Planetenparade 2026: Wie, wo und wann man das Spektakel sieht

Merkur, Venus und Co.:Planetenparade: Wie und wo man das seltene Spektakel sieht

von Phylicia Whitney

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Ein besonderes Ereignis ist in diesen Tagen wieder am Himmel zu sehen: eine Planetenparade. Was steckt hinter dem Phänomen, welche Planeten sind sichtbar und wie sieht man sie?

Erklärgrafik zur Planetenparade 2026

Was steckt hinter dem Himmelsphänomen der Planetenparade?

26.02.2026 | 0:54 min

In diesen Tagen lassen sich mehrere Planeten am Himmel beobachten: Merkur, Venus, Saturn, Neptun, Jupiter, Uranus - ergänzt durch den Mond als Orientierungshilfe. Von einer Planetenparade ist dann die Rede, wenn mehrere von der Erde aus gleichzeitig sichtbar sind.

"Die Planeten stehen dabei jedoch nicht in einer Reihe, sondern entlang einer gebogenen Linie, die sich von Ost nach West über den gesamten Himmel zieht. Diese Linie wird Ekliptik genannt", erklärt Dr. Mathias Jäger, wissenschaftlicher Leiter am Planetarium Mannheim.

Infografik: Planetenparade - sechs Planeten sind Ende Februar gleichzeitig am Himmel zu sehen


Was ist eine Planetenparade?

Der Begriff beschreibt eine Konstellation, bei der mehrere Planeten zur gleichen Zeit am Himmel auftauchen. Sie bewegen sich auf ähnlichen Bahnebenen um die Sonne. Deshalb erscheinen sie aus unserer Sicht entlang der Ekliptik. Das ist die Spur, auf der die Sonne am Himmel wandert, auch wenn die Planeten in Wirklichkeit auf eigenen Bahnen um die Sonne kreisen.

Der Eindruck einer Linie entsteht durch diese Perspektive. Tatsächlich verteilen sich die Planeten über unterschiedliche Bereiche des Himmels.

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Welche Planeten sind 2026 zu sehen?

Besonders auffällig ist derzeit ein Planetentrio: "Drei Planeten können in der Abenddämmerung nahe des westlichen Horizonts beobachtet werden: Venus, Merkur und Saturn", erklärt Jäger.

Diese Planeten gehen Ende Februar je nach Standort zwischen 19:00 Uhr und 20:00 Uhr unter, wobei die Venus den Anfang macht und Saturn das Schlusslicht bildet.

  • Mit Blick auf den Neptun erklärt Experte Jäger:

In unmittelbarer Nähe des Saturn befindet sich auch Neptun: Für diesen benötigt man jedoch ein Teleskop.

Dr. Mathias Jäger, wissenschaftlicher Leiter am Planetarium Mannheim

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  • Jupiter ist von allen Planeten der Parade am einfachsten zu finden. Er steht abends hoch im Südosten im Sternbild der Zwillinge. Wer zuvor das Trio im Westen betrachtet hat, muss sich deutlich umdrehen, um ihn zu sehen.

  • Uranus steht ungefähr zwischen Jupiter und dem Trio, hoch im Südsüdwesten. Auch er ist ohne optische Hilfe nicht zu erkennen.

Am Samstag, den 28. Februar 2026, ergänzt der zunehmende Mond den Bogen der sichtbaren Himmelskörper Richtung Osten. Er kann als Orientierung dienen.

Wann ist die Sicht besonders gut?

Für Merkur ist die aktuelle Woche entscheidend. Seine beste Sichtbarkeit fällt in diese Tage. Bereits in der kommenden Woche wird es deutlich schwieriger, ihn am Himmel zu finden, da er sich wieder näher an die Sonne heranbewegt.

Die Beobachtung gelingt am besten in den frühen Morgenstunden vor Sonnenaufgang. Wichtig ist eine freie Horizontsicht ohne Häuser, Bäume oder Hügel. In Bodennähe kann Dunst die Sicht zusätzlich erschweren.

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Die aktuelle Konstellation erreicht ihren Höhepunkt voraussichtlich am 28. Februar 2026. An diesem Tag stehen die beteiligten Planeten aus Sicht der Erde besonders günstig verteilt am Himmel.

Wann war die letzte und wann folgt die nächste Planetenparade?

Mehrere mit bloßem Auge sichtbare Planeten gleichzeitig zu sehen, kommt in mehrjährigen Abständen vor. Vergleichbare Konstellationen gab es zuletzt in den Jahren 2022 und 2023.

"Die nächste Parade erwartet uns bereits am 12. August (2026) am Morgenhimmel. Dann werden Jupiter, Merkur, Mars, Uranus, Saturn und Neptun zu sehen sein. Am Abend desselben Tages können wir auch eine partielle Sonnenfinsternis bewundern", sagt Dr. Mathias Jäger. Die jeweiligen Anordnungen unterscheiden sich jedoch deutlich, da sich die Umlaufbahnen ständig verändern.

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Braucht man ein Teleskop?

Venus, Jupiter und Saturn sowie Merkur sind bei klarem Himmel mit bloßem Auge sichtbar. Für Uranus und insbesondere Neptun ist ein Teleskop nötig. Doch selbst mit einem Teleskop bleibt Neptun eine Herausforderung.

Grundsätzlich gilt: Niemals direkt in die aufgehende oder untergehende Sonne blicken.

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