Wegen Umgang mit Standortdaten:Google muss 400 Millionen Euro Strafe zahlen
Google muss wegen Verstößen gegen europäische Datenschutzregeln mehr als 400 Millionen Euro Strafe zahlen. Im Fokus steht der Umgang mit Standortdaten von Nutzern.
Nicht zum ersten Mal muss Google in Europa eine Millionenstrafe zahlen. Dieses Mal wegen des Umgangs mit den Standortdaten seiner Nutzer.
21.09.2026 | 0:33 minDer US-Techgigant Google muss wegen Verstößen gegen die Europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) mehr als 400 Millionen Euro Strafe zahlen. Das teilte die irische Datenschutzkommission DPC mit. Demnach geht es um den Umgang mit Standortdaten von Nutzern zwischen 2018 und 2020.
Beanstandet wurde die Verarbeitung der Standortdaten in den Bereichen Web- und App-Aktivitäten, Standortverlauf und Standortgenauigkeit.
Kontrollverlust über persönliche Daten
Betroffene Personen seien sich möglicherweise nicht darüber im Klaren gewesen, dass ihre Standortdaten beispielsweise dazu verwendet wurden, sie mit Werbung zu beeinflussen oder Rückschlüsse auf ihre Interessen zu ziehen, und dass sie die Kontrolle über ihre persönlichen Daten verlieren konnten, sagte der stellvertretende Leiter der Behörde, Graham Doyle, einer Mitteilung zufolge. Dass die Standortdaten der Nutzer länger als erforderlich gespeichert wurden, habe diesen Kontrollverlust verschärft.
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31.07.2026 | 1:15 minEin Google-Sprecher teilte dazu mit, es gehe um frühere Praktiken, die inzwischen aktualisiert worden seien.
Seit 2019 haben wir unsere Verfahren umfassend weiterentwickelt und leistungsfähige Tools eingeführt, mit denen sich Standortdaten einfach verwalten lassen.
Sprecher von Google
Google hat Verfahren weiterentwickelt
Demnach könne inzwischen eingestellt werden, dass Daten automatisch in einem Abstand von 3, 18 oder 36 Monaten gelöscht würden. Zeitachsendaten werden demnach direkt auf dem Gerät gespeichert. Personalisierte Werbung könne ganz abgeschaltet werden.
Welche Standortinformationen Google speichert und wie genau diese sind, hängt vom jeweiligen Dienst sowie den Geräte- und Kontoeinstellungen ab.
Wegen unzulässiger Wettbewerbspraktiken soll Google eine Millionenstrafe zahlen. Das Urteil der EU-Kommission sei mild, aber zwingend nötig, so KI-Expertin Miriam Meckel.
23.07.2026 | 4:52 minGoogle hat seinen europäischen Sitz in der irischen Hauptstadt Dublin, daher sind die irischen Datenschützer zuständig. Die Untersuchung war 2020 eingeleitet worden, nachdem sich mehrere europäische Verbraucherschutzorganisationen beschwert hatten.
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