Russischer Botschafter einbestellt: Vorwurf der Sabotage

Russischer Botschafter einbestellt :Bundesregierung wirft Moskau Sabotage und Cyberattacken vor

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Berlin macht Russland für einen Cyberangriff 2024 und Desinformationskampagnen während der letzten Bundestagswahl verantwortlich. Die Regierung bestellte nun den Botschafter ein.

Bundesregierung bestellt russischen Botschafter ein

Falschinformation, Cyberattacken, Sabotage und Spionage: Die Bundesregierung wirft Russland hybride Angriffe gegen Deutschland vor. Der russische Botschafter wurde einbestellt.

12.12.2025 | 2:24 min

Die Bundesregierung hat einen großen Cyberangriff und eine Desinformationskampagne im Bundestagswahlkampf Russland zugeordnet. Der russische Botschafter sei deshalb ins Auswärtige Amt einbestellt worden, sagte ein Ministeriumssprecher in Berlin.

Die Vorfälle seien klar der Verantwortung des russischen Militärgeheimdiensts GRU zugeordnet worden, so der Sprecher.

Archiv: Sergej Netschajew, russischer Botschafter in Deutschland

Russlands Botschafter Sergej Netschajew wurde vom Auswärtigen Amt einbestellt. (Archivbild)

Quelle: dpa

Vorwurf: Cyberangriff auf Flugsicherung und Desinformation im Wahlkampf

Zum einen könne ein Cyberangriff gegen die Deutsche Flugsicherung im August 2024 klar dem als "Fancy Bear" bekannten Hackerkollektiv APT28 zugeordnet werden. "Unsere nachrichtendienstlichen Erkenntnisse belegen, dass der Militärgeheimdienst GRU die Verantwortung für diesen Angriff trägt", fügte der Sprecher hinzu.

Schaltgespräch mit Lars Bohnsack

Die Bundesregierung wirft Russland einen Cyberangriff auf die deutsche Flugsicherung und eine Desinformationskampagne im Bundestagswahlkampf vor. Der russische Botschafter wurde dazu einbestellt.

12.12.2025 | 1:23 min

Zum anderen könne man nun verbindlich sagen, dass Russland durch die Kampagne "Storm 1516" versucht habe, "sowohl die letzte Bundestagswahl als auch fortlaufend die inneren Angelegenheiten der Bundesrepublik Deutschland zu beeinflussen und zu destabilisieren".

Es gebe "belastbare Informationen", dass dahinter die Moskauer Denkfabrik Center for Geopolitical Expertise und die Doppelkopfadler-Bewegung stehe, hieß es weiter. Sie würden vom Militärgeheimdienst GRU unterstützt.

Anonymisiertes Gesicht eines Mannes

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"Storm 1516" zielt auf Beeinflussung von Wahlen ab

Die Kampagne "Storm 1516" läuft seit 2024 und zielt vor allem auf die Beeinflussung westlicher Wahlen ab. Im Fokus standen vor der Bundestagswahl unter anderem der Grünen-Spitzenkandidat Robert Habeck und der damalige Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz (CDU).

Zwei Tage vor der vorgezogenen Wahl am 23. Februar 2025 hatte die Bundesregierung mitgeteilt, die deutschen Sicherheitsbehörden hätten Hinweise, dass Fake-Videos über angebliche Manipulationen bei Stimmzetteln Teil einer russischen Desinformationskampagne seien.

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Deutschland beobachtet russische Aktivitäten "sehr genau"

Dem russischen Vertreter sei bei der Einbestellung klar aufgezeigt worden, dass Deutschland Russlands Aktivitäten "sehr genau" beobachte und dagegen vorgehe. Deutschland ergreife "in enger Abstimmung mit unseren europäischen Partnern eine Reihe von Gegenmaßnahmen, um Russland einen Preis für sein hybrides Agieren aufzuzeigen".

Die Bundesregierung unterstützte dabei neue Sanktionen gegen Akteure mit Folgen wie Einreisesperren, dem Einfrieren von Vermögenswerten sowie einem Verbot, wirtschaftliche Ressourcen bereitzustellen.

Quelle: dpa, AFP
Über dieses Thema berichteten mehrere Sendungen, etwa das heute journal am 12.12.2025 ab 21:45 Uhr, ZDFheute Xpress am selben Tag in dem Beitrag "Bundesregierung beschuldigt Russland" um 14:04 Uhr sowie "heute - in Deutschland" ab 14:00 Uhr.

Sabotage, Desinformation und Russland

  1. (R-L) President of the Federal Intelligence Service (BND), Martin Jaeger, Head of the Office for the Protection of the Constitution, Sinan Selen and president of the Military Counterintelligence Service (MAD), Martina Rosenberg wait ahead a hearing by a Bundestag oversight committee in Berlin, on October 13, 2025.

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    von Jan Henrich
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  2. Vizeadmiral Jan Christian Kaack

  3. Der Eingang zum Amt für den Militärischen Abschirmdienst in Köln.

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  4. Ein Auspuff der mit Bauschaum sabotiert wurde.

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    mit Video5:26