Analog zum Deutschlandticket:Kommt ein bundesweites ÖPNV-Ticket für Gelegenheitsfahrer?
Das Deutschlandticket gibt es schon 2023, aber für gelegentliche ÖPNV-Nutzer fehlt bislang ein bundesweites Abo-Angebot. Die Verkehrsminister der Länder wollen das ändern.
Auch für Reisende, die nur gelegentlich den ÖPNV nutzen, könnte es künftig ein bundesweites Angebot geben.
Quelle: Lisa Ducret / dpaDie Verkehrsminister der Länder wollen ein bundesweites Ticketangebot für Gelegenheitsfahrer im öffentlichen Nahverkehr schaffen. Es gehe um ein Angebot "für Gelegenheitsnutzende mit deutschlandweiter räumlicher Geltung analog zum Deutschlandticket", zitierte die "Rheinische Post" aus einer Beschlussvorlage für die Verkehrsministerkonferenz, die an diesem Mittwoch beginnt.
Vorschlag aus NRW und Hamburg
Den Vorschlag haben dem Bericht zufolge Nordrhein-Westfalen und Hamburg eingebracht: Ihnen schwebt ein smartphonebasierter "In/Out-Tarif" vor: Fahrgäste checken per Handy ein und wieder aus.
"Wer nur gelegentlich Bus und Bahn fährt, muss genauso unkompliziert und zu fairen Konditionen unterwegs sein können wie die Vielfahrer mit dem Deutschlandticket", sagte NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) der Zeitung.
Ab dem 1. Januar 2027 steigt der Preis des Deutschlandtickets auf 66,80 Euro. Das bundesweit gültige Monatsabo für den öffentlichen Nah- und Regionalverkehr wird somit teurer.
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Sein Bundesland soll demnach die konkrete Ausgestaltung erarbeiten. Mit dem Angebot "eezy.nrw" habe Nordrhein-Westfalen bereits gezeigt, wie es funktioniert, sagte Krischer weiter. "Der digitale Tarif wählt immer den günstigsten Preis pro Strecke aus. Außerdem ist der Monatsbetrag gedeckelt, sodass es nie teurer wird als mit einem Deutschlandticket." Dieses kostet derzeit 63 Euro im Monat, im Januar steigt der Preis auf 66,80 Euro.
Die Verkehrsminister der Länder treffen sich am Mittwoch und Donnerstag im bayerischen Schwangau. Auf dem Programm stehen vor allem kritische Finanzierungsfragen rund um den öffentlichen Nahverkehr: Die Belastung für die Verkehrsunternehmen durch die Schienenmaut und eine mögliche Anhebung der Regionalisierungsmittel, also der finanziellen Mittel des Bundes für die Länder zu Finanzierung des ÖPNV.
Die Fahrgastzahlen im ÖPNV sind im ersten Halbjahr dieses Jahres leicht gestiegen. Angesichts hoher Spritpreise wurden Forderungen nach einem günstigeren Deutschlandticket lauter.
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