"Putins Grausamkeit kennt keine Grenzen":Wadephul verschärft Ton gegen Russland deutlich
Außenminister Wadephul verschärft den Ton gegen Russland deutlich: "Putins Grausamkeit kennt keine Grenzen", sagt er. Doch der Kreml-Chef werde scheitern - aus zwei Gründen.
Außenminister Johann Wadephul verschärft den Ton gegenüber Russland (Archivbild).
Quelle: Michael Brandt / dpaAußenminister Johann Wadephul verschärft nach dem ergebnislosen Treffen mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow am Rande der UN-Generalversammlung in New York den Ton gegenüber Moskau. Nach den jüngsten massiven Angriffen auf die Ukraine mit zahlreichen zivilen Opfern attackiert der CDU-Politiker Russland scharf und droht mit umfangreichen Sanktionen.
Keine Annäherung zwischen Berlin und Moskau: "Es war erwartbar, dass die Positionen weit auseinanderliegen", sagt Sicherheitsexpertin Major über das Wadephul-Lawrow-Treffen.
28.09.2026 | 4:40 minPutins Grausamkeit kennt keine Grenzen.
Johann Wadephul, Außenminister Deutschland
Putin setze "seinen Raketenterror auf die Ukrainerinnen und Ukrainer, darunter viele Kinder, mit immer größerer Härte fort", sagte Wadephul der Deutschen Presse-Agentur in Berlin mit Blick auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Putin werde dennoch scheitern, "am Widerstand der Ukraine - und an unserer fortgesetzten Unterstützung für deren Verteidigung".
Wadephul: Putin setzt auf Eskalation
Die vergangenen Tage hätten bewiesen, dass der russische Präsident voll auf Eskalation setze. Dutzende Zivilistinnen und Zivilisten, darunter Kinder, seien allein in den vergangenen drei Tagen getötet worden. Wohnhäuser wie in Pryluky würden Nacht für Nacht gezielt zerstört, Menschen dabei im Schlaf getötet.
Immer wieder trifft die Ukraine russische Energieanlagen. Sicherheitsexperte Nico Lange erklärt die Strategie dahinter - und wie die Angriffe die russische Abwehr überwinden.
09.10.2026 | 30:55 minDiese Zermürbungstaktik ist unfassbar brutal.
Johann Wadephul, Außenminister Deutschland
Erst am Mittwoch habe die EU weitere 1,2 Milliarden Euro für lebensrettende Luftverteidigung in der Ukraine bereitgestellt, erinnerte der Minister. "Zugleich werden wir unsererseits den Druck auf Russlands Kriegswirtschaft und ihre Unterstützer mit neuen Sanktionen erheblich verstärken." Dazu würden derzeit in Brüssel letzte Schritte abgestimmt, damit die bislang umfassendsten Strafmaßnahmen gegen Personen und Unternehmen schon bald greifen.
Auch dies wird Russlands Fähigkeit, die Ukraine anzugreifen, empfindlich treffen.
Johann Wadephul, Außenminister Deutschland
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hatte erklärt, es liefen Vorbereitungen, um 1.600 weitere Personen und Unternehmen mit Verbindungen zum militärisch-industriellen Komplex Russlands mit Strafmaßnahmen zu belegen.
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat vor weiteren hybriden Angriffen aus Russland gewarnt. Geheimdienstinformationen zeigten, dass Russland weitere Sabotageakte plane, so Kallas im September.
28.09.2026 | 0:19 minLassen Sie sich Beiträge von ZDFheute bevorzugt bei Google anzeigen.
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