Internationaler Frauentag: Zehntausende demonstrieren in Berlin

Demos zum Frauentag in Berlin:Zehntausende demonstrieren für Rechte von Frauen

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In Berlin ist der 8. März ein Feiertag: Zehntausende nutzten den Internationalen Frauentag und sind in der Hauptstadt für Gleichberechtigung auf die Straße gegangen.

Menschen versammeln sich am Roten Rathaus zur Abschlusskundgebung der Gewerkschafts-Demonstration unter dem Motto «feministisch, solidarisch, gewerkschaftlich» anlässlich des Internationalen Frauentags.

Zum Weltfrauentag haben am 8.März zahlreichende Demonstrationen stattgefunden. Kritisiert wurden unter anderem die Unterschiede zwischen Frauen und Männern am Arbeitsplatz.

08.03.2026 | 0:28 min

Zehntausende Menschen haben am Internationalen Frauentag in Berlin für die Gleichberechtigung von Frauen demonstriert. Bereits am späten Vormittag wurde es bei einer Kundgebung in Berlin-Kreuzberg eng - aufgerufen dazu hatte ein breites Bündnis aus Gewerkschaften, Verbänden und Initiativen, Frauenzentren hatten sich angeschlossen.

Polizei: Demonstrationen friedlich

Nach Einschätzung der Berliner Polizei lag die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei 27.000. Die Veranstalter sprachen von 30.000 Menschen - es waren in jedem Fall deutlich mehr als die 10.000, die sie zunächst angemeldet hatten. Zu Zwischenfällen sei es nicht gekommen, sagte eine Polizeisprecherin.

Karin Prien, Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, spricht während der 62. Sitzung des Deutschen Bundestages in der Aktuellen Stunde.

Bundesfamilienministerin Prien erinnert am Weltfrauentag daran, dass Gleichberechtigung ein Verfassungsauftrag sei. Weltweit demonstrieren Frauen für gleiche Rechte und Schutz vor Gewalt.

08.03.2026 | 0:24 min

"Gleichberechtigung ist keine Raketenwissenschaft", war auf einem Plakat zu lesen, "Mann tötet nicht aus Liebe" auf einem anderen. Rednerinnen kritisierten, dass Gewalt gegen Frauen in Deutschland zum Alltag gehöre. Sie wandten auch sich gegen Benachteiligung von Frauen am Arbeitsplatz und gegen eine mögliche Wehrpflicht für Frauen.

Solidarität mit Iran

Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung in Nahost war auf zum Teil selbstgemalten Plakaten auch die Forderung nach "Solidarität mit dem Widerstand im Iran" zu lesen. Die Bezirksvorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) in Berlin-Brandenburg, Katja Karger, warf der Bundesregierung einen Angriff auf den Sozialstaat vor. Sie forderte, Frauen besser vor sexueller Gewalt am Arbeitsplatz zu schützen, das Recht auf Teilzeit nicht einzuschränken und am 8-Stunden-Tag festzuhalten. Wer dessen Abschaffung wolle, habe keine Ahnung von der Arbeitswelt.

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08.03.2026 | 0:32 min

Am Nachmittag startete zudem eine Demonstration unter dem Motto "8. März International" am Kottbusser Tor - hier erwartete die Polizei Hunderte Teilnehmende. Aufgerufen war auch zur traditionellen Fahrradfahrt linker und lesbischer Frauengruppen namens "Purple Ride" oder zur Demonstration "Feminism Unlimited" linker und linksradikaler Gruppen. Dazu kamen weitere kleinere Veranstaltungen und Versammlungen. In Berlin ist der Internationale Frauentag am 8. März gesetzlicher Feiertag.

Auch in anderen deutschen Städten, wie zum Beispiel in Hamburg oder Stuttgart gingen Menschen auf die Straße.

Quelle: dpa, AFP
Über das Thema berichtete am 08.03.2026 unter anderem die ZDFheute Xpress in dem Beitrag "Zehntausende demonstrieren für Frauenrechte" um 19.32 Uhr.

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