Einfache Sprache: Spitzen-Kandidaten in Baden-Württemberg

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Landtags-Wahlen einfach erklärt:Das sind die Spitzen-Kandidaten in Baden-Württemberg

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Für die Landtags-Wahl haben die Parteien Spitzen-Kandidaten. Die Spitzen-Kandidaten sind die Haupt-Personen der Parteien bei der Wahl.

Die Spitzen-Kandidaten in Baden-Württemberg

Das sind die Spitzen-Kandidaten (von oben links nach unten rechts): Cem Özdemir, Manuel Hagel, Andreas Stoch, Hans‑Ulrich Rülke, Markus Frohnmaier und Kim Sophie Bohnen

Quelle: picture alliance/dpa

Die Spitzen-Kandidaten sind wichtig, denn im Wahl-Kampf wird die Politik immer persönlicher.
Und sie sind wichtig, weil sie das Land regieren wollen.

Was macht ein Spitzen-Kandidat?

Fast jeder Politiker gehört zu einer Partei.
Für die Wahl bestimmt jede Partei eine wichtige Person: den Spitzen-Kandidaten.
Er führt die Partei bei der Wahl an.
Wenn viele Menschen eine Partei wählen, kann die Partei vielleicht in der Regierung mitarbeiten.
Der Spitzen-Kandidat der Partei mit den meisten Stimmen wird auch oft Minister-Präsident.
Der Minister-Präsident ist der Chef von der Regierung.

Wir stellen die Spitzen-Kandidaten der Parteien in diesem Text kurz vor.

Das sind die Spitzen-Kandidaten der Parteien

Cem Özdemir, Die Grünen
Cem Özdemir ist der Spitzen-Kandidat von der Partei Die Grünen.
Er will Minister-Präsident von Baden-Württemberg werden.
Cem Özdemir war schon Minister in der Bundes-Regierung.

Er ist der bekannteste Spitzen-Kandidat für die Wahl.
Er hat gute Chancen Minister-Präsident zu werden.

  • Er ist 60 Jahre alt.
  • Er wurde in Deutschland geboren.
  • Seine Eltern kamen zum Arbeiten aus der Türkei nach Deutschland.
  • Er hat eine Ausbildung zum Erzieher gemacht.
  • Er hat Sozialpädagogik studiert.
  • Er ist schon über 40 Jahre bei der Partei Die Grünen.
  • Er war im Bundestag und im Europa-Parlament.
  • Er war von 2021 bis 2025 Bundes-Minister für Ernährung und Landwirtschaft.
  • Er setzt sich für Umwelt-Schutz, Wirtschaft, Bildung und Integration ein.


Manuel Hagel, CDU
Manuel Hagel ist der Spitzen‑Kandidat von der Partei CDU.
CDU ist die Abkürzung für: Christlich Demokratische Union.
Manuel Hagel will Minister‑Präsident von Baden‑Württemberg werden.

Wenn er das schafft, ist er der jüngste Minister-Präsident in der Geschichte von Baden-Württemberg.
Manuel Hagel ist Chef der CDU im Landtag und Landes‑Chef seiner Partei.
Er hat auch gute Chancen Minister-Präsident zu werden.

  • Manuel Hagel ist 37 Jahre alt.
  • Er hat eine Ausbildung zum Bank-Kaufmann gemacht.
  • Er hat bei einer Sparkasse als Filial‑Leiter gearbeitet.
  • Er ist seit 2016 Abgeordneter im Landtag von Baden‑Württemberg.
  • Er ist seit 2021 Chef der CDU im Landtag.
  • Er ist seit 2023 Chef der CDU Baden‑Württemberg.
  • Für ihn sind Themen wie Wirtschaft, Bildung und Sicherheit wichtig.


Andreas Stoch, SPD
Andreas Stoch ist der Spitzen‑Kandidat von der Partei SPD.
SPD ist die Abkürzung für: Sozialdemokratische Partei Deutschlands.
Er möchte Minister-Präsident von Baden-Württemberg werden.

Dafür braucht die SPD viele Stimmen bei der Wahl.
Es gibt aber im Moment nicht so viele Menschen, die die SPD wählen wollen.
Es wird schwierig für ihn, Minister-Präsident zu werden.

