Die Preisträger im Überblick:Berlinale: Goldener Bär für "Gelbe Briefe" von Ilker Çatak
Der Goldene Bär für den besten Film auf der 76. Berlinale geht an "Gelbe Briefe" von Ilker Çatak. Das entschied die Jury um den deutschen Regisseur Wim Wenders.
Regisseur Ilker Çatak gewinnt mit "Gelbe Briefe" den Goldenen Bären der Berlinale.
Quelle: epa | CLEMENS BILANDer Film "Gelbe Briefe" des Berliner Regisseurs von Ilker Çatak erhält den Goldenen Bären der 76. Berlinale. Das entschied die Internationale Jury um den deutschen Regisseur Wim Wenders. Die Preisgala fand am Samstagabend im Berlinale-Palast am Potsdamer Platz statt.
Damit hat erstmals seit mehr als 20 Jahren der Film eines deutschen Regisseurs die wichtigste Auszeichnung des Filmfestivals erhalten. Zuletzt hatte "Gegen die Wand" von Fatih Akin im Jahr 2004 den Goldenen Bären gewonnen.
Regisseur und Drehbuchmitautor Çatak ("Das Lehrerzimmer") erzählt in der ZDF/ARTE-Koproduktion die Geschichte eines türkischen Künstlerpaares aus der Theaterwelt in Ankara. Die deutliche politische Positionierung des Paares führt zu einem Berufsverlust und damit materieller Not. Sie sollen mundtot gemacht werden.
Bald werden die begehrten Bären vergeben. Wir ziehen eine Bilanz und fragen Katja Nicodemus in Berlin nach ihren Eindrücken und Favoriten.
20.02.2026 | 12:02 minSilberner Bär für Filme "Kurtulus" und "Queen at Sea"
Der türkische Film "Kurtulus" von Regisseur Emin Alper erhielt den Silbernen Bären, Großer Preis der Jury. Dabei geht es um die Fortsetzung einer Fehde in einem abgelegenen Dorf in den türkischen Bergen.
- Goldener Bär für den besten Film: "Gelbe Briefe" von Ilker Çatak
- Silberner Bär Großer Preis der Jury: "Kurtulus" von Emin Alper
- Silberner Bär Preis der Jury: "Queen at Sea" von Lance Hammer
- Silberner Bär für die beste Regie: Grant Gee für "Everybody Digs Bill Evans"
- Silberner Bär für die beste schauspielerische Leistung in einer Hauptrolle: Sandra Hüller in "Rose"
- Silberner Bär für die beste schauspielerische Leistung in einer Nebenrolle: Anna Calder-Marshall und Tom Courtenay in "Queen at Sea"
- Silberner Bär für das beste Drehbuch: Geneviève Dulude-de Celles für "Nina Roza"
- Silberner Bär für eine herausragende künstlerische Leistung: Anna Fitch und Banker White für "Yo (Love is a Rebellious Bird)"
- Bester Dokumentarfilm: "If Pigeons Turned to Gold" von Pepa Lubojacki
- GWFF Preis Bestes Spielfilmdebüt: "Chronicles From the Siege" von Abdallah Alkhatib
Der Silberne Bär, Preis der Jury, wurde an die britisch-amerikanische Produktion "Queen at Sea" vergeben. In dem Streifen von Regisseur Lance Hammer mit Schauspielerin Juliette Binoche geht es um das schwierige Thema Demenz.
Noch immer ist die weibliche Sicht im Kino unterrepräsentiert. Die diesjährige Berlinale fiel durch viele starke Auftritte von Filmemacherinnen auf.
21.02.2026 | 2:17 minSandra Hüller für beste schauspielerische Leistung geehrt
Schauspielerin Sandra Hüller wurde zuvor mit dem Silbernen Bären für die beste schauspielerische Leistung in einer Hauptrolle ausgezeichnet. Die 47-Jährige erhielt die Auszeichnung für ihre Rolle in der ZDF/ARTE-Koproduktion "Rose" von Markus Schleinzer.
Hüller verkörpert in dem Drama eine Frau, die sich im 17. Jahrhundert in einem kleinen, abgelegenen Dorf als Mann ausgibt. Einzig so sieht sie die Chance auf ein freies, selbstbestimmtes Dasein. Als sie entlarvt wird, kennt die Dorfgemeinschaft kein Erbarmen. Der österreichische Regisseur Schleinzer erzählt die Geschichte in strengen Schwarz-Weiß-Bildern.
Die Thüringerin gewann bereits 2006 den Silbernen Bären als beste Darstellerin für ihre Rolle in dem Drama "Requiem".
Am Vortag vor der Berlinale-Preisverleihung lassen wir nochmal Revue passieren: Welche Filme haben die Kritiker überzeugt - und welche das Publikum mitgerissen?
20.02.2026 | 1:29 minSonntag: Abschluss der Berlinale
Am Sonntag gehen die Internationalen Filmfestspiele Berlin dann mit einem Publikumstag zu Ende.
Seit dem 12. Februar waren auf der Berlinale 276 Filme zu sehen. Davon konkurrierten 22 Filme im Wettbewerb um den Goldenen und die Silbernen Bären.
Als Reaktion auf einen offenen Brief mehrerer Filmschaffender zum Nahostkonflikt hat Berlinale-Chefin Tricia Tuttle Zensurvorwürfe zurückgewiesen.
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von Nadia Nasser und Sherin Al-Khannakmit Video3:46 Dokumentarfilm bei der Berlinale:Wie leben junge Menschen aus Russland im Exil?
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