Gründungsparteitag in Gießen:Chrupalla kritisiert Propaganda-Rede bei AfD-Jugendkongress
Mit einer Rede, die an Hitlers Sprachstil erinnert, hat ein Delegierter auf dem Parteitag der AfD-Jugend für Unruhe gesorgt. Die Parteispitze distanziert sich ausdrücklich davon.
Dieser Auftritt beim Gründungskongress der AfD-Jugend hat für Irritationen gesorgt: Alexander Eichwald hatte sich für einen Posten im Vorstand beworben - und erntet Kritik.
30.11.2025 | 1:14 minDie AfD-Spitze prüft nach Angaben von Parteichef Tino Chrupalla den fragwürdigen Auftritt eines Teilnehmers beim Gründungskongress der neuen Jugendorganisation.
Mit dem Inhalt sowie der Art und Weise seines Bewerbungsvortrags hat sich Alexander Eichwald von den Grundsätzen der Partei distanziert.
Tino Chrupalla, AfD-Vorsitzender
Chrupalla ergänzte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur: "Der Bundesvorstand missbilligt das ausdrücklich und sieht sich daher veranlasst, eine Prüfung seiner Daten und Mitgliedsrechte vorzunehmen".
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29.11.2025 | 2:31 minBewerbungsrede mit "rollendem R" und in NS-Stil
Bei dem Kongress in Gießen hatte sich ein "Alexander Eichwald" für einen Posten im Vorstand beworben und mit seiner Bewerbungsrede in der Halle für Verwirrung und Kritik gesorgt.
Eichwald trat mit rollendem "R" und einer im Ton an NS-Reichskanzler Adolf Hitler erinnernden Rede ans Pult, sprach die Teilnehmer mit "Parteigenossen und -genossinnen" an und rief in den Saal: "Die Liebe und Treue zu Deutschland teilen wir uns hier gemeinsam" und: "Es ist und bleibt unsere nationale Pflicht, die deutsche Kultur vor Fremdeinflüssen zu schützen."
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28.11.2025 | 10:02 minKritik von Teilnehmenden
Aus dem Saal kam anschließend scharfe Kritik. Eichwald wurde gefragt, ob er ein V-Mann des Verfassungsschutzes sei. Sein rollendes "R" erklärte er damit, Russlanddeutscher zu sein. Gemutmaßt wurde auch, ob der Auftritt Teil einer Comedy-Aktion sein könnte, um der AfD zu schaden. Auf die Frage, ob sein Auftritt ernst gewesen sei, sagte Eichwald beim Verlassen der Tagungshalle zur dpa nur kurz "Ja".
Der Mann kommt laut Chrupalla aus dem Landesverband Nordrhein-Westfalen. Er sei am 5. Oktober dieses Jahres in den Kreisverband Herford aufgenommen worden, den Beitritt zur Jugendorganisation habe er am 15. Oktober erklärt.
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