Start-up-Strategie: Regierung setzt auf Risikokapital und Rüstung

Maßnahmenpaket im Kabinett:Direkt in Rüstung investieren: Neue Start-up-Strategie

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Die Bundesregierung will junge, innovative Unternehmen künftig gezielt beim Wachsen unterstützen. Erstmals auch, indem der Staat direkt in Rüstings-Start-ups investiert.

 Einzelarbeitsplätze in einem Gemeinschaftsbüro stehen in einbem Start-up- und Gründungszentrum für die Nutzer bereit.

"Noch nie gab es in einem Halbjahr so viele Gründungen wie in diesem Jahr", sagt Christoph Stresing, Geschäftsführer beim Bundesverband Deutsche Startups. Die Strategie soll beim Wachstum unterstützen.

22.07.2026 | 5:26 min

Die neue Start-up-Strategie der Bundesregierung hat einen starken Fokus auf Militär-Technologie. Geplant sei unter anderem ein Finanzierungsinstrument, mit dem sich der Bund direkt an Start-ups im Rüstungsbereich beteiligen kann, wie das "Handelsblatt" berichtete.

Reiche: Verteidigungstechnologie "eine der dynamischsten Branchen derzeit"

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) will die Strategie am Mittag ins Bundeskabinett einbringen. Der Defence-Tech-Bereich sei "einer unserer dynamischsten Branchen derzeit", bestätigte Reiche zuvor. Allein im vergangenen Jahr seien dort "über 1,3 Milliarden Euro an Kapital gewonnen, investiert und dann durch öffentliche Aufträge gehebelt" worden. Der Staat sei "bestimmt nicht der bessere Unternehmer, aber er ist ein guter Ankerkunde".

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Die Zahl der Gründungen sei "stark gestiegen", sagt Christoph Stresing, Geschäftsführer des Bundesverbands Deutsche Startups, im ZDF. Man habe im ersten Halbjahr "einen großen Gründungsboom" gesehen. "Mehr als 3.000 Start-ups wurden gegründet", so Stresing. Die geplante Strategie sei auf jeden Fall ein wichtiger Baustein, das Thema sei aber "wahnsinnig komplex".

Das "Handelsblatt" zitierte vorab aus der Strategie, dass "ein neues Vehikel für Direktbeteiligungen des Bundes an Start-ups und Scale-ups" geschaffen werden solle, "die eindeutig militärisch nutzbare Produkte herstellen und bereitstellen". Dadurch würden der Kapitalzugang sowie die Vernetzung zwischen öffentlichen und privaten Verteidigungsexperten verbessert.

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SPD-Politiker: "Sehr, sehr viel Potenzial in diesem Bereich"

In diesem Bereich liege "sehr, sehr viel Potenzial", sagte auch der SPD-Digitalpolitiker Daniel Bettermann zu "Politico". Es sei richtig, dass die Bundesregierung Verteidigungs-Start-ups künftig stärker unterstütze und sich auch finanziell beteiligen könne, um die technologische Souveränität Deutschlands zu stärken.

Ministerin Reiche betonte zugleich, dass sich das Gründungsgeschehen "keineswegs nur auf den Defence-Tech-Bereich" beziehe, sondern etwa auch auf Dual-Use, Biotechnologie und Consumerbereiche. Sie kündigte bis Jahresende ein Gesetz an, "das Gründen digital in wenigen Schritten einfach macht", inklusive einfacher Anmeldung des Unternehmens, automatischer Steuernummer, Handelsregistereintrag und zeitweiser Befreiung von Berichtspflichten.

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Strategie sieht 152 Maßnahmen vor

Laut "Handelsblatt" sieht die neue Startup-Strategie insgesamt 152 Maßnahmen zur Stärkung des Gründerstandorts in verschiedenen Bereichen vor. Der Digitalverband Bitkom begrüßte die Strategie, auf die Ankündigungen müssten jedoch Taten folgen. Ein Viertel der Legislaturperiode sei bereits um "und es sind noch viele offene Punkte zu klären", erklärte Bitkom-Chef Ralf Wintergerst.

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Quelle: AFP, dpa
Über dieses Thema berichtete das ZDF-Morgenmagazin am 22.7.2026 ab 05:30 Uhr.

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