Diesel-Exportstopp abgewendet:G7 geben bis zu 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl frei
Die G7-Länder geben bis zu 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl-Reserven frei. Der von US-Präsident Donald Trump angedrohte Exportstopp von Diesel ist damit vom Tisch.
Ein von den USA angedrohter Exportstopp für Diesel ist laut Präsident Trump vom Tisch. Zuvor hatten die G7 entschieden, 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl aus ihren Reserven freizugeben.
03.10.2026 | 0:24 minAngesichts der massiv gestiegenen Spritpreise haben sich die G7-Staaten auf die Freigabe von bis zu 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl aus ihren Reserven verständigt, um die angespannten Energiemärkte zu entlasten.
Die koordinierte Freigabe über die Internationale Energieagentur (IEA) soll unverzüglich anlaufen und über einen Zeitraum von vier Monaten erfolgen, wie die G7 in einer gemeinsamen Erklärung am Freitag mitteilten. Sie schlossen auch die Freigabe zusätzlicher Mengen nicht aus. Zu den G7 gehören Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien, die USA, Kanada und Japan.
Die G7 geben Millionen Barrel Öl und Diesel frei.
02.10.2026 | 2:04 minExportstopp von Diesel abgewendet
Ein zuvor von den USA angedrohter Diesel-Exportstopp ist laut US-Präsident Donald Trump vom Tisch. "Wir werden kein Exportverbot verhängen", sagte Trump am Freitag im Weißen Haus und lobte die Entscheidung der europäischen Staaten, Diesel aus ihren Reserven freizugeben. Er hatte zuvor zur Freigabe von Dieselreserven gedrängt und für den Fall einer Weigerung einen Exportstopp der USA in Aussicht gestellt.
Die G7 verpflichteten sich nun, untereinander keine Exportbeschränkungen für Energie und Energieprodukte zu verhängen. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) erklärte, die G7 hielten "ihre Energieflüsse untereinander offen, koordinieren Raffineriekapazitäten und erhöhen die Auslastung, wo das möglich ist".
Es gilt jetzt, die Märkte nicht weiter zu verunsichern.
Vize-Regierungssprecher Sebastian Hille
Rohöl-Preis fällt nach Ankündigung kurz
Die Hoffnung hinter der Maßnahme: Durch die Freigabe der Reserven nimmt das Angebot zu, was wiederum die Preise für Kraftstoffe senken soll. Die Entscheidung wirkte sich unmittelbar auf die Ölpreise aus. Der US-Ölpreis fiel zeitweise um bis zu fünf Prozent, der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent sank wieder unter 100 Dollar - aber nur vorübergehend.
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Vor allem bei Diesel bleibt die Versorgungslage angespannt. Zwar nähern sich die Rohölexporte aus dem Nahen und Mittleren Osten wieder dem Niveau vor dem Iran-Krieg, doch beschädigte Raffinerien begrenzen die Produktion von Treibstoffen. Auch russische Raffinerien wurden durch ukrainische Angriffe beschädigt.
Die hohen Spritpreise hängen vor allem mit dem Iran-Krieg zusammen. Dabei bezieht Deutschland nur eine kleine Menge an Erdöl aus dieser Region.
15.09.2026 | 1:03 minTrump in den USA unter Druck
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sagte, die G7 wollten an niedrigeren Raffineriemargen und Transportkosten arbeiten. Letztere seien wegen der Blockaden der Straße von Hormus deutlich gestiegen. Ein von Russland verhängter Diesel-Exportstopp trägt ebenfalls zum Druck auf den Weltmarkt bei.
Die hohen Treibstoffpreise erhöhen zugleich den politischen Druck auf Trump und seine Republikaner rund einen Monat vor den Kongress-Zwischenwahlen. Die Energiepreise trieben die Inflation im Euroraum im September auf 3,8 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit drei Jahren.
Die Spritpreise in Deutschland sind höher als in den meisten umliegenden Ländern - warum das so ist und was gegen die Teuerung jetzt getan werden soll, erklärt Mirko Drotschmann.
24.09.2026 | 12:55 minLassen Sie sich Beiträge von ZDFheute bevorzugt bei Google anzeigen.
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