Pipeline sabotiert?:Nord-Stream-Sprengung: Festnahme in Kroatien
Im Fall der gesprengten Nord-Stream-Pipelines ist ein weiterer Verdächtiger gefasst worden. Die Bundesanwaltschaft ließ den Mann in Kroatien festnehmen.
In Kroatien ist ein zweiter Tatverdächtiger im Zusammenhang mit den Anschlägen auf die Nord-Stream-Pipelines festgenommen worden. Es handele sich dabei um einen Taucher aus der Ukraine.
19.08.2026 | 1:37 minIm Zusammenhang mit den Anschlägen auf die Nord-Stream-Pipelines ist ein weiterer Tatverdächtiger festgenommen worden. Es handelt sich um einen ausgebildeten Taucher aus der Ukraine, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte. Vladimir Zhuravlev wurde demnach auf Grundlage eines Europäischen Haftbefehls in Kroatien gefasst.
Er werde des gemeinschaftlichen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion, der verfassungsfeindlichen Sabotage sowie der Zerstörung von Bauwerken verdächtigt. Der Beschuldigte solle nach einer Überstellung aus Kroatien dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden.
Rückblick 2023: Der Fall Nord Stream - Spurensuche auf der Ostsee
25.08.2023 | 36:08 minBei dem Festgenommenen handelt es sich um den Mann, der im Herbst 2025 bereits in Polen festgenommen worden war. Die polnische Justiz lehnte den deutschen Auslieferungsantrag damals ab, Zhuravlev kam frei. In einem Interview mit dem polnischen Sender TVP erklärte der Ukrainer später, er habe Nord-Stream nicht gesprengt.
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Zhuravlev soll sich an Tauchgängen beteiligt haben
Zhuravlev soll zu einer Gruppe gehört haben, die 2022 nahe der Insel Bornholm Sprengsätze an den Gasleitungen Nord Stream 1 und Nord Stream 2 platzierten, so die Ermittler. Der Beschuldigte habe sich an den dazu erforderlichen Tauchgängen beteiligt. Die Sprengsätze detonierten am 26. September 2022 und verursachten schwere Schäden an drei von vier Strängen der Pipelines.
Der Ukrainer Serhii K. ist bereits wegen Sprengung der Nord-Stream-Pipelines angeklagt. Sein Anwalt Nicola Canestrini erklärt im ZDF-frontal-Interview, warum er an einen Freispruch für K. glaubt.
25.07.2026 | 5:22 minSie waren zu dem Zeitpunkt nicht in Betrieb. Russland hatte die Gaslieferungen über Nord Stream 1 bereits kurz zuvor gestoppt, mutmaßlich als Reaktion auf die westlichen Sanktionen angesichts des russischen Einmarschs in die Ukraine. Nord Stream 2 ging nie in Betrieb.
Nord-Stream: Ukrainischer Offizier im August 2025 festgenommen
Eine erste Festnahme in dem Fall gab es im August 2025. Damals wurde ein früherer ukrainischer Offizier, Serhii K., im Urlaub in Italien gefasst und später nach Deutschland ausgeliefert.
Ende Juni klagte ihn die Bundesanwaltschaft als Mittäter eines Kriegsverbrechens gegen zivile Objekte an, außerdem wegen des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion, der Zerstörung von Bauwerken und der Störung öffentlicher Betriebe.
Im Zusammenhang mit den Anschlägen auf die Nord-Stream-Pipeline 2022 hat die Bundesanwaltschaft erstmals Anklage erhoben.
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von D. Gebhard, J. Klaus, C. Rohde