Spritpreise seit Beginn des Iran-Kriegs: Dieselpreis von zwei Euro

Krieg in Nahost treibt Spritkosten:Ölpreise steigen: Diesel knackt die Zwei-Euro-Marke

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Der Konflikt rund um den Iran wirkt sich spürbar auf den Energiemarkt aus. Diesel überschreitet die Zwei-Euro-Marke, auch Benzin wird teurer. Der ADAC rät zum Preisvergleich.

Sachsen, Dresden: Ein Tankstutzen steckt an einer Tankstelle in der Tanköffnung eines Fahrzeugs

Die Preise für Diesel und Öl ziehen massiv an und schüren die Sorge vor Inflation. Was wird warum teurer?

04.03.2026 | 3:02 min

Der Dieselpreis ist infolge der Verwerfungen des Iran-Krieges zwischenzeitlich auf mehr als zwei Euro geklettert. In der morgendlichen Preisspitze um 7:15 Uhr ermittelte der ADAC einen bundesweiten Durchschnittspreis von 2,054 Euro pro Liter. Der Preis schwankt allerdings, so lag er um 8:30 Uhr bei 1,991 Euro.

Auch Superbenzin der Sorte E10 legte deutlich zu und kostete in der morgendlichen Spitze 1,995 Euro pro Liter. Der Anstieg fiel aber nicht ganz so stark aus wie beim Dieselpreis, der dem ADAC zufolge deutlich sensibler auf Krisen reagiert.

Andreas Klinner im Gespräch mit ZDF-Wirtschaftsexperte Florian Neuhann

Wenn die Ölpreise steigen, steigen die Spritpreise wie eine Rakete nach oben - wenn sie wieder fallen, sinken die Preis nur langsam.

04.03.2026 | 2:24 min

An normalen Tagen sind Benzin und Diesel morgens in der Regel mehr als 10 Cent teurer als am Abend. Zuletzt hatte der schnelle Anstieg diese Entwicklung aber zumindest teilweise überlagert.

Tagesdurchschnittspreise steigen ebenfalls stark

Schon am Montag und Dienstag war der Spritpreis schnell gestiegen. Der bundesweite Tagesdurchschnittswert, der die starken Schwankungen im Tagesverlauf ausgleicht und dadurch auf lange Sicht besser vergleichbar ist, lag am Dienstag bei 1,897 Euro für einen Liter E10 und bei 1,917 Euro für einen Liter Diesel. Das waren 5,8 beziehungsweise 10,1 Cent mehr als am Montag beziehungsweise 12,1 und 17,7 Cent mehr als am Freitag.

Preismast einer Tankstelle. Die Preise haben sich massiv erhöht für  Diesel und Benzin.

Die Bundesregierung plant laut Bundeswirtschaftsministerin Reiche keine Spritpreisbremse zur Entlastung von Autofahrern. Neben Benzin stieg zuletzt vor allem der Dieselpreis.

04.03.2026 | 0:22 min

Ein weiterer Anstieg des Tagesdurchschnittspreises ist angesichts der aktuellen Zahlen wahrscheinlich. Dass Diesel auch in diesem Wert die 2-Euro-Marke überschritt, war zuletzt im September 2022 passiert.

Schifffahrt durch Straße von Hormus eingeschränkt

Seit der Konflikt im Nahen Osten am Samstag eskaliert ist, steigen die Preise für Öl und in der Folge auch für Sprit und Heizöl. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Straße von Hormus. Durch dieses Nadelöhr vor der Küste des Irans fährt rund ein Fünftel der globalen Öltransporte. Jede Störung dort kann die Energiepreise steigen lassen und der Iran hat den Schiffsverkehr als Reaktion auf die Angriffe eingeschränkt.

Die Bundesregierung plant keine Spritpreisbremse zur Entlastung der Autofahrer.

Der Ölpreis ist in den vergangenen Tagen deutlich gestiegen. Ob das Öl wirklich knapp ist oder ob es einen anderen Grund für den enormen Anstieg gibt, berichtet Frank Bethmann.

04.03.2026 | 1:09 min

Der Ölpreis ist - zusammen mit dem Dollarkurs - der wichtigste Treiber für Veränderungen beim Spritpreis. Der Wirtschaftsverband Fuels und Energie wies auch darauf hin, dass der Nahe Osten derzeit auch als Lieferant von fertigem Kraftstoff - insbesondere Diesel - teilweise ausfalle.

Versorgungsengpässe werden nicht erwartet

Versorgungsengpässe seien aber nicht zu befürchten, weder bei Benzin und Diesel, noch bei Heizöl oder Flugkraftstoff, hieß es zuletzt. Deutschland beziehe sein Rohöl aus rund 30 Ländern. Hauptlieferländer sind demnach Norwegen, die USA, Libyen, Kasachstan und Großbritannien.

kerstin-andrea

Trotz steigender Öl- und Gaspreise durch den Iran-Krieg gibt es beim Gas vorerst keine Preiserhöhung. Grund sind langfristige Lieferverträge, so Kerstin Andreae vom Energieverband.

04.03.2026 | 5:10 min

Je nach Tankstelle kann es große Abweichungen zum Durchschnittspreis geben. So gab es auch am Morgen noch viele Tankstellen, an denen Diesel noch unter 2 Euro pro Liter zu haben war. Gerade in Krisenzeiten lohne sich der Preisvergleich besonders, betont der ADAC.

Quelle: dpa
Über dieses Thema berichtete das ZDF in verschiedenen Sendungen, unter anderem im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF am 04.03.2026 ab 5:30 Uhr sowie das ZDF spezial "Krieg in Nahost - Droht ein langer Konflikt?" am 04.03.2026 ab 19:25 Uhr.

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