Szene in ZDF-Doku löste Kritik aus:Amthors Strandkorb im Kanzleramt kehrt in den Norden zurück
Eine ZDF-Doku zeigte, wie CDU-Politiker Philipp Amthor einen Strandkorb ins Kanzleramt geliefert bekam. Nach heftiger Kritik kehrt der Korb nun nach Mecklenburg-Vorpommern zurück.
In dieser vierten Folge der zweiten Staffel von "Inside CDU" lässt sich Amthor den Strandkorb ins Kanzleramt liefern.
22.09.2026 | 44:21 minDer Strandkorb von Staatsminister Philipp Amthor (CDU) wird aus dem Bundeskanzleramt zurück nach Mecklenburg-Vorpommern gebracht. Amthor nehme die an ihn gerichtete Kritik sehr ernst und habe deshalb entschieden, den Strandkorb abtransportieren zu lassen, sagte ein Regierungssprecher. Amthor hatte den Strandkorb für sein Büro im Kanzleramt den Angaben zufolge privat gekauft und auch Anlieferung sowie Aufbau selbst bezahlt.
"Der Strandkorb steht für Verbundenheit zur Heimat bei Herrn Amthor", sagte der Sprecher. "Er wurde im Wahlkreis des Staatsministers auf der Insel Usedom gefertigt." Amthor habe diesen als "sichtbares Symbol seiner Heimat in das Bundeskanzleramt mitnehmen" wollen.
Sehen Sie hier die erste Folge der neuen Staffel von "Inside CDU".
22.09.2026 | 35:29 minSzene in ZDF-Doku "Inside CDU" sorgt für Spott
Der 33-jährige Amthor ist seit der Regierungsumbildung Ende Juli Staatsminister für Bund-Länder-Beziehungen im Kanzleramt. In der ZDF-Dokumentation "Inside CDU" wurde gezeigt, wie er sich im Sommer den Strandkorb aus seiner Heimat ins Kanzleramt liefern ließ. Die Szene hatte teils Spott und kritische Reaktionen in den sozialen Netzwerken ausgelöst.
Der Strandkorb-Verkäufer nannte die Diskussion "völlig übertrieben". Die Fakten seien bislang zu kurz gekommen, sagte Dirk Mund, freiberuflicher Vertriebler, der Deutschen Presse-Agentur. "Philipp war es wichtig, dass es ein ganz einfaches Modell ist - ein Stück Heimat, so wie er am Strand steht." Auch er verwies darauf, dass Amthor den Korb selbst bezahlt habe.
Amthor stammt aus Mecklenburg-Vorpommern, wo Strandkörbe die Strände an der Ostseeküste säumen. Auch in privaten Gärten oder auf Balkonen sind sie in Norddeutschland immer wieder zu sehen.
"Die Lage ist insgesamt sehr schwierig", sagt Philipp Amthor, CDU. Nach der Wahlniederlage in Sachsen-Anhalt und offenen Reformfragen steht die CDU unter Druck. Man müsse nun in die Umsetzung kommen.
14.09.2026 | 5:33 minNach der schweren Niederlage der CDU bei der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern übernahm Amthor kommissarisch den Landesvorsitz im Nordosten. Die Union hatte mit 4,9 Prozent den Sprung in den Landtag verpasst. Damit ist die CDU erstmals in ihrer Geschichte nicht mehr in einem Landesparlament vertreten.
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