Trumps Ausschluss von US-Medien: Richter hebt Entscheidung auf

Nach dem Journalisten-Rauswurf:CNN und Co. kommen wieder ins Weiße Haus

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Ein US-Bundesgericht hat den von Präsident Trump verfügten Ausschluss von CNN und Co. aus dem Weißen Haus gekippt. Nach einem Hin und Her kommen die Journalisten nun wieder rein.

USA, Waschington: Das Weiße Haus

Reportern von CNN, MS NOW und "Politico" wurde nach eigenen Angaben trotz einer gerichtlichen Anordnung weiterhin der Zugang zum Weißen Haus verweigert. Mittlerweile kommen die Journalisten wieder rein.

Quelle: Carolyn Kaster / AP

Ein US-Bundesgericht hat die von Präsident Donald Trump verhängte Sperre für Journalisten der Medienhäuser CNN, MS NOW und "Politico" für das Weiße Haus aufgehoben. Der Ausschluss der drei Medien sei wahrscheinlich verfassungswidrig, erklärte Bezirksrichter Tim Kelly.

In der einstweiligen Verfügung des Richters hieß es, der Entzug der Presseausweise der betroffenen Journalisten sei ohne verfassungsrechtlich angemessenes Verfahren erfolgt. Allgemeine Regel sei es, dass "Personen eine Benachrichtigung und die Möglichkeit zur Anhörung erhalten müssten, bevor ihnen die Regierung ein verfassungsrechtlich geschütztes Interesse entzieht".

Allerdings schien die Entscheidung den US-Präsidenten wenig zu beeindrucken: Die drei Medien erklärten kurze Zeit später, der Sicherheitsdienst Secret Service habe ihren Reportern am Donnerstag den Eintritt ins Weiße Haus weiterhin verweigert. Die Medienvertreter wollten über den Staatsbesuch von Chinas Präsident Xi Jinping berichten.

Zugang mittlerweile möglich

Im Laufe des Donnerstags konnten Reporter der US-Medien CNN, MS NOW und Politico das Weiße Haus wieder betreten. Die drei Medien berichteten, dass sie wieder Zugang bekommen hätten. Am Donnerstag waren wichtige Termine im Weißen Haus angesetzt: Trump empfing Chinas Staatschef Xi Jinping, für den Abend war ein Staatsdinner geplant.

Chinas Staatschef Xi Jinping und US-Präsident Donald Trump stehen vor einem Flugzeug.

Chinas Staatschef Xi wurde von US-Präsident Trump in Washington mit allen Ehren empfangen, trotz Handelskrieg und KI-Wettstreit. Was das Treffen für die Welt bedeutet, analysiert ZDFheute live.

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Richterliche Anordnung gilt zunächst für zwei Wochen

Das Bundesgericht hatte eine Wiederzulassung für zunächst 14 Tage angeordnet. Solche Anordnungen dienen üblicherweise dazu, den Status quo zu wahren, bis das Gericht den Fall eingehender geprüft hat.

Trump erklärte am vergangenen Freitag, dass den drei Medien ab sofort der Zugang zum Weißen Haus verboten sei, weil sie "Fiktion und Lügen" verbreiten würden. Anwälte des Justizministeriums hatten die Sperre mit der nationalen Sicherheit begründet.

Symbolbild: Trump gegen Medien

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Kritiker sehen Angriff auf die Pressefreiheit

Kritiker werten Trumps Vorgehen als Angriff auf die in der US-Verfassung verankerte Pressefreiheit und offensichtlichen Versuch, kritisch berichtende Medien einzuschüchtern.

Am Samstag blieb Journalisten aller drei Medienhäuser nach deren Angaben der Zugang zum Gelände des Weißen Hauses versperrt. Trump drohte zudem damit, das Verbot auf andere Medien auszuweiten.

