Cyber-Attacken: Welche Gefahren drohen durch Berliner Daten-Leak?

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BSI-Warnung vor mehr Cyber-Attacken:Berliner Daten im Darknet: Welche Gefahren drohen?

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Nach dem Hack hochsensibler Daten in Berlin sind diese veröffentlicht worden. Kriminelle können nun auf sicherheitsrelevante Daten zugreifen. Diese Risiken bestehen:

Berlin: "Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt" steht am Gebäude der Senatsverwaltung.

Nachdem eine Hackergruppe geklaute Daten der Berliner Verwaltung im Darknet veröffentlicht hat, warnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik nun vor erhöhter Cyber-Bedrohung.

05.09.2026 | 1:37 min

Nachdem Hacker eine riesige Menge hochsensibler Daten der Berliner Verwaltung im Darknet veröffentlicht haben, ist die Sorge groß, dass die sensiblen Informationen nun etwa von Kriminellen ausgenutzt werden könnten. Was bekannt ist und welche Risiken es gibt.

Was ist passiert?

Vom 7. bis zum 12. August verschafften sich Hacker unbemerkt Zugriff auf Teile des Berliner Landesnetzes und schöpften große Datenmengen ab. Betroffen waren die Senatsverwaltungen für Bauen und für Verkehr.

Die Verwaltung bemerkte den Angriff erst am 14. August - und machte ihn drei Tage später öffentlich. Erst nach und nach kam aber heraus, welchen Datenschatz die Kriminellen erbeutet hatten: 1,44 Millionen Dateien mit einem Umfang von 5,8 Terabyte.

Eine Hand bedient eine Laptoptastatur im Dunkeln.

Die Cybersicherheit in Deutschland sei bedroht, so das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. Das zeige der Cyberangriff auf die Berliner Verwaltung. ZDFheute live ordnet ein.

05.09.2026 | 12:40 min

Der Lösegeldforderung der Hackergruppe Rhysida von rund zwei Millionen Euro gab der Senat nicht nach. Deshalb veröffentlichten die Hacker am Freitag dann die Daten im Darknet.

Um was für Daten handelt es sich?

Ein umfassender Überblick ist zum derzeitigen Zeitpunkt noch schwierig aufgrund der enormen Datenmengen. Nach Informationen des Chaos Computer Clubs befinden sich darunter personenbezogene Daten von Verwaltungsmitarbeitern und Notfallplänen.

Zudem wurden auch Inhalte veröffentlicht, die für die Sicherheit der Bundesrepublik und der Hauptstadt relevant sind. Dabei geht es um Daten besonders schützenswerter Einrichtungen wie Heizkraftwerke, Tanklager, Notstromanlagen und Umspannwerke, ebenso wie geheime Informationen über Gefängnisse, Wasserwerke und Rüstungsunternehmen, die Bundeswehr und die Innenverwaltung von Berlin.

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Wie reagieren jetzt die Behörden?

Sie versuchen, sich einen Überblick über die veröffentlichten Daten zu verschaffen. "Derzeit führen die Sicherheitsbehörden eine intensive Datenprüfung durch", teilte der Berliner Senat am Freitagabend mit.

Daraus würden "die entsprechenden Maßnahmen abgeleitet" - was das konkret heißt, blieb offen. Das Land kündigte aber an: Wenn einzelne Betroffene identifiziert werden, würden diese "risikobasiert und entsprechend der gesetzlichen Vorgaben" informiert.

Das Bundesinnenministerium teilte auf Anfrage mit, dass auch Bundesbehörden das Land Berlin bei der Auswertung unterstützen - namentlich das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, das Bundeskriminalamt und der Verfassungsschutz. Ein Sprecher der Bundesregierung erklärte, Datensysteme des Bundes seien nach derzeitigem Kenntnisstand nicht betroffen.

Welche Gefahren birgt die Veröffentlichung der Daten?

Sollten unter den Daten tatsächlich sicherheitsrelevante Informationen sein, könnten diese theoretisch von fremden Mächten oder Terroristen für ihre Zwecke ausgenutzt werden. Informationen zu kritischen Infrastrukturen, Unternehmen und Organisationen könnten eine Erhöhung der Bedrohungslage bewirken, warnt das BSI.

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Mit Blick auf personenbezogene Daten weist Jochim Selzer vom Chaos Computer Club auf die Gefahr von Identitätsdiebstahl hin. "Je mehr ich über eine Person weiß, desto genauer kann ich mich als diese Person ausgeben, desto genauer kann ich auch einschätzen, was ich von dieser Person wissen muss, zum Beispiel, um in ihrem Auftrag etwas bestellen zu können."

Das BSI weist zudem auf eine erhöhte Bedrohung durch gezielte Phishing-Angriffe nach dem Datenabfluss hin. Insbesondere Menschen, die in Kontakt mit betroffenen Personen oder Institutionen standen, sollten deshalb besonders aufmerksam sein.

Kann sich der Vorfall auf die Berlin-Wahl auswirken?

Am 20. September wird das Berliner Abgeordnetenhaus neu gewählt. Landeswahlleiter Stephan Bröchler sagte der "Bild": "Nach derzeitigem Stand ist die Wahlumgebung weiterhin nicht betroffen."

Dass die kriminellen Hacker im konkreten Fall eine politische Absicht verfolgen, wird laut BSI jedoch nicht vermutet. Man gehe davon aus, dass die Tat "ausschließlich finanziell motiviert" gewesen sei.

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Quelle: dpa
Über die Folgen des Leaks der Berliner Daten berichtete die heute-Sendung im ZDF am 05.09.2026 ab 19:00 Uhr.

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