ÖPNV: Minister wollen bundesweites Ticket für Gelegenheitsfahrer

Analog zum Deutschlandticket:Kommt ein bundesweites ÖPNV-Ticket für Gelegenheitsfahrer?

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Das Deutschlandticket gibt es schon 2023, aber für gelegentliche ÖPNV-Nutzer fehlt bislang ein bundesweites Abo-Angebot. Die Verkehrsminister der Länder wollen das ändern.

Symbolbild: Eine Frau hält an einem Strassenbahnsteig in Düsseldorf (nordrhein-westfalen) ein Smartphone in der hand.

Auch für Reisende, die nur gelegentlich den ÖPNV nutzen, könnte es künftig ein bundesweites Angebot geben.

Quelle: Lisa Ducret / dpa

Die Verkehrsminister der Länder wollen ein bundesweites Ticketangebot für Gelegenheitsfahrer im öffentlichen Nahverkehr schaffen. Es gehe um ein Angebot "für Gelegenheitsnutzende mit deutschlandweiter räumlicher Geltung analog zum Deutschlandticket", zitierte die "Rheinische Post" aus einer Beschlussvorlage für die Verkehrsministerkonferenz, die an diesem Mittwoch beginnt.

Vorschlag aus NRW und Hamburg

Den Vorschlag haben dem Bericht zufolge Nordrhein-Westfalen und Hamburg eingebracht: Ihnen schwebt ein smartphonebasierter "In/Out-Tarif" vor: Fahrgäste checken per Handy ein und wieder aus.

"Wer nur gelegentlich Bus und Bahn fährt, muss genauso unkompliziert und zu fairen Konditionen unterwegs sein können wie die Vielfahrer mit dem Deutschlandticket", sagte NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) der Zeitung.

Themenbild -Deutschlandticket koennte ab 2026 teurer werden und bis zu 64 Euro kosten

Ab dem 1. Januar 2027 steigt der Preis des Deutschlandtickets auf 66,80 Euro. Das bundesweit gültige Monatsabo für den öffentlichen Nah- und Regionalverkehr wird somit teurer.

30.09.2026 | 0:25 min

Krischer: Gute Erfahrungen in NRW

Sein Bundesland soll demnach die konkrete Ausgestaltung erarbeiten. Mit dem Angebot "eezy.nrw" habe Nordrhein-Westfalen bereits gezeigt, wie es funktioniert, sagte Krischer weiter. "Der digitale Tarif wählt immer den günstigsten Preis pro Strecke aus. Außerdem ist der Monatsbetrag gedeckelt, sodass es nie teurer wird als mit einem Deutschlandticket." Dieses kostet derzeit 63 Euro im Monat, im Januar steigt der Preis auf 66,80 Euro.

Die Verkehrsminister der Länder treffen sich am Mittwoch und Donnerstag im bayerischen Schwangau. Auf dem Programm stehen vor allem kritische Finanzierungsfragen rund um den öffentlichen Nahverkehr: Die Belastung für die Verkehrsunternehmen durch die Schienenmaut und eine mögliche Anhebung der Regionalisierungsmittel, also der finanziellen Mittel des Bundes für die Länder zu Finanzierung des ÖPNV.

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Quelle: AFP
Über das Deutschlandticket und den ÖPNV berichtete ZDFheute Xpress am 30.09.2026 um 17:09 Uhr.

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