MS NOW White House Correspondent Vaughn Hillyard works on a street corner near the White House in Washington, DC, on September 21, 2026. Three leading US news outlets announced on September 21 they will go to court after being banned from the White House, as President Donald Trump claimed that media critical of his administration is a "Cancer" threatening national security. CNN, MS NOW and Politico said in a joint statement that they were filing suit after Trump last week ordered them to be barred from the presidential complex.

Trump hat CNN, MS NOW und dem Portal Politico den Zugang zum White House verwehrt. Als Reaktion klagen die Sender, weitere protestieren nun, darunter auch Fox News.

21.09.2026 | 2:30 min

In der Folge zogen CNN, MS NOW und "Politico" vor Gericht. Andere Medien solidarisierten sich mit den geschassten Journalisten. Die engmaschige TV-Begleitung auf Terminen und Reisen Trumps, die über ein Rotationsprinzip großer Fernsehsender geregelt ist, wurde von diesen gestoppt - als Protestaktion, weil CNN Teil dieses sogenannten Pools ist.

Auch Trumps Lieblingssender Fox News protestierte

In einer gemeinsamen Stellungnahme der TV-Sender hieß es, die Öffentlichkeit habe ein grundlegendes Interesse daran, unabhängige Informationen über ihre Regierung zu erhalten. Keine Regierung solle Medien einschränken, nur weil ihr deren Berichterstattung missfalle.

Clüver Ashbrook

Trump brauche das Mediensystem, sagt Politologin Clüver Ashbrook bei ZDFheute live. Sein Vorgehen zeige aber auch, dass er daran arbeite, die Demokratie in den USA systematisch umzubauen.

22.09.2026 | 16:13 min

Bemerkenswert ist, dass die Erklärung von allen fünf TV-Sendern im Pool kam - und damit auch von Fox News. Das ist eigentlich Trumps Lieblingssender, der häufig wohlwollend über ihn berichtet und ihm sehr viel Platz im Programm einräumt.

Auch andere Medien wie die "New York Times", die "Washington Post" oder die Nachrichtenagentur Associated Press stellten sich öffentlich auf die Seite der drei Medienhäuser.

Trump geht mit Härte gegen missliebige Medien vor

Trump geht in seiner zweiten Amtszeit mit zunehmender Härte gegen missliebige Medien vor. So verbot er im vergangenen Jahr der Nachrichtenagentur AP die Mitreise, weil sich diese geweigert hatte, den Golf von Mexiko als "Golf von Amerika" zu bezeichnen.

Journalisten beleidigt er häufig, wenn ihm die von ihnen gestellten Fragen nicht gefallen. Wohlwollende Berichterstattung wird dagegen ausdrücklich gelobt.

Quelle: dpa, Reuters, AP, AFP
Über das Thema berichtete das ZDF in mehreren Sendungen, unter anderem ZDFheute live am 22.09.2026 ab 19:30 Uhr.

Trump und die Medien

  1. Präsident Donald Trump spricht während der Eröffnungszeremonie vor seinem ersten Flug mit Marine One vom neuen Hubschrauberlandeplatz auf dem Südrasen des Weißen Hauses am 21. September 2026 in Washington, D.C.
    Analyse

    Sogar Fox News zieht den Stecker:Wieso Trump sich mit seinem Medien-Bann schaden könnte

    Katharina Schuster, Washington D.C.
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  2. US-Präsident Donald Trump spricht zu Medienvertretern  (Archivfoto)

    Eilantrag wegen Zutrittsverbot:Nach Rauswurf: US-Medien klagen gegen Trump-Regierung

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  3. Trump Ireland
    FAQ

    CNN, MSNOW und Politico:Trump verweigert verschiedenen Journalisten Zutritt

    Katharina Schuster, Washington D.C.
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  4. Der Reporter von „MSNBC Live“ (MS NOW), Vaughn Hillyard, berichtet live vor dem Weißen Haus, nachdem US-Präsident Trump ihm sowie Reportern von CNN und Politico den Zutritt zum Pressebereich des Weißen Hauses in Washington verweigert hatte.

    Reaktion auf Hausverbot für CNN und Co.:Sogar Fox News will Trump-Berichterstattung einschränken

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