Landtags-Wahlen einfach erklärt:Die Partei Die Grünen gewinnt in Baden-Württemberg
Bei der Landtags-Wahl in Baden-Württemberg hat die Partei Die Grünen die meisten Stimmen bekommen. Cem Özdemir von Die Grünen wird wahrscheinlich der neue Minister-Präsident.
Cem Özdemir freut sich. Seine Partei Die Grünen hat die meisten Stimmen bei der Wahl in Baden-Württemberg bekommen.
Quelle: picture alliance/dpa/Bernd WeißbrodAm 8. März haben die Menschen in Baden-Württemberg den Landtag gewählt.
Die Partei Die Grünen hat die Wahl gewonnen.
Das bedeutet: Die Grünen haben die meisten Stimmen bekommen.
Der Spitzen-Kandidat von den Grünen war Cem Özdemir.
Er wird wahrscheinlich der neue Minister-Präsident.
Die Ergebnisse von der Wahl
Das sind die vorläufigen Ergebnisse:
Vorläufig bedeutet: Das sind die Ergebnisse bis jetzt.
Die endgültigen Ergebnisse gibt es erst in ein paar Tagen.
- Die Grünen haben 30,2 Prozent von den Stimmen bekommen.
- Die CDU hat 29,7 Prozent.
- Die AfD hat 18,8 Prozent.
- Die SPD hat 5,5 Prozent.
- Die FDP hat 4,4 Prozent.
- Die Linke hat 4,4 Prozent.
Das bedeutet: Die Parteien Die Linke und die FDP sind nicht im Landtag.
Denn Die Linke und die FDP haben die 5-Prozent-Hürde nicht geschafft.
Wenn 5 von 100 Wählern eine Partei wählen, hat die Partei 5 Prozent der Stimmen.
Wenn mindestens 5 Prozent der Wähler eine bestimmte Partei gewählt haben, bekommt die Partei Sitze im Landtag.
Je mehr Stimmen die Partei bekommt, umso mehr Sitze bekommt sie.
Die Partei darf so viele Abgeordnete in den Landtag schicken, wie sie Sitze im Landtag hat.
Wenn weniger als 5 von 100 Wählern die Partei gewählt haben, bekommt die Partei keine Sitze im Parlament.
So viele Sitze bekommen die Parteien im Landtag
Im Landtag gibt es insgesamt 157 Sitze.
Nach dem aktuellen Stand werden die Sitze im Landtag so verteilt:
- Die Grünen bekommen 56 Sitze.
- Die CDU bekommt 56 Sitze.
- Die AfD bekommt 35 Sitze.
- Die SPD bekommt 10 Sitze.
Wer wird in Baden-Württemberg regieren?
Die Grünen können nicht allein regieren.
Denn dafür haben sie nicht genug Stimmen.
Und dadurch haben sie nicht genug Sitze im Landtag.
Nur mit einer eindeutigen Mehrheit, kann eine Partei allein regieren.
Für eine Mehrheit braucht die Regierung im Landtag von Baden-Württemberg 79 Sitze.
Das heißt: Die Grünen brauchen mindestens eine weitere Partei, um eine Regierung zu bilden.
Die Zusammenarbeit von Parteien nennt man Koalition.
Die Grünen werden jetzt mit anderen Parteien sprechen.
Das nennt man: Koalitions-Gespräche.
Diese Koalitionen sind möglich
Die Grünen und CDU:
Die beiden Parteien bilden seit 2016 die Regierung in Baden-Württemberg.
Es ist sehr wahrscheinlich, dass sie wieder zusammenarbeiten und die neue Regierung bilden.
Zusammen hätten die Parteien 112 Sitze im Landtag.
CDU und AfD:
Die CDU hätte zusammen mit der AfD eine Mehrheit im Landtag.
Zusammen hätten die Parteien 91 Sitze.
Aber Manuel Hagel hat gesagt: Wir arbeiten nicht mit der AfD zusammen.
Manuel Hagel ist der Spitzen-Kandidat der CDU.
Auch die anderen Parteien wollen nicht mit der AfD zusammenarbeiten.
Zusammengefasst: Was bedeuten die Ergebnisse?
Cem Özdemir:
- Cem Özdemir von der Partei Die Grünen wird wahrscheinlich Minister-Präsident.
- Das Wahlergebnis ist sehr knapp.
- Die Grünen liegen nur 0,5 Prozent vor der CDU.
- Darum haben Die Grünen und die CDU die gleiche Anzahl von Sitzen im Landtag.
SPD:
- Die SPD hat viele Stimmen verloren.
- So wenig Stimmen hatte die SPD noch nie in Baden-Württemberg.
- Und: So wenig Stimmen hatte die SPD noch nie bei einer Landtags-Wahl in Deutschland.
AfD:
- Die AfD hat viele Stimmen gewonnen.
- So viele Stimmen hatte die AfD noch nie bei einer Landtags-Wahl in West-Deutschland.
FDP:
- Die FDP hat viele Stimmen verloren.
- Die FDP ist zum ersten Mal nicht im Landtag in Baden-Württemberg vertreten.
- Bei der Landtags-Wahl 2021 hatte die FDP noch mehr als doppelt so viele Stimmen bekommen.
Wahl-Beteiligung:
- Die Wahl-Beteiligung lag bei 69,6 Prozent.
- Das ist mehr als bei der letzten Landtags-Wahl.
- Bei der Landtags-Wahl 2021 waren es 63,8 Prozent.
- Zum ersten Mal durften in Baden-Württemberg Menschen ab 16 Jahren wählen.
Hinweis zum Text in Einfacher Sprache:
Wichtige Worte sind fett.
Lange Worte sind mit einem Binde-Strich getrennt.
In den Texten gibt es nur die männliche Form.
Also zum Beispiel: die Wähler.
Und nicht: die Wählerinnen und Wähler.
Gemeint sind damit aber alle Menschen.
Das Ziel: Der Text soll leicht zu lesen sein.
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