Vor der WM 2026:Wegen Ebola: USA fordern Quarantäne für Kongos Team
Auch wenn die Spieler der DR Kongo allesamt nicht in ihrer Heimat leben, müssen sie wegen des Ebola-Ausbruchs wohl in Quarantäne. Ansonsten droht das Aus für die Fußball-WM.
Das Weiße Haus fordert die Fußball-Nationalmannschaft der Demokratischen Republik Kongo zur Isolation vor der WM auf. Hintergrund ist der Ebola-Ausbruch im Land.
23.05.2026 | 0:19 minDie Nationalmannschaft der Demokratischen Republik Kongo soll sich vor der Fußball-WM 21 Tage lang isolieren. Andernfalls würde das Team die Einreise riskieren, sagte Andrew Giuliani, Leiter der Task Force des Weißen Hauses für die WM, beim Fernsehsender "ESPN". Bislang plant das Team, sein Quartier ab dem 11. Juni in Houston aufzuschlagen.
Die USA hätten dem Weltverband FIFA sowie der kongolesischen Nationalmannschaft und Regierung mitgeteilt, dass das Team in Belgien eine abgeschottete Umgebung einhalten müsse, so Giuliani. Dort trainiert das Team derzeit und bestreitet zwei Vorbereitungsspiele.
Wir möchten sicherstellen, dass auf diesem Wege nichts in unsere Nähe oder in die Nähe unserer Grenzen gelangt.
Andrew Giuliani, Task-Force-Leiter des Weißen Hauses für die WM
Aufenthalt in Kinshasa abgesagt
Unter der Woche hatte die DR Kongo wegen des Ebola-Ausbruchs im Osten des Landes schon ein geplantes dreitägiges Trainingslager sowie eine Abschiedsveranstaltung mit Fans in der Hauptstadt Kinshasa abgesagt.
Alle Nationalspieler sowie der französische Trainer Sébastien Desabre leben und arbeiten außerhalb des zentralafrikanischen Landes, die meisten Profis stehen bei französischen Klubs unter Vertrag.
Mit einem 1:0-Sieg nach Verlängerung im Playoff gegen Jamaika für die WM qualifiziert: Die Nationalmannschaft der DR Kongo.
Quelle: Imago / Straffon Images / Sandra BautistaDR Kongo gegen Portugal, Kolumbien und Usbekistan
Die Demokratische Republik Kongo ist erstmals seit 1974 wieder bei einer WM dabei. In Gruppe K trifft das Team zunächst am 17. Juni in Houston auf Portugal. Weitere Gegner sind Kolumbien am 23. Juni im mexikanischen Guadalajara sowie Usbekistan am 27. Juni in Atlanta (jeweils Ortszeit).
Nach der Corona-Pandemie seien viele Menschen verunsichert. Doch das Ebola-Risiko für Deutschland und Europa werde als sehr gering eingeschätzt, so Infektiologin Prof. Marylyn Addo.
22.05.2026 | 5:11 minEbolafieber ist eine ansteckende und lebensbedrohliche Krankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen. In der DR Kongo gibt es Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge inzwischen mehr als 700 Verdachtsfälle und fast 180 vermutete Ebola-Todesfälle. Einige Dutzend Fälle wurden bislang im Labor bestätigt.
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