VW-Betriebsrat schließt Kündigungen aus

50.000 Stellen in Gefahr?:VW-Betriebsrat schließt Kündigungen aus

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Zehntausende Arbeitsplätze stehen beim Volkswagen-Konzern im Zuge eines Sparprogramms auf der Kippe. Der Betriebsrat pocht darauf, Kündigungen und Werksschließungen zu vermeiden.

Ein am 9. Juli 2026 aufgenommenes Foto zeigt das Volkswagen-Logo (VW) an einem Gebäude des Werks in Wolfsburg, Deutschland.

Volkswagen-Chef Oliver Blume will Fabrikschließungen im Ringen um die Zukunft zehntausender Arbeitsplätze vermeiden. Ihm zufolge gebe es intelligentere Lösungen als Werke zu schließen.

12.07.2026 | 0:22 min

Die Volkswagen-Betriebsratschefin Daniela Cavallo hat sich klar gegen Entlassungen und Werksschließungen bei VW ausgesprochen.

Wir schließen betriebsbedingte Kündigungen definitiv aus

Daniela Cavallo, Volkswagen-Betriebsratschefin

Das sagte die Gesamt- und Konzernbetriebsratsvorsitzende am Montagabend nach einem Treffen mit dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Olaf Lies (SPD) im VW-Nutzfahrzeugwerk Hannover. Auch Werksschließungen seien "für uns keine Option".

Moderatorin im Schaltgespräch mit ZDF-Börsenexpertin Valerie Haller

Nach zähem Ringen im Aufsichtsrat um neue Sparpläne herrscht bei Volkswagen weiter Unklarheit. ZDF-Börsenexpertin Valerie Haller mit der Analyse.

10.07.2026 | 1:01 min

VW-Chef Blume spricht von 50.000 Stellen

Vor zusätzlichen Betriebsversammlungen an mehreren Standorten forderte Cavallo den Vorstand auf, den Beschäftigten seine Pläne zu erklären. Ein Zukunftsprogramm könne nicht allein aus Personalabbau, niedrigeren Arbeitskosten und infrage gestellten Standorten bestehen. Die Arbeitnehmerseite erwarte eine "Vorwärtsstrategie".

VW-Chef Oliver Blume hatte zuletzt einen zusätzlichen Abbau von rechnerisch rund 50.000 Stellen ins Gespräch gebracht. Für die Werke in Hannover, Emden, Zwickau und Neckarsulm gibt es nach Konzernangaben für die Zeit nach Auslaufen der derzeitigen Fahrzeugproduktion Anfang der 2030er Jahre bislang keine gesicherte Belegung.

Moderatorin im Schaltgespräch mit ZDF-Börsenexperte Frank Bethmann

Ein drastischer Sparplan soll Autobauer VW aus der Krise holen – laut Konzernchef Blume könnten bis zu 50.000 weitere Stellen gestrichen werden. ZDF-Börsenexperte Frank Bethmann berichtet.

13.07.2026 | 0:55 min

Stellenabbau: Niedersachsen pocht auf VW-Gesetz

Niedersachsens Ministerpräsident Lies (SPD) forderte, gemeinsam Perspektiven für die Standorte zu entwickeln. "Hier geht es um ein bisschen mehr als nur um die Frage einer Rendite, eines Cashflows oder einer Dividende", sagte der Regierungschef. Die Sorgen der Beschäftigten und die Bedeutung der Werke für ganze Regionen müssten berücksichtigt werden.

Zugleich stellte sich Lies deutlich hinter Mitbestimmung und VW-Gesetz. Wer sich als Vorstand damit beschäftige, wie sich Mitbestimmung oder VW-Gesetz reduzieren ließen, sei "nicht auf der richtigen Spur unterwegs". Das VW-Gesetz sichert dem Land Niedersachsen als Großaktionär besonderen Einfluss auf Volkswagen und erschwert wichtige Entscheidungen des Unternehmens gegen den Willen des Landes und der Arbeitnehmervertreter.

Hannovers Betriebsratschef Stavros Christidis brachte als Perspektive für das Werk die Rückkehr des klassischen Transporters ins Spiel. Dafür müsste die Kooperation mit Ford in diesem Segment beendet werden. Der derzeitige VW- Transporter wird gemeinsam mit Ford entwickelt und in der Türkei produziert.

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Quelle: dpa
Über dieses Thema berichtete das heute journal update am 24.08.2026 ab 23:40 Uhr.
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