Fußball-WM 2026:Mexiko: USA wollten Irans Nationalteam nicht beherbergen
Irans Nationalteam verlegt sein WM-Quartier ins mexikanische Tijuana. Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum sagt, die FIFA sei mit der Bitte auf sie zugekommen.
Mexiko will die iranische Fußball-Nationalmannschaft für die anstehende Weltmeisterschaft aufnehmen. Ursprünglich sollte das Team in den USA unterkommen.
Sheinbaum: Keine Vorbehalte bei der Unterbringung des Iran-Teams
Der Grund für die nun geplante Verlegung des WM-Quartiers der iranischen Nationalmannschaft nach Mexiko war laut Präsidentin Claudia Sheinbaum die mangelnde Bereitschaft der USA, das Team aufzunehmen.
Die Vereinigten Staaten wollen nicht, dass die iranische Nationalmannschaft in den USA übernachtet.
Claudia Sheinbaum, Präsidentin Mexikos
Laut Sheinbaum habe die FIFA Mexiko gefragt, ob es bereit wäre, die Iraner unterzubringen. Die Antwort sei gewesen: "Ja, kein Problem, wir haben keinerlei Einwände", so die Staatschefin.
Der neue Standort der Iraner wird die an der Grenze zu den USA gelegene mexikanische Stadt Tijuana sein, wie nun auch die FIFA bestätigte. Einzelheiten würden noch geprüft, hatte Sheinbaum kurz zuvor gesagt.
US-Außenminister Rubio hat eine Teilnahme Irans an der Fußball-WM als alleinige Entscheidung Teherans bezeichnet. "Es gibt keine Aussage der USA, dass sie nicht kommen dürften", so Rubio.
24.04.2026 | 0:58 minUrsprünglich geplantes Quartier der Iraner in Arizona
Ursprünglich sollte das Nationalteam des Irans in Tucson im US-Bundesstaat Arizona unterkommen. Mehdi Tadsch, Präsident des iranischen Fußballverbandes, hatte als offiziellen Grund für die Verlegung des Quartiers die Entfernung nach Los Angeles genannt, wo der Iran seine ersten beiden Gruppenspiele gegen Neuseeland und Belgien bestreitet.
Durch die Nähe des Quartiers zur US-amerikanischen Grenze betrage die Anreise nach Los Angeles nur eine knappe Stunde. Auch die Probleme im Zusammenhang mit Visa und der Einreise seien so weitestgehend geklärt, sagte der Verbandspräsident.
US-Außenminister Rubio hat sich optimistisch zu den Verhandlungen mit Iran geäußert: Die USA würden der Diplomatie eine Chance geben, bevor man Alternativen prüfe. Eine Einigung sei möglich.
25.05.2026 | 0:20 minKonfliktlage sorgt für Diskussionen um Einreise in die USA
Iran befindet sich seit Ende Februar in einem militärischen Konflikt mit den USA. Die Einreise der iranischen Nationalmannschaft in die Vereinigten Staaten hatte für Diskussionen gesorgt.
Zuletzt hatten sich Vertreter des iranischen Fußballverbandes mit der FIFA in Istanbul getroffen, um über die WM-Teilnahme des Irans zu sprechen.
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