Meta: Millionenstrafe wegen Vernachlässigung des Kinderschutzes

US-Jury spricht Konzern schuldig :Millionenstrafe für Meta wegen mangelnden Kinderschutzes

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Seit Jahren steht der Facebook-Konzern Meta unter Druck. Eine US-Jury verurteilte den Konzern nun wegen mangelnden Schutzes von Kindern. Gegen Meta laufen weitere Verfahren.

Das Logo des US-Unternehmens Meta ist während der Technologie- und Innovationsmesse "Vivatech" zu sehen

Dem Tech-Riesen wird schon länger vorgeworfen, junge Nutzerinnen und Nutzer abhängig gemacht zu haben.

Quelle: AFP

Der Facebook-Mutterkonzern Meta ist in den USA wegen mangelnden Schutzes von Kindern auf seinen Plattformen zu einer Strafzahlung von 375 Millionen Dollar verurteilt worden. Eine Jury im Bundesstaat New Mexico sah es als erwiesen an, dass Meta gegen das dortige Verbraucherschutzgesetz verstoßen habe. Der Generalstaatsanwalt des Bundesstaates hatte Meta vorgeworfen, Nutzer über die Sicherheit von Facebook, Instagram und WhatsApp zu täuschen und die sexuelle Ausbeutung von Kindern zu begünstigen.

Meta kündigte an, in Berufung zu gehen. Man sei mit dem Urteil nicht einverstanden, teilte der Konzern mit. Das Unternehmen arbeite mit Hochdruck daran, die Sicherheit in seinen Netzwerken zu gewährleisten

Fotomontage: Mark Zuckerberg und ein anderer Mann mit Brille vor der US-Flagge. Außerdem die Logos von Facebook, X, Instagram, Youtube, Tiktok und Whatsapp. Auf der linken Bildhälfte das gelbe auslandsjournal-a.

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Weitere Klagen gegen Meta anhängig

Die Entscheidung in New Mexico ist das erste Geschworenenurteil dieser Art gegen den Social-Media-Konzern.
Meta steht seit Jahren wegen des Umgangs mit dem Jugendschutz in der Kritik. Ausgelöst wurde dies unter anderem durch die Aussage einer Whistleblowerin vor dem Kongress im Jahr 2021. Demnach soll das Unternehmen gewusst haben, dass seine Produkte schädlich sein könnten, sich jedoch geweigert haben, Maßnahmen zu ergreifen.

Unabhängig von dem Verfahren in New Mexico sieht sich Meta mit Tausenden weiteren Klagen konfrontiert. Darin wird dem Konzern vorgeworfen, seine Dienste absichtlich so zu gestalten, dass sie junge Menschen süchtig machen und damit zu einer landesweiten Zunahme psychischer Erkrankungen beitragen. In einigen dieser Verfahren werden laut Unterlagen des Konzerns Schadensersatzforderungen in zweistelliger Milliardenhöhe geltend gemacht.

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Generalstaatsanwalt: "Historischer Sieg für jedes Kind und jede Familie"

Das Urteil sei "ein historischer Sieg für jedes Kind und jede Familie, die den Preis dafür gezahlt hat, dass Meta Profit über die Sicherheit von Kindern gestellt hat", erklärte Generalstaatsanwalt Raúl Torrez, der die Klage eingereicht hatte. Die Führungsebene von Meta habe gewusst, "dass ihre Produkte Kindern schaden, ignorierten Warnungen ihrer eigenen Mitarbeiter und belogen die Öffentlichkeit hinsichtlich dessen, was sie wussten".

Die Anklage hatte von Meta die höchstmögliche Geldbuße von 5.000 Dollar für jeden der geschätzt 221.000 Minderjährigen in New Mexico, die Online-Netzwerke nutzen, gefordert. Insgesamt belief sich die geforderte Strafe damit auf rund 2,2 Milliarden Dollar.

Quelle: Reuters, AFP
Über das Thema berichtete das gemeinsame Morgenmagazin von ARD und ZDF am 25.03.2026 ab 06:30 Uhr.

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