WM in USA, Mexiko und Kanada:Trump-Vertrauter: Italien soll statt Iran bei WM spielen
Laut der FIFA soll Iran weiterhin bei der WM teilnehmen - ganz anders die Töne aus Washington. Soll der neue US-Vorschlag auch das angeschlagene Verhältnis nach Rom reparieren?
Die Fußball-WM 2026 findet ab Juni in den USA, Kanada und Mexiko statt.
Quelle: dpaEin Sonderbeauftragter von US-Präsident Donald Trump will das Team des Iran bei der Fußball-WM 2026 mit dem in der Qualifikation gescheiterten Italien ersetzen. Das berichtete die "Financial Times" unter Berufung auf Aussagen des US-Beauftragten Paolo Zampolli. Die Weltmeisterschaft wird in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen.
Ich kann bestätigen, dass ich Trump und (Fifa-Präsident Gianni) Infantino vorgeschlagen habe, dass Italien den Iran bei der WM ersetzt.
Paolo Zampolli, US-Sonderbeauftragter
WM: USA könnten Verhältnis zu Rom reparieren wollen
Er sei italienischer Abstammung, so Zampolli. Für ihn sei es "ein Traum", wenn der vierfache Weltmeister Italien bei einem Turnier vertreten sei, das in den USA stattfinde. "Mit vier Titeln haben sie die Reputation, die eine Aufnahme rechtfertigt."
Dass Italien zum dritten Mal in Folge die WM verpasst, schockiert die stolze Fußballnation. Die Probleme sind tiefgründig, Politik und Presse fordern weitreichende Konsequenzen.
02.04.2026 | 1:26 minHintergrund des Vorstoßes soll laut "Financial Times" das Bemühen sein, das angeschlagene Verhältnis von Trump zu Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni zu reparieren. Die beiden Staats- und Regierungschefs hatten sich im Anschluss an die Attacken von Trump auf Papst Leo XIV. zuletzt gegenseitig mit Kritik überzogen.
Nach seinem weltweiten Friedensappell wurde der Papst mehrfach von US-Präsident Trump verbal attackiert. Das kritisierte Italiens Ministerpräsidentin Meloni. Trump griff sie darauf ebenso an.
16.04.2026 | 2:27 minFIFA-Präsident hatte Irans Teilnahme zuletzt bekräftigt
Irans Teilnahme an der WM war wegen des Krieges mit den USA in den vergangenen Wochen infrage gestellt worden. FIFA-Präsident Infantino hatte zuletzt bei einer Veranstaltung des Fernsehsenders CNBC bekräftigt, dass der Iran "auf jeden Fall" an der Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer teilnehmen werde.
Die iranische Mannschaft kommt ganz sicher.
Gianni Infantino, FIFA-Präsident
Trotz der verlängerten Waffenruhe bleibt die Lage im Iran-Krieg angespannt. Der Iran hat erneut Schiffe in der Straße von Hormus angegriffen.
22.04.2026 | 1:22 minEr betonte, wie wichtig die Teilnahme des Landes an der WM sei. Die drei Vorrundenspiele des Irans gegen Belgien, Neuseeland und Ägypten sind in Seattle und nahe Los Angeles geplant. Den Wunsch des Irans, die Spiele nach Mexiko zu verlegen, hatte die FIFA abgelehnt. Die Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko beginnt am 11. Juni und dauert bis zum 19. Juli.
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