Elektromotoren und Fusionsenergie:Deutscher Gründerpreis 2026: Das sind die Gewinner
Sie entwickeln Fusionskraftwerke, hochempfindliche Quantensensoren: Sechs Unternehmen standen beim Deutschen Gründerpreis im Finale. Wer hat gewonnen?
Hightech Agenda Deutschland: Innovative Technologien für mehr Wettbewerbsfähigkeit und Unabhängigkeit von China und USA. Können Gründer mit ihren Erfindungen den Weg dahin ebnen?
08.09.2026 | 28:35 minSechs Unternehmen haben es ins Finale des Deutschen Gründerpreises 2026 geschafft. Ihre Ideen reichen von ressourcenschonender Metallbearbeitung bis zur Fusionsenergie. In Berlin wurden heute Abend bei der Verleihung des Deutschen Gründerpreises die Sieger bekanntgegeben.
Seit mehr als zwei Jahrzehnten zeichnet der Deutsche Gründerpreis herausragende Unternehmerpersönlichkeiten in Deutschland aus. In diesem Jahr traten in den Kategorien Startup und Aufsteiger jeweils drei Finalisten und Finalistinnen an. Die Verleihung fand im ZDF-Hauptstadtstudio in Berlin statt.
Das sind die Gewinner
Hier sind die Gewinner der jeweiligen Kategorien:
- Start-up: Proxima
- Aufsteiger: Deep Drive
- Lebenswerk: Dirk Rossmann
- Sonderpreis: OMS
- Schüler: Team "IceGreen" aus Würselen für Öko-Streusalz
Was die Finalisten in den Kategorien Start-up und Aufsteiger ausmacht, lesen Sie im Folgenden.
Kategorie Start-up: Kühltechnik, Babytragen und Fusionsenergie
In der Kategorie Start-up waren drei junge Unternehmen nominiert, die ihre Geschäftsidee besonders erfolgreich am Markt etablieren konnten:
- Proxima Fusion aus München verfolgt ein deutlich größeres Ziel: Das aus dem Max-Planck-Institut für Plasmaphysik hervorgegangene Unternehmen entwickelt Fusionskraftwerke auf Basis der Stellarator-Technologie. Aus jahrzehntelanger Grundlagenforschung soll so eine CO2-freie, grundlastfähige Energiequelle entwickelt werden.
- AdaptX Systems aus Berlin hat ein Verfahren entwickelt, das Werkzeuge bei der Metallbearbeitung direkt am Kontaktpunkt kühlt - ähnlich einer Klimaanlage. Die üblicherweise eingesetzten Kühlschmierstoffe sollen dadurch überflüssig werden. Die drei Gründer wollen so eines der kostenintensivsten Elemente der Fertigung sauberer und ressourcenschonender machen.
- Flybaby, ebenfalls aus Berlin, produziert Babytragen nahezu nahtlos direkt aus der 3D-Strickmaschine. Die Schwestern Elisabeth und Gesine Hillmann verbinden dabei Industriedesign mit moderner Stricktechnologie, sparen Materialabfall und vereinen die Vorteile von Tragetuch und klassischer Trage. Ihr Produkt ist bereits in 13 Ländern erhältlich.
Kategorie Aufsteiger: Elektromotoren, Antennen und Quantentechnik
In der Kategorie Aufsteiger wurden bereits am Markt etablierte, wachstumsstarke Unternehmen gewürdigt. Auch hier standen drei Firmen im Finale:
- DeepDrive aus Garching hat eine Doppelrotor-Technologie für Elektromotoren entwickelt, die mit weniger Magnetmaterial und Eisen auskommen als herkömmliche Antriebe. Gemeinsam mit einigen der größten Automobilhersteller der Welt will das Unternehmen damit den elektrischen Antrieb effizienter und günstiger machen.
- mtex antenna technology aus Wiesbaden baut hochpräzise Antennen und Radioteleskope, die Signale aus dem Weltall empfangen und Raumsonden steuern. Das von einem Vater-Sohn-Team gegründete Unternehmen zählt zu den gefragten Technologiepartnern für internationale Wissenschafts- und Raumfahrtprojekte.
- Pixel Photonics aus Münster entwickelt hochempfindliche Einzelphotonendetektoren, mit denen sich einzelne Lichtteilchen nachweisen lassen - eine Schlüsselkomponente für Quantencomputer, abhörsichere Kommunikation und medizinische Diagnostik. Die Gründer wollen eine bislang auf Forschungslabore beschränkte Technologie industriell skalierbar machen.
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09.09.2025 | 28:45 minWirtschaftspreis mit langer Tradition
Initiatoren des Deutschen Gründerpreises sind die Sparkassen, das ZDF, Porsche und die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Neben den Kategorien Startup und Aufsteiger vergab die Jury an dem Abend auch einen Preis für das Lebenswerk sowie einen Sonderpreis.
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