Familienticket, Ratenkäufe, Päckchen:Was ändert sich für Verbraucher im November?
Zum Monatswechsel stehen Veränderungen an: Im Ticketsystem der Deutschen Bahn, beim Ratenkauf und bei Päckchen. Auch bei Steuern und Versicherungen gibt es Einiges zu beachten.
Familien können für Fernverkehrsreisen mit der Deutschen Bahn wieder das Familienticket buchen. Das Angebot gilt für Reisen ab 1. November.
26.10.2026 | 0:21 minZum ersten November gibt es Preisveränderungen bei kleinen Paketen aus dem Nicht-EU-Ausland und bei Kleinkrediten. Auch bei Tickets der Deutschen Bahn gibt es Änderungen. Was sich zum Monatswechsel ändert:
Weitere EU-Gebühr auf Warensendungen aus dem Ausland
Päckchen aus Ländern außerhalb der EU werden ab dem 1. November teurer: Die EU führt eine Bearbeitungsgebühr von zwei Euro pro unterschiedlichem Artikel in einem Paket ein. Für jede Sendung werden also mindestens zwei Euro mehr fällig - zusätzlich zu den Zöllen auf kleine Päckchen, die es schon seit Juli gibt.
Die Einnahmen sollen die Kosten in den Zollbehörden decken, die wegen einer Paketflut in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen sind. Ein Großteil der in die EU geschickten Warensendungen kommen aus China, vor allem über Onlinehändler wie AliExpress, Shein und Temu. Die Unternehmen, die die neue Gebühr zahlen müssen, können sie etwa über Preiserhöhungen an ihre Kunden weitergeben.
Für Pakete aus Nicht-EU-Ländern ist schon im Sommer die Zollfreigrenze von 150 Euro entfallen.
01.07.2026 | 1:21 minNeue Regeln für Ratenkäufe
Ab dem 20. November gelten in Deutschland neue EU-Regeln für kleinere Kredite. So dürfen ab diesem Datum etwa auch "Buy Now, Pay Later"-Angebote unter 200 Euro nur nach Prüfung der Kreditwürdigkeit vergeben werden - das war vorher nicht der Fall.
Wer künftig ein solches Angebot nutze, etwa einen Ratenkauf oder eine Null-Prozent-Finanzierung, müsse zudem "ausführlich über Kosten, Laufzeit und Risiken des jeweiligen Kredits informiert werden, auch bei kleinsten Beträgen und kurzen Zahlungsaufschüben", erklärt die Stiftung Warentest.
Der Bundestag hat strengere Regeln für Verbraucherkredite beschlossen. Die Option "kauf jetzt, zahl später" könne zur Schuldenfalle werden.
17.04.2026 | 1:32 minPreisänderung beim Deutschlandticket
Ab 2027 erhöht sich der Preis des Deutschlandtickets von monatlich 63 Euro auf 66,80 Euro - je nach Anbieter müssen die Kundinnen und Kunden nun aktiv werden: Die Deutsche Bahn (DB) etwa bittet ihre Kundschaft, bis zum 30. November mitzuteilen, ob sie das Ticket-Abo zum neuen Preis behalten oder kündigen wollen.
Wer sich nicht fristgerecht zurückmelde, dessen Abo werde zum 31. Dezember gekündigt, erklärt die DB. Möglich ist eine Zustimmung zu den neuen Bedingungen im Kunden-Account auf bahn.de oder in der App DB Navigator.
Familienticket der DB jetzt dauerhaft
Das zunächst nur für einen begrenzten Zeitraum im Sommer eingeführte Familienticket der Deutschen Bahn gibt es ab November dauerhaft. Eine Hin- und Rückfahrt für bis zu fünf Personen kostet in dem Tarif 99,99 Euro inklusive ICE-Reservierung.
Die Bahn erweitert ihr Angebot durch mehr schnelle ICE-Verbindungen und zusätzliche Direktzüge. Ticketpreise sollen stabil bleiben.
26.10.2026 | 2:26 minChance auf günstigere Kfz-Versicherungen
Die meisten Kfz-Versicherungen haben eine Laufzeit bis Ende Dezember und können dementsprechend mit einer Frist von vier Wochen bis zum Vertragsende bis zum 30. November gekündigt werden.
Weil dieser Stichtag für viele Autofahrerinnen und -fahrer gilt, senken viele Unternehmen laut der Verbraucherorganisation Finanztip im Herbst ihre Beiträge, um Neukunden zu gewinnen - Verbraucherinnen und Verbraucher könnten so von günstigen Angeboten profitieren.
Steigende Beiträge belasten viele Kfz-Versicherte. Mit einem Tarifvergleich und einem Wechsel lässt sich oft Geld sparen.
22.10.2026 | 0:41 minLohnsteuerfreibetrag sichern
Wer viel Geld etwa für berufliche Fortbildungen und Fahrten ausgibt, kann noch bis zum 30. November einen "Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung" für 2026 stellen. Geld sparen Verbraucherinnen und Verbraucher damit zwar nicht - aber sie holen sich das Geld vom Staat sofort, was sie "sonst erst im folgenden Jahr mit der Steuererklärung erhalten" würden, erklärt Finanztip.
Auch müssen die Ausgaben eine Grenze von 600 Euro überschreiten - und Werbungskosten zählen nur mit, wenn sie den Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.230 Euro übersteigen. Wem der Lohnsteuerfreibetrag gewährt wird, der muss in der Regel eine Steuererklärung abgeben.
Weitere Ratgeber-Themen
Vom Bügelschloss bis zur GPS-Ortung:So können Sie Ihr E-Bike vor Diebstahl schützen
mit Video3:36Was für den Online-Antrag nötig ist :Führungszeugnis: So klappen Antrag und Zustellung digital
von Thilo Hopertmit Video0:41Halloween-Deko selbst gemacht:Gruseligen Kürbis für Halloween schnitzen - So geht's
von Sabine Meutermit Video5:44