitversetzt stärker gekauft, wenn mobile Klimageräte knapp werden.


Kirchen bieten Räume zum Abkühlen

Eine ganz besondere Form der Nächstenliebe bietet in der derzeitigen Hitzewelle in Deutschland die evangelische Kirche an: Die Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischöfin Kirsten Fehrs, lädt die Bundesbürger ein, Schutz in kühlen Kirchenräumen zu suchen. "Nächstenliebe zeigt sich auch darin, Menschen vor den Folgen extremer Hitze zu schützen", sagt sie der "Rheinischen Post" (Donnerstagsausgabe).  Im Rahmen der Aktion "Kühle Kirchen" hätten viele Gemeinden ihre Türen geöffnet, sagt Fehrs. "Sie bieten Menschen einen Ort zum Ausruhen, Durchatmen und Schutz vor der Hitze." Christliche Verantwortung zeige sich darin, "Menschen beizustehen, die auf Hilfe angewiesen sind".


Frankreich leidet unter Hitzewelle

Die Hitzewelle in Frankreich verschärft sich abermals. Der Wetterdienst Météo France erließ am Donnerstag für 72 Departements und damit den größten Teil des Landes ab mittags die höchste Warnstufe Rot. Erwartet werden flächendeckend Höchsttemperaturen zwischen 34 und 39 Grad und in einigen Regionen Temperaturen bis 41 Grad. Schon die Nacht war für die Menschen in Frankreich wieder extrem belastend. Vielfach sanken die Temperaturen nur auf 23 bis 26 Grad ab. Nachdem am Dienstag der heißeste Tag in Frankreich seit 1947 vermeldet worden war, wird der neue Rekord gleich am Mittwoch wieder gerissen, wenn auch nur mit einer geringfügig höheren Temperatur. Die Durchschnittstemperatur für das französische Festland klettert nach vorläufigen Werten auf 30 Grad, teilte Météo France mit. Das öffentliche Leben leidet massiv unter den hohen Temperaturen, Züge wurden gestrichen und Prüfungen und Sportwettkämpfe verschoben. Wasser ist in den Supermärkten zeitweise ausverkauft und es kommt zu Stromausfällen.

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Gewerkschaften fordern Abkühlpausen für Arbeitnehmer

Der Europäische Gewerkschaftsbund (EGB) fordert angesichts der Hitzewelle in Westeuropa nach dem Vorbild der Trinkpausen bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Amerika "Abkühlpausen" für europäische Arbeitnehmer. Es handle sich um "ein gutes Beispiel dafür, wie die Arbeit an den Klimawandel angepasst werden kann", erklärt EGB-Generalsekretärin Esther Lynch am Donnerstag. Allerdings bräuchten Bauarbeiter, Obstpflücker oder Busfahrer "deutlich länger als drei Minuten, um sich zu erholen", fügt sie hinzu. "Die während der Weltmeisterschaft eingesetzten Abkühlpausen haben das Augenmerk auf die Gefahr gelenkt, die von extremer Hitze für Beschäftigte ausgeht", betont Lynch. Die Dachorganisation, die nach eigenen Angaben 45 Millionen Beschäftigte aus 94 Gewerkschaften in 42 Ländern vertritt, erklärt, die Europäische Kommission solle darauf hinarbeiten, Beschäftigten bei hohen Temperaturen ein "Recht auf Pausen ohne Lohnverlust" zu gewähren.