CDU-Politikerin: Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth gestorben

CDU-Politikerin:Ehemalige Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth gestorben

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Rita Süssmuth, ehemalige Bundestagspräsidentin und Bundesministerin, ist tot. Sie starb im Alter von 88 Jahren. Bundeskanzler Merz würdigt sie: "Dieses Land verdankt ihr viel."

Rita Süssmuth (CDU), ehemalige Bundestagspräsidentin steht in ihrem Büro im deutschen Bundestag.

Rita Süssmuth ist tot. Die ehemalige Bundestagspräsidenten starb im Alter von 88 Jahren. Wer war die Frau, die der CDU den Feminismus beibrachte? Ein Rückblick.

01.02.2026 | 3:14 min

Rita Süssmuth, ehemalige Bundestagspräsidentin und Bundesministerin, ist tot. Sie starb im Alter von 88 Jahren, wie Bundestagspräsidentin Julia Klöckner am Sonntag mitteilte.

Im Juni 2024 hatte sie eine Brustkrebserkrankung öffentlich gemacht. Klöckner würdigte sie als "eine der bedeutendsten Politikerinnen der Bundesrepublik".

Rita Süssmuths markante Stimme wird unserem Land fehlen. Was sie erreicht hat, wird bleiben.

Julia Klöckner, Bundestagspräsidentin

Rita Süssmuth (CDU), Archivbild

Ex-Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth ist tot. Sie wurde 88 Jahre alt.

Quelle: Peter Frischmuth

Kanzler Merz: Deutschland verdankt Süssmuth viel

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) würdigt Süssmuth in einer Pressemitteilung: "Für eine moderne und offene Gesellschaft hat sie beispielhaft gekämpft und Maßstäbe für Toleranz und Weltoffenheit gesetzt."

Dieses Land verdankt ihr viel.

Friedrich Merz, Bundeskanzler

Süssmuth: Deutschlands erste Bundesfrauenministerin

Geboren wurde Süssmuth 1937 in Wuppertal. Mit 34 Jahren wurde sie Professorin der Erziehungswissenschaften. Sie war in den 1970er Jahren Lehrstuhlinhaberin an der Universität Dortmund; zugleich wirkte sie in verschiedenen Gremien des Familienministeriums mit.

1981 trat sie in die CDU ein und wurde unter dem damaligen Kanzler Helmut Kohl 1985 Bundesministerin für Jugend, Familie und Gesundheit. Ein Jahr später wurde ihr zusätzlich das Ressort Frauen zugesprochen. So wurde sie Deutschlands erste Bundesfrauenministerin.

Rita Süssmuth  CDU | Bundestagspräsidentin 1988-1998

2024 sprach Rita Süssmuth im ZDF-Morgenmagazin über ihr Buch "Über Mut".

23.07.2024 | 10:56 min

Zweite Bundestagspräsidentin

Von 1988 bis 1998 war sie als zweite Frau nach Annemarie Renger (SPD) Bundestagspräsidentin. In dieser Funktion setzte sie sich beherzt für die Verhüllung des Reichstagsgebäudes durch das Künstlerehepaar Christo und Jeanne-Claude im Sommer 1995 ein.

Während ihrer politischen Karriere setzte sich die CDU-Politikerin unter anderem für die Reform des Abtreibungsparagrafen 218 ein und engagierte sich für Aids-Kranke. Dabei gelang es ihr nach harten Kämpfen, den Grundsatz "Prävention statt Ausgrenzung" durchzusetzen.

Instagram-Post von Julia Klöckner

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Engagement über politische Karriere hinaus

Auch nach ihrer politischen Karriere übernahm Süssmuth weiterhin zahlreiche öffentliche Ämter. 2003 wurde sie in die neu gegründete Beratende Kommission im Zusammenhang mit der Rückgabe NS-verfolgungsbedingt entzogenen Kulturguts, insbesondere aus jüdischem Besitz ("Limbach-Kommission") berufen.

Seit 2005 war sie Präsidentin des Deutschen Polen-Instituts, dessen Ehrenpräsidentin sie zuletzt war. Ebenso war Rita Süssmuth über 27 Jahre die Präsidentin des Deutschen Volkshochschulverbandes, seit 2015 Ehrenpräsidentin des Verbandes.

Quelle: KNA, AFP
Über das Thema berichtete ZDFheute am 01.02.2026 ab 15:48 in dem Beitrag "Rita Süssmuth: Die Frau, die der CDU Feminismus beibrachte".
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