Bierabsatz sinkt weltweit:Heineken streicht bis zu 6.000 Stellen
Der niederländische Bierbrauer Heineken will in den nächsten zwei Jahren bis zu 6.000 Stellen streichen. Die Kosten müssten weiter gesenkt werden, kündigte das Unternehmen an.
Die Brauereien in Deutschland haben im letzten Jahr 7,8 Milliarden Liter Bier verkauft. Das sind sechs Prozent weniger als noch 2024 und die geringste Menge seit Beginn der Datenerfassung 1993.
02.02.2026 | 0:35 minDie schwächere Nachfrage nach Bier veranlasst die Brauerei Heineken zu einem drastischen Stellenabbau. Im vergangenen Jahr wurde rund 1,2 Prozent weniger Bier verkauft. Vor allem der Absatz in Nord- und Südamerika sowie Europa steht nach Angaben des Unternehmens unter Druck. Um die Kosten zu senken, will das niederländische Unternehmen in den kommenden zwei Jahren bis zu 6.000 Jobs streichen.
Heineken ist der zweitgrößte Brauereikonzern der Welt mit insgesamt mehr als 85.000 Beschäftigten. Das Unternehmen ist in 190 Ländern aktiv.
Der Stellenabbau solle in den kommenden zwei Jahren stattfinden und sei Teil einer neuen Strategie bis zum Jahr 2030. Ziel sei es, mit weniger Ressourcen ein höheres Wachstum zu erzielen. Davon erhofft sich der Konzern, zu dem unter anderem Marken wie Tiger, Amstel und Desperados gehören, deutliche Einsparungen.
Niedrigere Gewinnerwartung für 2026
Im abgelaufenen Jahr 2025 übertraf Heineken die Erwartungen noch. Der Betriebsgewinn legte organisch um 4,4 Prozent zu, Analysten hatten mit einem Plus von vier Prozent gerechnet. 2025 wurde ein Umsatz von rund 34,2 Milliarden Euro und ein Gewinn von rund 1,9 Milliarden Euro erzielt.
Für 2026 zeigte sich das Management jedoch zurückhaltender: Der Betriebsgewinn soll nur noch um zwei bis sechs Prozent zulegen, zuvor hatte Heineken eine Spanne von vier bis acht Prozent in Aussicht gestellt.
Erst Vollrausch, dann der Krankenhausaufenthalt? Bei Kindern und Jugendlichen wird das seltener: Zahlen für 2024 zeigen einen neuen Tiefstand behandelter Alkoholvergiftungen.
13.12.2025 | 0:22 minHeineken will jährlich bis zu 500 Millionen Euro sparen
Heineken will nun auf weitere Digitalisierung und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz etwa beim Marketing setzen. Auch sollen einige Brauereien gestrichen werden. Welche Länder vom Stellenabbau betroffen werden, sagte das Unternehmen noch nicht.
Heineken will nach eigenen Angaben jährlich 400 bis 500 Millionen Euro sparen. Bereits im Oktober hatte das Unternehmen Umstrukturierungen angekündigt, um rund zwei Milliarden Euro einzusparen. Am Hauptsitz in Amsterdam sollen den Angaben zufolge rund 400 Stellen gestrichen werden.
Debatte über Mindestalter:Wein und Bier erst ab 18?
Konzernchef Dolf van den Brink hatte Mitte Januar überraschend seinen Rücktritt zum 31. Mai angekündigt. Einen Grund nannte der 52-Jährige nicht, er erklärte lediglich: "Ich glaube, es ist der richtige Zeitpunkt."
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