Nach Englands Pleite gegen Argentinien:Trump kritisiert Tuchel-Taktik
Die WM steuert auf das Finale zu, Zeit für Bilanzen: FIFA-Präsident Infantino dankt Trump für das "großartigste" Ereignis der Menschheit. Trump dagegen kritisiert Englands Trainer.
US-Präsident Donald Trump und FIFA-Chef Gianni Infantino lobten die WM in Kanada, Mexiko und den USA überschwänglich als großen Erfolg.
Quelle: dpaSelbst Donald Trump hat sich in die Liste der Kritiker von Thomas Tuchels Taktik im verlorenen WM-Halbfinale Englands eingereiht. Der US-Präsident schwärmte beim FIFA-Empfang in New York über Bayern-Stürmer Harry Kane - und wunderte sich über dessen Rolle beim 1:2 gegen Argentinien. "Sie haben geführt und dann ihren besten Spieler in die Defensive gestellt", sagte Trump an der Seite von Weltverbandschef Gianni Infantino.
England ist im WMHalbfinale gegen Argentinien aus dem Turnier geflogen. Hat Trainer Tuchel den Sieg vercoacht?
16.07.2026 | 0:21 minTuchel steht in England massiv in der öffentlichen Kritik von Medien und Experten. Ihm wird vorgeworfen, nach der Führung für England das Team zu weit zurückgezogen und nur noch auf Verteidigung gesetzt zu haben.
Was weiß ich schon vom Coachen? Aber das war etwas ungewöhnlich
Donald Trump, US-Präsident zum Halbfinale der Fußball-WM 2026
Trump meinte mit Blick auf Kane: "Ich denke, dass sie vielleicht einen Fehler gemacht haben, als sie ihn zu einem Defensivspieler gemacht haben."
Das Duell zwischen England und Argentinien war schon vor Anpfiff emotional aufgeladen. Die Partie gipfelte in einer verrückten Schlussphase.
15.07.2026 | 9:57 minTuchel erklärt Kane-Rolle
Tuchel selbst wurde wenig später bei der Pressekonferenz vor dem Spiel um Platz drei gegen Frankreich am Samstag in Miami Gardens auf die Aussagen Trumps angesprochen. Ob der Journalist nun den US-Präsidenten als Zeugen verwenden würde, gab der frühere Bundesligatrainer zunächst zurück.
Wir haben im tiefen Block verteidigt. So macht man das.
Thomas Tuchel, Nationaltrainer England
Tuchel sagte weiter über die taktische Rolle von Kapitän Kane: "Das hat er auch schon in der ersten Halbzeit gemacht. Der Unterschied ist, dass er danach rausgestoßen ist und wir die Lücken gefunden haben."
Neben Trump stand Gianni Infantino, der FIFA-Präsident nutzte die Bühne für eine Lobrede:
Dies war und ist nicht nur die großartigste Weltmeisterschaft aller Zeiten. Es ist das großartigste menschliche, soziale und kulturelle Ereignis, das die Menschheit je erlebt und gesehen hat.
Gianni Infantino, FIFA-Präsident
Infantino wandte sich an Trump, der zwar "keine Komplimente" brauche, "aber diese Weltmeisterschaft wäre ohne Sie nicht so ein unglaublicher Erfolg gewesen".
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