München: Etwa 200.000 Menschen protestieren gegen Irans Regime

Sohn von Ex-Schah bei Großdemo:München: 200.000 Menschen protestieren gegen Irans Regime

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Gegen die Gewalt des iranischen Regimes sind in München etwa 200.000 Menschen auf die Straße gegangen. Der Sohn des früheren Schahs, Reza Pahlavi, sprach zu den Demonstranten.

NCRI-Unterstützer protestieren am Odeonsplatz in München parallel zur MSC 2026 gegen Menschenrechtsverletzungen im Iran.

Rund 200.000 Menschen haben in München gegen das Mullah-Regime protestiert. Dazu aufgerufen hatte der Sohn des letzten Schahs, Reza Pahlavi, der zu Gast bei der Münchner Sicherheitskonferenz ist.

14.02.2026 | 0:21 min

Großkundgebung in Deutschland gegen die Führung in Iran: Rund 200.000 Menschen und damit deutlich mehr als erwartet haben am Samstag in München gegen das Regime in Teheran demonstriert.

Die Demonstration fand am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz statt, zu der auch der Sohn des 1979 gestürzten Schahs, der Exil-Oppositionelle Reza Pahlavi, angereist war. Am frühen Nachmittag erschien der 65-Jährige persönlich auf der Kundgebung. Als er auf der Bühne auf der Theresienwiese erschien, riefen zahlreiche Menschen "Lang lebe der König".

Iraner nehmen an einer Feier zum 47. Jahrestag der Islamischen Revolution teil. Im Iran sind landesweit Tausende Regierungsanhänger anlässlich des Jahrestags auf die Straßen gezogen

Vor 47 Jahren endete die Monarchie in Iran – abgelöst durch das Mullah-Regime. Nur Tage nach der brutalen Niederschlagung von Protesten ruft Irans Führung heute zum Feiern auf.

11.02.2026 | 2:32 min

Pahlavi: Iran in eine "demokratische Zukunft" führen

Organisiert wurde die Demonstration von dem Verein The Munich Circle. Viele Teilnehmer hatten iranische Fahnen dabei, häufig waren auch Bilder von Pahlavi zu sehen. Er wolle Iran in eine "demokratische Zukunft" führen, sagte Pahlavi bei der Demo.

Auf der Kundgebung forderten Redner einen friedlichen, demokratischen Neuanfang in Iran. Die Verantwortlichen der Führung in Teheran müssten für ihre Taten gegen die eigene Bevölkerung verfolgt und bestraft werden. Parallel waren am Samstag auch Großdemos in Toronto und Los Angeles geplant.

Iranische Bereitschaftspolizei steht Wache, während Studenten vor der britischen Botschaft in Teheran protestieren.

Während die USA Druck auf den Iran ausüben, zeigen Berichte das brutale Vorgehen der Revolutionsgarden. Offiziell werden 3.000 Tote genannt, Menschenrechtler befürchten über 25.000.

30.01.2026 | 1:40 min

Proteste in Iran gewaltsam niedergeschlagen

In Iran hatte es um den Jahreswechsel Massenproteste gegeben, die gewaltsam niedergeschlagen wurden. Es gab mehrere Tausend Tote. Bei der Kundgebung in München rief Pahlavi in Iran und im Ausland lebende Iraner auf, die Proteste gegen die Führung in Teheran fortzusetzen.

Die iranische Opposition ist gespalten und Pahlavi steht wegen seiner Unterstützung für Israel in der Kritik. Zudem distanzierte er sich nie von der autokratischen Herrschaft seines Vaters.

Quelle: AFP
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress am 14.02.2026 um 17 Uhr.
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