Wettbewerbsklagen: Paramount setzt Warner Brothers-Übernahme aus

Nach Wettbewerbsklagen:Paramount setzt Übernahme von Warner Brothers aus

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Zwölf US-Bundesstaaten haben gegen die geplante Übernahme von Warner Brothers durch Paramount geklagt. Mit Erfolg: Der Mega-Deal wird vorerst auf Eis gelegt.

Das Paramount-Logo auf einem Wasserturm auf dem Gelände der Paramount Studios zu sehen.

Paramount will Warner Bros. Discovery übernehmen. Zwölf US-Bundesstaaten haben Klage eingereicht, um die geplante Fusion zu stoppen. Sie befürchten weniger Wettbewerb und schlechtere Inhalte.

14.07.2026 | 0:33 min

Der Hollywood-Konzern Paramount setzt den geplanten Kauf des Konkurrenten Warner Brothers nach Wettbewerbsklagen von zwölf US-Bundesstaaten und der Drehbuchautoren-Gewerkschaft vorerst aus. Die mehr als 100 Milliarden Dollar schwere Übernahme soll erst nach einer Entscheidung zu den Klagen oder spätestens am 1. Juni 2027 weiter vorangetrieben werden, wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht.

Der Rechtsstreit hat auch deshalb Relevanz, weil Kritiker der Regierung von US-Präsident Donald Trump befürchten, dass der zu Warner Brothers gehörende Nachrichtensender CNN unter dem Dach von Paramount die redaktionelle Unabhängigkeit verlieren könnte.

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Deal zunächst bis Mitte August ausgesetzt

Eine Richterin hatte den geplanten Deal zunächst bis Mitte August ausgesetzt, um über die Forderung der demokratisch regierten Bundesstaaten und der Drehbuchautoren nach einer einstweiligen Verfügung gegen den Vollzug der Übernahme zu entscheiden. Dabei signalisierte sie, dass sie die Wettbewerbsbedenken durchaus ernst nimmt.

Mit der Aussetzung der Übernahme sind die Forderungen nach einer einstweiligen Verfügung vorerst hinfällig. Die separaten Klagen der Bundesstaaten und der Drehbuchautoren wurden inzwischen in einem Verfahren zusammengeführt.

Ein Wasserturm mit Paramount Logo. Im Hintergrund sind die Hollywood Hills mit dem berühmten Schriftzug "Hollywood".

Zuletzt hatte Paramount den Zuschlag für die Übernahme des Konkurrenten Warner Brothers erhalten. Nun warnen mehr als 1.000 Filmschaffende vor Folgen wie weniger Arbeitsplätze und höhere Kosten.

13.04.2026 | 0:53 min

Vertragsstrafe von sieben Milliarden Dollar möglich

Für Paramount könnte der Aufschub ziemlich teuer werden. Um die Warner-Aktionäre zu überzeugen, versprach Paramount ihnen zusätzliche Zahlungen für jedes Quartal nach dem 30. September dieses Jahres bis zum Abschluss der Übernahme. Das dürfte den Konzern etwa 650 Millionen Dollar pro Vierteljahr kosten.

Die Ironie dabei: Paramount warb bei Warner damit, dass der Deal zwischen den beiden Unternehmen wettbewerbsrechtlich viel unproblematischer sein werde als eine Übernahme durch den letztlich ausgestochenen Streaming-Riesen Netflix. Warner und Paramount setzten sich den 4. Juni kommenden Jahres als Frist für den Abschluss des Deals. Für den Fall, dass die Übernahme platzen sollte, sagte Paramount Warner eine Vertragsstrafe von sieben Milliarden Dollar zu.

Logo Netflix

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EU-Kommission hatte die Übernahme gebilligt

Die US-Regierung hatte den Milliardendeal ohne Auflagen genehmigt. Das Justizministerium kam zu der Einschätzung, dass der Zusammenschluss weder dem Wettbewerb noch US-Verbrauchern schaden werde - das gelte sowohl im TV- und Streaming-Geschäft als auch in der Filmproduktion. Die EU-Kommission billigte die Übernahme mit der Auflage, dass Paramount aus dem gemeinsamen Vertrieb von Filmen an Kinos in Europa mit Universal Pictures aussteigt.

Luftaufnahme des Paramount-Logos auf dem Wasserturm der Paramount Studios am 23. Februar 2026 in Los Angeles, Kalifornien. Paramount Skydance ist bereit, sein Übernahmeangebot für Warner Bros. Discovery über das aktuelle Gebot von Netflix hinaus zu erhöhen, was zu einem Bieterwettstreit mit hohen Einsätzen führen könnte, bei dem Netflix sich aus dem Geschäft zurückziehen könnte, wenn es überboten wird.

Mit der Warner-Übernahme durch Paramount landet CNN unter Kontrolle der Ellison-Familie. Kritiker fürchten aufgrund der Trump-Nähe der neuen Besitzer um die Unabhängigkeit von CNN.

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Quelle: dpa
Über dieses Thema berichtete das ZDF am 14.07.2026 ab 10 Uhr bei ZDFheute Xpress.

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