Event mit Harald Lesch:Live: So sehen Sie die totale Sonnenfinsternis über Mallorca
Mallorca steht ein ganz besonderes Erlebnis bevor: eine totale Sonnenfinsternis. Noch dazu zum Sonnenuntergang. Sie können das beim ZDF gleich in mehreren Livestreams verfolgen.
Der Himmel über Mallorca wird heute Abend zum Schauplatz eines seltenen Naturschauspiels: eine totale Sonnenfinsternis bei Sonnenuntergang. "Das heißt, die Sonne geht verfinstert unter", erklärt Astrophysiker und Terra-X-Moderator Harald Lesch. "Und das ist natürlich irre."
Harald Lesch und Co-Moderatorin Jasmina Neudecker begleiten das Ereignis in einem "Terra X Harald Lesch Spezial" mit Gästen wie dem Astronauten Alexander Gerst auf der Insel in Spanien.
Mitten in der Hauptsaison erlebt die Balearen-Insel einen zusätzlichen Touristen-Ansturm: Hunderttausende Schaulustige wollen dort übermorgen die Sonnenfinsternis beobachten.
10.08.2026 | 1:30 minSie können die Sonnenfinsternis über Mallorca ab 20 Uhr in mehreren Livestreams verfolgen, unter anderem zeigt eine Spezialkamera die Phasen der Sonnenfinsternis, Terra-X-Moderator Eric Mayer ist an einem Strand auf Mallorca unterwegs. Ergänzt wird das Angebot durch eine 360-Grad-Kamera.
Am Abend des 12. Augusts ordnen sich Sonne, Mond und Erde in einer Reihe an. Von der Arktis bis Mallorca gibt es eine totale, in Deutschland eine partielle Sonnenfinsternis.
07.08.2026 | 0:54 minNeben dem Livestream können Sie das "Terra X Harald Lesch Spezial" ab 20:15 Uhr auch auf 3sat verfolgen sowie die Phase der Totalität bei entsprechenden Witterungsverhältnissen von etwa 20:25 bis 20:35 Uhr im ZDF-Hauptprogramm.
Fakten zur Sonnenfinsternis
Um die längste Phase der totalen Verdunkelung zu erleben, muss man am 12. August an die Westküste Islands reisen. Dort kann man über zwei Minuten lang den seltsamen Anblick genießen. Die Geschwindigkeit, mit der der Mondschatten über die Erde läuft, wird zu niedrigeren Breitengraden hin immer schneller. In Spanien wird die Totalität nur eine Minute oder weniger anhalten.
Obwohl es dieses Mal in Deutschland nicht zur Totalität kommt, sind wir trotzdem nah genug am Pfad der Verfinsterung, um eine beeindruckende Bedeckung zu erleben. Gerade im Süden Deutschlands darf man mit bis zu 90 Prozent Verfinsterung rechnen, kurz bevor die verdunkelte Sonne dann am Horizont versinkt.
Generell ist eine Verfinsterung der Sonne auf der Erde eigentlich keine Seltenheit. Im Schnitt ist alle 18 Monate irgendwo auf dem Planeten eine totale Sonnenfinsternis zu sehen. Doch der Mondschatten auf der Erde ist im Schnitt nur etwa 160 Kilometer breit und so ist das Spektakel jeweils nur in sehr begrenzten Bereichen zu sehen. Hinzu kommt, dass die Erde schnell rotiert und so nur ein sehr dünner, zeitlich stark begrenzter Pfad der Verfinsterung entsteht.
Die meisten Sonnenfinsternisse bleiben sogar gänzlich unbeobachtet: Neben unbewohnten Gebieten ist ein Großteil der Erdoberfläche mit Ozeanen bedeckt, von wo aus selten jemand zusieht.
Die letzte totale Sonnenfinsternis war 1999 über Deutschland zu sehen. Das nächste Mal ist es erst wieder 2081 so weit. In Spanien und Portugal, die dieses Jahr die Totalität erleben, gab es die letzte totale Sonnenfinsternis 1912.
Kurz bevor der Mond die Sonne komplett verdunkelt, sickert Sonnenlicht durch die kleinen Unebenheiten am Rand des Mondes. Durch lunare Täler und Berge entstehen dort für ein paar Sekunden kleine helle Punkte, die man die "Bailyschen Perlen" nennt.
Ein paar Tage nach der Sonnenfinsternis am 12. August wird während der folgenden Vollmondphase Ende August eine Mondfinsternis folgen. In den frühen Morgenstunden des 28. August treten hierzulande über 96 Prozent der Fläche des Vollmonds in den Erdschatten ein. Durch die Lichtstreuung erscheint unser Trabant dann in tiefem Kupferrot und ist auch als "Blutmond" bekannt.
Im Gegensatz zur Sonnenfinsternis ist eine Mondfinsternis von der gesamten Nachtseite der Erde aus zu sehen und es bedarf auch keiner besonderen Schutzausrüstung, um das Phänomen zu verfolgen.
Die Totalität der Sonnenfinsternis von der Erde aus betrachtet ist möglich, da der Mond ziemlich genau 400-mal kleiner als die Sonne ist und dabei ziemlich genau 400-mal näher an der Erde steht als die Sonne. Die beiden Scheiben passen von unserem Planeten aus gesehen also perfekt aufeinander.
Das wird aber nicht immer so sein. Der Mond entfernt sich von der Erde. Langsam, aber sicher, mit etwa 3,78 Zentimetern pro Jahr. Nach den aktuellen Berechnungen heißt das, dass die letzte totale Sonnenfinsternis in etwa 600 Millionen Jahren von der Erde aus sichtbar sein wird. Danach gibt es nur noch die sogenannten "Ring of Fire"-Sonnenfinsternisse, bei denen die Mondscheibe kleiner wirkt als die Sonnenscheibe und so während des Maximums der Verfinsterung ein heller Ring um den Mond herum sichtbar bleibt.
Von Jana Steuer
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