Spritpreis: Bundesregierung einigt sich auf Entlastungspaket

Tankrabatt und Spritpreisdeckel:Bundesregierung einig über Spritpreis-Entlastungen

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Die Bundesregierung hat sich auf Maßnahmen geeinigt, um den Anstieg der Spritpreise zu bremsen. Nach ZDF-Informationen beinhaltet das Paket einen neuen Tankrabatt.

Zu sehen sind Bundeskanzler Friedrich Merz und Finanzminister Lars Klingbeil. Hinter ihnen ist ein Preismast.

Live: Die Spritpreise an den Tankstellen erreichen Rekordwerte – die Bundesregierung reagiert darauf mit neuen Maßnahmen. ZDFheute live analysiert die Pläne.

18.09.2026

Wegen der rasant steigenden Preise für Diesel und Benzin hat sich die schwarz-rote Koalition auf Gegenmaßnahmen verständigt. Insgesamt wollen Bund und Länder Bürger sowie Unternehmen um rund 2,5 Milliarden Euro entlasten. Die Länder sollen die Hälfte tragen.

Das Paket beinhaltet nach ZDF-Informationen folgende Punkte:

  • Der Bund senkt die Energiesteuer auf Kraftstoffe bis Ende 2026 um 14 Cent für Benzin und Diesel. Zusammen mit der Umsatzsteuer ergibt sich eine Senkung um 17 Cent pro Liter bei den Kraftstoffen. Unklar war zunächst, ab wann dieser Tankrabatt genau gelten soll.
  • Es soll einen nicht dauerhaften, krisenbedingten Spritpreisdeckel nach dem Vorbild Luxemburgs oder Belgiens frühestmöglich, spätestens aber zum 1. Januar 2027, geben.
  • Die Bundesregierung will die Preisentwicklung weiter beobachten und - wenn nötig - zum Jahresbeginn 2027 weitere Maßnahmen auf den Weg bringen, die sich an Bürgerinnen und Bürger insbesondere mit kleinen und mittleren Einkommen sowie Unternehmen richten sollen.
  • Außerdem begrüßt die Bundesregierung die Gespräche in der Europäischen Union über mögliche Maßnahmen gegen die Mineralölwirtschaft.
Wie können die Bürger angesichts der Rekordpreise an Tankstellen entlastet werden? ZDF-Korrespondentin Diana Zimmermann berichtet.

Die Bundesregierung berät heute über Entlastungen angesichts der steigenden Spritpreise. ZDF-Korrespondentin Diana Zimmermann ist vor Ort.

18.09.2026 | 1:22 min

Übergewinnsteuer auf EU-Ebene nicht in Sicht

Eine Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne auf EU-Ebene ist allerdings vorerst nicht in Sicht. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hatte die EU-Kommission am Freitag bei einem Finanzministertreffen in Dublin erneut aufgefordert, einen entsprechenden Vorschlag zu unterbreiten. 

EU-Wirtschaftskommissar Valdis Dombrovskis verwies am Freitag lediglich darauf, dass die Mitgliedstaaten auf nationaler Ebene "bereits eine Steuer auf außerordentliche Gewinne einführen können, wenn sie dies wünschen". Eine Übergewinnsteuer auf nationaler Ebene würde Unternehmen in Deutschland benachteiligen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat dies daher ausgeschlossen.

Diesel ist in Deutschland so teuer wie nie zuvor. Am Mittwoch kostete ein Liter im bundesweiten Tagesdurchschnitt 2,453 Euro und übertraf damit den bisherigen Rekord aus dem April.

Die Bundesregierung sucht nach schnellen Maßnahmen zur Entlastung wegen der hohen Spritpreise. Der ADAC forderte eine Senkung der Stromsteuer - als Anreiz zum Kauf von E-Autos.

18.09.2026 | 1:24 min

Auch Mehrwertsteuersenkung und Übergewinnsteuer diskutiert

Diskutiert worden war auch über eine Senkung der Mehrwertsteuer von 19 auf 7 Prozent. Dafür hatte Unionsfraktionschef Thorsten Frei plädiert. Auch Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche wollte die Spritpreise per Steuerrabatt senken. Am Donnerstag sprach CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann in der ZDF-Sendung "maybrit illner" von einer Entlastung von bis zu 25 Cent pro Liter, die dadurch möglich wäre.

Fachleute wie die Vorsitzende des Sachverständigenrates Wirtschaft, Monika Schnitzer, sprachen sich hingegen für eine Direktzahlung "an die Menschen, die es brauchen", aus.

Rekordpreise für Diesel

Der Preis für Diesel hatte am Donnerstag laut ADAC mit 2,471 Euro ein neues Allzeithoch erreicht. Der Benzinpreis für Super E10 sank im Vergleich zum Vortag hingegen leicht von 2,314 auf 2,308 Euro pro Liter.

Für Diesel und Benzin müssen Verbraucher momentan deutlich mehr zahlen.

Die hohen Spritpreise hängen vor allem mit dem Iran-Krieg zusammen. Dabei ist es nur eine kleine Menge an Erdöl, die Deutschland aus dieser Region bezieht.

15.09.2026 | 1:03 min

Von Anfang Mai bis Ende Juni galt bereits ein Tankrabatt auf Benzin und Diesel. Umstritten ist, in welchem Umfang die Senkung von faktisch rund 17 Cent an der Zapfsäule weitergegeben wurde. Für den Tankrabatt hatte der Bund mit rund 1,6 Milliarden Euro Mindereinnahmen gerechnet.

Quelle: ZDF, AFP
Über die hohen Spritpreise berichtete das ZDF in verschiedenen Sendungen, unter anderem in den heute-Nachrichten am 18.09.2026 ab 17:00 Uhr und ZDFheute live ab 20:15 Uhr.

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