Klingbeil will Steuerbedingungen für Startups verbessern

"Weltmarktführer von morgen":Klingbeil will Steuerbedingungen für Startups verbessern

|

Jungen Unternehmen fehlt es oft an Geld fürs Wachstum. Finanzminister Klingbeil plant steuerliche Verbesserungen für Startups, um mehr privates Kapital zu mobilisieren.

Lars Klingbeil (SPD), Bundesminister der Finanzen

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil will junge Unternehmen stärker fördern.

Quelle: dpa

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) will Startups in Deutschland mit besseren steuerlichen Bedingungen unterstützen. Die Bundesregierung werde so dafür sorgen, "dass deutlich mehr privates Kapital in junge, innovative Unternehmen fließt", sagte Klingbeil den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) vom Montag.

Hintergrund für die geplante Verbesserung der steuerlichen Bedingungen für Startups ist demnach, dass junge Unternehmen in Deutschland zu oft am Kapital für den nächsten Wachstumsschritt scheitern.

Christoph Stresing | Geschäftsführer Bundesverband Deutsche Startups

"Noch nie gab es in einem Halbjahr so viele Gründungen wie in diesem Jahr", sagt Christoph Stresing, Geschäftsführer bei Deutsche Startup e.V.. Die Strategie soll beim Wachstum unterstützen.

22.07.2026 | 5:26 min

"Ostdeutschland ist Startup-Land"

Klingbeil will sich dem Bericht zufolge am Montag in Berlin beim "Branchendialog Ost" mit Gründern zusammensetzen, um mehr über ihre speziellen Bedürfnisse bei der Unternehmensgründung zu erfahren. Rund 70 Firmen aus der ostdeutschen Startup-Szene hätten zugesagt, eingeladen hat dem RND-Bericht zufolge die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser.

"Ostdeutschland ist Startup-Land", sagte Kaiser den RND-Zeitungen. Ihr Ziel sei, dass das "Dax-Unternehmen von morgen" aus Ostdeutschland komme. Häufig fehle es jedoch an Kapital.

Investor Days

Seit Donnerstag finden in Erfurt die Investor Days Thüringen statt. Startups, Investoren und Akteure des Innovationsökosystems treffen sich dort bereits zum elften Mal.

15.06.2026 | 1:49 min

"Weltmarktführer von morgen"

Klingbeil sagte, sein Ziel sei es, "dass die Weltmarktführer von morgen in Deutschland gegründet werden und hier groß werden können". Der Branchendialog Ost sei dafür der richtige Ort. "Ich will von den Gründerinnen und Gründern selbst hören, was sie brauchen, um den nächsten Schritt zu gehen." Gemeinsam mit Kaiser arbeite er daran, dass sie diesen Schritt in Deutschland gehen könnten.

Ostdeutschland zeigt gerade, wie viel Zukunft in diesem Land steckt.

Lars Klingbeil, Bundesfinanzminister

Der Finanzminister verwies auf den Zukunftsfonds unter dem Dach des Deutschlandfonds, mit dem Milliarden Euro an Wagniskapital mobilisiert werden sollen.

Außerdem arbeiten "wir gemeinsam mit unseren E6-Partnern daran, in der Spar- und Investitionsunion die Finanzierungsbedingungen europaweit zu verbessern", sagte Klingbeil den RND-Zeitungen mit Blick auf Frankreich, Italien, die Niederlande, Polen und Spanien.

Lassen Sie sich Beiträge von ZDFheute bevorzugt bei Google anzeigen.
→ Hier ZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen.


Über dieses Thema berichtete heute Xpress am 17.08.2016 ab 5:30 Uhr.

Mehr zu Startups

  1.  Einzelarbeitsplätze in einem Gemeinschaftsbüro stehen in einbem Start-up- und Gründungszentrum für die Nutzer bereit.

    Maßnahmenpaket im Kabinett:Direkt in Rüstung investieren: Neue Start-up-Strategie

    mit Video5:26

  2. Marie Griesmar präsentiert Korallen aus Ton.
    Interview

    Startup baut "Lego-Steine" aus Ton:Wie Korallenriffe aus dem 3D-Drucker wachsen

    mit Video43:29

  3. Menschen, die ihre Hände übereinander legen

    Viele Neugründungen trotz Krise:Das Geheimnis hinter dem Gründermut

    von Miriam Hantzsche
    mit Video1:30

  4.  Einzelarbeitsplätze in einem Gemeinschaftsbüro stehen in einbem Start-up- und Gründungszentrum für die Nutzer bereit.

    Steigende Insolvenzen, mehr Start-ups:Retten Start-ups die deutsche Wirtschaft aus der Krise?

    von Richard Luttke
    mit Video1:16