Verletzung der Privatsphäre von Kindern:TikTok legt Streit mit US-Justiz für 400 Millionen bei
TikTok zahlt im Streit um den Datenschutz von Kindern in den USA 400 Millionen Dollar. Damit werde eine Klage des US-Justizministeriums beigelegt, teilte die Behörde mit.
Im Streit mit der US-Justiz um Verstöße gegen die Privatsphäre von Kindern hat sich TikTok zu einem Vergleich bereiterklärt.
Quelle: dpaDie Kurzvideo-App TikTok und ihr chinesischer Mutterkonzern ByteDance legen eine Klage des US-Justizministeriums wegen des Sammelns der Daten von Kindern mit einer Zahlung von 400 Millionen Dollar bei. Es handele sich um "eine der höchsten jemals erzielten Zahlungen" in einem Fall des Datenschutzes für Minderjährige im Internet, teilte das US-Justizministerium am Freitag mit.
Die EU-Kommission wirft TikTok zu schwache Schutzregeln für Minderjährige vor. Öffentliche Profile könnten Missbrauch erleichtern. Bei ausbleibenden Änderungen drohen dem Konzern Strafen.
24.07.2026 | 0:29 minMit dem Vergleich sei kein Schuldeingeständnis verbunden. Das Ministerium wies darauf hin, dass TikTok seit Einreichung der Klage im Jahr 2024 erhebliche Änderungen an seinen Datenschutzrichtlinien und Geschäftspraktiken vorgenommen habe.
In Frankreich stimmten Senat und Parlament im Juli für die Einführung eines Social-Media-Verbots für unter 15-Jährige. Das Verbot diene der mentalen Gesundheit der Jugendlichen.
22.07.2026 | 0:20 minUS-Justiz ging noch unter Biden gegen TikTok vor
Das US-Justizministerium hatte TikTok 2024 noch unter dem damaligen Präsidenten Joe Biden verklagt. Der Vorwurf lautete, die Plattform habe zugelassen, dass Kinder unter 13 Jahren ohne Zustimmung ihrer Eltern Accounts anlegten. Damit habe der Dienst gegen das Gesetz zum Datenschutz bei Kindern verstoßen.
TikTok hat wissentlich und wiederholt die Privatsphäre von Kindern verletzt und damit die Sicherheit von Millionen Kindern im ganzen Land gefährdet.
Vorwurf des US-Justizministeriums
Bei der App TikTok hätten auch im "Kindermodus" erstellte Konten für Nutzer unter 13 Jahren E-Mail-Adressen und andere persönliche Informationen gesammelt, kritisierten das Ministerium und die Verbraucherschutzbehörde Federal Trade Commission (FTC). TikTok hatte die Vorwürfe zurückgewiesen.
Dean war bis zu 10 Stunden täglich online. In einer Klinik in Berchtesgaden lernt er Leben ohne Dauer-Scrollen. Laut DAK-Report sind 1,5 Mio. Kinder und Jugendliche suchtgefährdet.
25.03.2026 | 2:58 minTrump rettete TikTok in den USA
Um ein Verbot der App in den USA abzuwenden, hatte ByteDance im Januar der Gründung eines mehrheitlich in US-Besitz befindlichen Joint Ventures zugestimmt. Dies hatte US-Präsident Donald Trump durchgesetzt. Damit sollen die Daten der mehr als 200 Millionen US-Nutzer geschützt werden.
Das US-Gemeinschaftsunternehmen von TikTok erklärte in Gerichtsunterlagen, dass alle Nutzer ihr Geburtsdatum angeben müssten. Zudem verfüge die Plattform über Systeme zur Altersüberprüfung und lösche Zehntausende Konten von Nutzern unter 13 Jahren.
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