Panzerbauer KNDS: Berlin und Paris einigen sich zu Einstieg

Bund will 40 Prozent übernehmen:Panzerbauer KNDS: Berlin und Paris einigen sich zu Einstieg

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Der deutsche Staat will sich zu 40 Prozent am Panzerbauer KNDS beteiligen. Darauf haben sich Berlin und Paris geeinigt. Es soll ein führendes Rüstungsunternehmen entstehen.

Besucher gehen während des Cleantech Future Festivals in Remscheid an einem Schild der KNDS Deutschland Tracks GmbH vorbei.

Deutschland und Frankreich haben eine Einigung zur deutschen Beteiligung am Rüstungskonzern KNDS erzielt. Deutschland strebe 40 Prozent der Anteile an, so Regierungssprecher Kornelius.

22.06.2026 | 0:29 min

Deutschland und Frankreich haben eine Vereinbarung zum Einstieg der Bundesregierung beim Panzerbauer KNDS getroffen. Beide Staaten sollen künftig den gleichen Anteil an dem Unternehmen halten, wie es in einer gemeinsamen Erklärung hieß. Die Bundesregierung strebe eine Beteiligung in Höhe von 40 Prozent an, teilte Regierungssprecher Stefan Kornelius mit.

Später wolle die Bundesregierung den Anteil wieder verringern. Der Haushaltsausschuss des Bundestages muss dem Vorhaben allerdings noch zustimmen.

KNDS soll Streitkräfte beider Länder beliefern

KNDS ist Hersteller von Waffensystemen wie dem Kampfpanzer Leopard 2 und der Panzerhaubitze 2000. Das Unternehmen entstand durch die Fusion von Krauss-Maffei Wegmann und dem französischen Unternehmen Nexter. Aktuell befindet sich KNDS im Besitz der deutschen Familie hinter Krauss-Maffei Wegmann und des französischen Staates.

Die Hauptwaffensysteme BOXER (Radfahrzeug), PUMA (Infanteriekampffahrzeug) und LEOPARD 2 (Hauptkampfpanzer) sind auf dem KNDS-Werksgelände in München ausgestellt

Im Mai war bekannt geworden, dass Deutschland Milliardeninvestitionen beim Panzerbauer KNDS plant. Der Konzern bereitet zudem einen Börsengang vor.

21.05.2026 | 1:40 min

Die Bundesregierung und der französische Élysée-Palast wollen KNDS zu einem führenden europäischen und globalen Verteidigungsunternehmen ausbauen, das die französischen Streitkräfte und die Bundeswehr beliefert. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sagte:

Mit der 40-prozentigen Beteiligung des Bundes an KNDS sichern wir Schlüsseltechnologien, industrielle Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Deutschland.

Katherina Reiche, Bundeswirtschaftsministerin

Deutschland und Frankreich würden künftig auf Augenhöhe über die Entwicklung eines Unternehmens entscheiden, das für die europäische Verteidigungsfähigkeit von zentraler Bedeutung sei, so Reiche. KNDS begrüßte die Einigung zwischen Berlin und Paris.

Quelle: dpa
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress in dem Beitrag "Einigung zu KNDS-Beteiligung erzielt" am 22.06.2026 um 14:10 Uhr.

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