  • Andreas Stoch ist 56 Jahre alt.
  • Er hat Rechts-Wissenschaften studiert.
  • Er hat als Rechts-Anwalt gearbeitet.
  • Er ist seit 2009 Abgeordneter im Landtag.
  • Von 2013 bis 2016 war er Minister für Bildung, Jugend und Sport in Baden-Württemberg.
  • Er ist seit 2016 Chef der SPD im Landtag.
  • Er ist seit 2018 Chef der SPD in Baden-Württemberg.
  • Er ist zum zweiten Mal Spitzen-Kandidat der SPD bei der Landtags-Wahl.
  • Für ihn sind Themen wie Wirtschaft, Bildung und bezahlbare Wohnungen wichtig.


Hans‑Ulrich Rülke, FDP
Hans‑Ulrich Rülke ist der Spitzen‑Kandidat von der Partei FDP.
FDP ist die Abkürzung für: Freie Demokratische Partei.

Hans‑Ulrich Rülke möchte, dass die FDP wieder in der Regierung von Baden-Württemberg mitmacht.
Dafür muss es die FDP aber wieder in den Landtag schaffen.
Das geht nur, wenn die Partei mehr als 5 Prozent von allen Stimmen bekommt.
Nur Parteien, die so viele Stimmen bekommen, dürfen in den Landtag.
Das nennt man: die 5-Prozent-Hürde schaffen.

  • Hans-Ulrich Rülke ist 64 Jahre alt.
  • Er hat Deutsche Sprache und Literatur, Politik und Geschichte studiert.
  • Er hat nach dem Studium einen Doktortitel gemacht.
  • Er hat als Lehrer am Gymnasium gearbeitet.
  • Er ist seit 20 Jahren Abgeordneter im Landtag von Baden‑Württemberg.
  • Er ist seit 2009 Chef der FDP im Landtag.
  • Er ist seit 2025 Chef der FDP in Baden‑Württemberg.
  • Er ist zum dritten Mal Spitzen-Kandidat der FDP bei der Landtags-Wahl.
  • Ihm sind Themen wie Wirtschaft, Sicherheit und Bildung wichtig.


Markus Frohnmaier, AfD
Markus Frohnmaier ist von der Partei AfD.
AfD steht für: Alternative für Deutschland.
Er will Minister-Präsident werden.
Aber: Seine Chance, Minister-Präsident zu werden, ist schlecht.
Denn: Keine andere Partei will mit der AfD zusammenarbeiten.

  • Markus Frohnmaier ist 35 Jahre alt.
  • Er wurde in Rumänien geboren.
  • Er ist erst auf die Hauptschule gegangen. Später hat er Abitur gemacht.
  • Er hat ein Studium in Rechts-Wissenschaften begonnen, aber nicht abgeschlossen.
  • Er hatte mit anderen die Jugend-Gruppe "Junge Alternative" von der AfD gegründet.
  • Er ist seit 2017 Abgeordneter von der AfD im Bundestag.
  • Er ist seit 2025 stellvertretender Chef der AfD im Bundestag.
  • Er will, dass weniger Menschen nach Deutschland kommen dürfen.
  • Er will, dass Maßnahmen zum Klima-Schutz aufhören.


Kim Sophie Bohnen, Die Linke
Die Partei Die Linke hat drei Spitzen-Kandidatinnen.
Das bedeutet: Drei Frauen führen die Partei gemeinsam in den Wahl-Kampf.
Sie heißen Kim Sophie Bohnen, Amelie Vollmer und Mersedeh Ghazaei.

Wir stellen in diesem Text nur die erste Spitzen-Kandidatin vor.
Sie heißt Kim Sophie Bohnen.
Sie steht ganz oben auf der Liste der Partei.
Kim Sophie Bohnen will, dass die Partei Die Linke in den Landtag kommt.
Die Partei hat gute Chancen, das zu schaffen.

  • Kim Sophie Bohnen ist 26 Jahre alt.
  • Nach dem Abitur hat sie eine Ausbildung als Bank-Kauffrau gemacht.
  • Sie hat Politik und Soziologie studiert.
  • Sie ist seit 2023 in der Leitung der Partei Die Linke in Baden-Württemberg.
  • Sie arbeitet seit 2025 als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bundestag für die Partei Die Linke.
  • Für sie sind unter anderem die Themen Miete und Wohnen wichtig.
  • Sie setzt sich dafür ein, dass Wohnungen nicht so teuer sind.


Hinweis zum Text in Einfacher Sprache:
Wichtige Worte sind fett.
Lange Worte sind mit einem Binde-Strich getrennt.
In den Texten gibt es nur die männliche Form.
Also zum Beispiel: die Wähler.
Und nicht: die Wählerinnen und Wähler.
Gemeint sind damit aber alle Menschen.
Das Ziel: Der Text soll leicht zu lesen sein.

Quelle: dpa-Custom Content

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