Buckelwal Timmy: Ministerium verlangt Daten von Hilfsinitiative

Initiative soll Peilsender-Infos teilen:Buckelwal Timmy: Ministerium fordert Daten

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Buckelwal Timmy wurde von einer privaten Initiative freigesetzt. Doch Daten zum Ort und Zustand des Wals fehlen. Das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommerns fordert Aufklärung.

Mann schwimmt neben Wal auf dem Rettungsschiff

Bei der Freilassung des Wals wurde gegen Absprachen verstoßen. Jetzt soll die Crew des Rettungsschiffs zu den Geschehnissen an Bord befragt werden.

04.05.2026 | 2:14 min

Wegen noch immer fehlender Informationen zum Ort und Zustand des von der Ostseeküste abtransportierten Buckelwals fordert das Schweriner Umweltministerium Klarheit von der privaten Initiative. Diese sei schriftlich darum gebeten worden, Daten des am Wal angebrachten GPS-Senders zu übermitteln oder Gründe zu liefern, warum dies nicht möglich sei, sagte eine Sprecherin des Ministeriums auf Nachfrage.

Sollte dies nicht geschehen, werde das Ministerium rechtliche Schritte prüfen, so die Sprecherin. Zuvor hatte darüber der "Spiegel" berichtet. Offene Fragen müssten geklärt werden, sagte sie. Die Peildaten seien schon mehrfach vergeblich angefordert worden.

Der Buckelwal ist nach Angaben aus dem Team der verantwortlichen Privatinitiative in der Nordsee freigesetzt worden.

Der in der Ostsee gestrandete Buckelwal ist nach mehreren Rettungsversuchen endlich in der Nordsee angekommen.

02.05.2026 | 1:38 min

Buckelwal Timmy: Ministerium fordert Daten

Dem Umweltministerium von Mecklenburg-Vorpommern zufolge war mit der Initiative vereinbart worden, dass ein GPS-Sender am Wal angebracht wird und Peildaten übermittelt werden. Das sei bislang nicht eingehalten worden. Nach Aussage von Karin Walter-Mommert, einer Geldgeberin der Initiative hinter dem Transport, soll der Sender zwar Signale liefern, eine Ortung des Tieres sei aber unmöglich.

Am vergangenen Samstag war der Meeressäuger in der Nordsee freigesetzt worden. Aktuell ist unbekannt, wie es ihm geht und wo er sich aufhält. Tierschutzorganisationen hatten die langfristigen Überlebenschancen des Wals übereinstimmend als sehr gering eingeschätzt.

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Quelle: dpa
Über dieses Thema berichteten verschiedene Sendungen, unter anderem das ZDF-Mittagsmagazin am 04.05.2026 ab 12:00 Uhr.

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